Sprache soll verständlich sein, möglichst für alle. Sie soll niemanden ausschließen und auch niemanden verletzen. 

Die Diskussion um eine geschlechtergerechte Sprache ist nicht neu, sie wird gerade aber wieder intensiver geführt. Die einen haben Sorge vor einer Verschandelung der deutschen Sprache und warnen vor Unleserlichkeit, wenn der Textfluss durch andere und neue Schreibweisen verändert wird. Andere kritisieren die Beschränkung auf das generische Maskulinum als antiquiert, sprechen von Diskriminierung und Sexismus.

Wir verwenden keine Gendersternchen

Auch wir beschäftigen uns in der Redaktion immer wieder mit dem Thema. Was können wir tun, damit sich alle unsere Leserinnen und Leser angesprochen fühlen, egal welchen Geschlechts? Welche Möglichkeiten haben wir? Was passt zu uns und auch zu Ihnen? Ist eine Schreibweise mit Sternchen wie bei Politiker*innen praktikabel für uns als Journalisten und auch für unser Publikum?

Bislang haben wir uns dagegen entschieden. 

Die Schwäbische Zeitung verwendet bisher also bei der Bezeichnung von Personen- oder Berufsgruppen keine Gendersternchen wie etwa bei dem Wort Bürger*innen, auch kein Binnen-I wie bei LehrerInnen oder eine Schreibweise mit Klammern oder Schrägstrich wie etwa bei dem Wort Schüler/-innen.

Wir gehen andere Wege, um sensibel zu formulieren.

Verschiedene Gründe für unsere Entscheidung

Wir sind eine regionale Tageszeitung und ein regionales Nachrichtenportal. Damit spiegeln wir nicht nur durch unsere Inhalte, sondern auch durch unsere Schreibweise unsere Region wider. Wir verwenden die Sprache, die auch unsere Leserinnen und Leser mehrheitlich sprechen.

Wir bemühen uns aber, behutsam und gerecht mit Sprache umzugehen um niemanden zu diskriminieren oder zu verletzen. 

Wir tun das zum Beispiel mit möglichst geschlechtsneutralen Formulierungen (z.B. Pflegekräfte und Feuerwehrleute), wo sie sich anbieten. Zudem verwenden wir verstärkt beide Geschlechterformen. Wir schreiben also in unseren eigenen Texten mehr und mehr von Bürgerinnen und Bürgern oder von Schülerinnen und Schülern. 

Das schließt noch nicht diejenigen ein, die sich keinem Geschlecht eindeutig zugeordnet fühlen. Das ist uns bewusst.

Haben Sie vielleicht selbst Fragen, die unsere Arbeit betreffen, mit denen wir uns in einem Blogeintrag beschäftigen sollten? Schreiben Sie uns eine Mail an einsichten@schwaebische.de.