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Neues Seminargebäude für Obstbauern


Am Gelände der Versuchsstation für Obstbau wurde in den vergangenen sieben Monaten ein neues Seminargebäude gebaut. Im Rahmen der Gartenschau finden dort Vorträge, Workshops, Schulungen und Weiterbildungen statt. FOTOS: VIKTORIA BENZ

Pünktlich zur Gartenschau wurde die Anlage an der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters aufgewertet: Neben einem neuen Seminargebäude bereichert außerdem ein neuer Sortenerhaltungsgarten mit rund 300 verschiedenen Apfel- und Birnensorten das Gelände in dem Ortsteil von Sigmarszell.

SIGMARSZELL/SCHLACHTERS - Im Rahmen der Gartenschau wurde an der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters ein neues Seminargebäude gebaut. Angestoßen und möglich gemacht wurde das Projekt durch den Landkreis. „Für den Neubau hat uns der Kreisrat das Gelände und 500 000 Euro zur Verfügung gestellt“, sagt Walter Matzner, Kassenwart des Fördervereins und ehemaliger Bürgermeister von Sigmarszell.

Gemeinsam mit Ulrich Pfanner, dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins, koordinierte er den Bau und übernahm in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Hochkant die Planung und Bauleitung des Projekts. Am Bau beteiligt waren ausschließlich Handwerker aus der Region. „Ohne das große Engagement der heimischen Firmen wären wir niemals pünktlich bis zur Gartenschau fertig geworden. Die Handwerker haben seit dem Baubeginn im November letzten Jahres mit viel Einsatz durchgearbeitet, häufig waren sie sogar samstags am Werk.

In dem neuen Seminarraum finden nun bis zu 70 Personen Platz.
In dem neuen Seminarraum finden nun bis zu 70 Personen Platz.

Trotz der zeitlich knappen Bauphase ist das Ergebnis grandios geworden“, so Walter weiter. Besonders stolz sind die beiden Bauleiter über die nachhaltige Beschaffenheit des Gebäudes. „Der Neubau besteht zum größten Teil aus regionalem Weißtannenholz. Außerdem haben wir eine Firma gefunden, die an das Gebäude handgemachte Schindeln angebracht hat, die ein toller Blickfang sind.“.

Über den Zeitraum der Gartenschau finden in dem neuen Seminargebäude Vorträge durch Referenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf statt. Den Besuchern wird neben obstbaulichen Themen wie die Bedeutung und Pflege von Streuobstwiesen, Sortenkunde oder Obstverarbeitung auch Wissenswertes zu Biodiversität, Gemüsebau im Hausgarten und Pflanzenschutz vermittelt. Zusätzlich wird den Besuchern die Möglichkeit geboten, vor Ort an einer der Wochenendaktionen der regionalen Gartenbauvereine teilzunehmen. Nach der Gartenschausaison wird die Anlage von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf übernommen, um dort künftig Schulungen und Fortbildungen zu realisieren. „Die räumlichen und die technischen Möglichkeiten in der alten Obstbauschule waren schon längst nicht mehr zeitgemäß. Deshalb ist das neue und moderne Gebäude für uns ein Gewinn. Im neuen Seminarraum finden nun bis zu 70 Personen Platz “, freut sich Michael Zoth, Betriebsleiter der Versuchsstation für Obstbau.


„Die Handwerker waren sehr engagiert“


Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch die Außenanlage aufgewertet und einige Wege neu gepflastert sowie Infotafeln und Sitzgelegenheiten aufgestellt. Zwischen der Versuchsstation und dem neuen Seminargebäude befindet sich außerdem ein neuer Sortenerhaltungsgarten. „Im Rahmen eines zehnjährigen Forschungsprojekts werden alte Kernobstsorten im Regierungsbezirk Schwaben ausgewählt, gesammelt und im Garten angepflanzt. Insgesamt wachsen dort nun rund 300 verschiedene Apfel- und Birnensorten heran“, erklärt Zoth. „Für dieses Projekt hat der Regierungsbezirk Schwaben der Versuchsstation 500 000 Euro über eine Laufzeit von zehn Jahren zur Verfügung gestellt. Vibe