Zeigt her eure Füße...

Eine Wohltat für die Füße: frische Luft, Sonne und Sand. FOTO: DPA/JENS BÜTTNER
REGION – Sie tragen uns durch unser ganzes Leben, wir machen uns ihrer aber meist erst richtig bewusst, wenn wir „nicht gut zu Fuß“ sind. Immer der letzte Mittwoch im Juni wird ihnen gewidmet. Heute, am „Tag des Fußes“, sollen sie die verdiente Aufmerksamkeit erhalten.

REGION – Unsere Füße sind ein komplexes Gebilde, das sich im Laufe der Entwicklung umstellen musste, damit der Mensch auf zwei Beinen aufrecht laufen konnte. Mittlerweile sind die 26 Knochen, knapp 30 Gelenke, 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen seit geraumer Zeit ein eingespieltes Team, um die Herausforderungen des täglichen Lebens zu meistern.

Welche tragende Rolle den Füßen zukommt, macht der Umstand deutlich, dass die Fußknochen zusammen etwa ein Viertel der etwas über 200 Knochen des menschlichen Körpers ausmachen. Durch die spezielle Anordnung dieser entstehen ein ausgeprägtes Längsgewölbe und im hinteren Mittelfuß ein Quergewölbe. Diese spezielle „Konstruktion“, die durch Muskeln verspannt und durch Bänder und Sehnen stabilisiert wird, lässt es zu, dass das Körpergewicht gut verteilt werden kann. Die beiden Gewölbe fungieren sozusagen als Stoßdämpfer und ermöglichen den Menschen, laufend, rennend, springend oder auch tanzend durch das Leben zu gehen.   
     
Eine professionelle Fußpflege kann Schmerzen lindern und die Füße pflegen. FOTO: KLEIBAUER, DIETER
Eine professionelle Fußpflege kann Schmerzen lindern und die Füße pflegen. FOTO: KLEIBAUER, DIETER
Am besten wäre das barfuß. Das fühlt sich gut an, verbessert so ganz nebenbei die Körperhaltung und stärkt die Fußmuskulatur, denn ohne Schuhe wird die Belastung beim Gehen gleichmäßig verteilt. In engen oder falschen Schuhen verkümmern oft diese Muskeln, weil sie – wie auch die Sehnen – nicht mehr gefordert werden. Die Folgen sind oftmals Deformationen wie Senk- und Plattfüße. Fehlstellungen, ob angeboren oder erworben, müssen auf jeden Fall vom Facharzt behandelt werden. Deshalb sollten vor allem Kinder so viel wie möglich barfuß laufen, um die Fußmuskulatur zu kräftigen und um Fehlstellungen zu vermeiden. Aber auch Erwachsene können die Muskeln durch regelmäßiges Gehen ohne Schuhe noch trainieren, zum Beispiel im Garten oder auf Barfußpfaden.

Tausende Nervenenden und Sensoren an Fußsohle und Zehen melden sowohl jede Unebenheit als auch jedes spitze Steinchen und machen einen Spaziergang im Sand oder im Wasser zu einem entspannenden Erlebnis. Diese Nervenenden sind auch dafür verantwortlich, dass die meisten Menschen gerade auf den Füßen besonders kitzelig sind.

Wenn der Schuh drückt

Ein schmerzhaftes Erlebnis, das viele Menschen, vor allem Wanderer und Sportler, kennen: eine Blase am Fuß. Die entsteht normalerweise, wenn der Schuh nicht richtig sitzt und das Klima darin feuchtwarm ist.

Zu den häufigsten Fußkrankheiten zählen Diabetisches Fußsyndrom, Hühneraugen, Nagelbettentzündung, Pilzerkrankungen, Fersensporn und Warzen. Und Schweißfüße lassen auch die Mitmenschen leiden. Mit dem Hallux valgus haben hauptsächlich Frauen zu kämpfen, da der Schiefstand der großen Zehe vor allem durch spitz zulaufende und hochhackige Schuhe in Kombination mit weichem Bindegewebe entstehen kann. Manchmal verschafft eine Einlegesohle aus dem medizinischen Fachhandel oder spezielle Schuhe bei dem ein oder anderen Problem Linderung.

Neben dem Facharzt kann die medizinische Fußpflege, auch Podologie genannt, bei Problemen weiterhelfen. Damit es aber gar nicht so weit kommt, sollte sich jeder rechtzeitig um seine Füße kümmern und sie nicht links liegen lassen. Denn auch sie stehen auf Pflege und lassen sich bei einer Pediküre (kosmetische Fußpflege) oder einer Massage gerne verwöhnen.

Immerhin schaffen es sogar Laufmuffel in ihrem gesamten Leben einmal um den Äquator, sportliche sogar öfter. Diese Leistung sollten wir honorieren und unseren Füßen öfter eine entsprechende Pflege zukommen lassen. eko
    
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