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„Alle unsere Projekte sind Unikate“

„Die Fassade ist etwas ganz Besonderes!“

Die Räume im Kindergarten wurden mit einem besonderen Farbkonzept gestaltet, das den Kindern bei der Orientierung hilft. Fotos: Wohnbau

Horst Riess, Geschäftsführer der Tuttlinger Wohnbau, spricht im Interview über den neuen Kindergarten Torhaus und die Herausforderungen, mit denen sich das Projekt wegen Corona konfrontiert sah.
  

SE Schweickhardt Erchinger Beratende Ingenieure Ing.-Ges. für Bauwesen mbH

Wann und wie ist die Idee für dieses Projekt entstanden und was hat es für Sie so besonders gemacht?

Horst Riess: Es ist eine längere Geschichte, die der Realisierung dieses Projektes voranging. Aber es war schon immer daran gedacht, eine Kinderbetreuung in qualitativ hochwertiger Form anzubieten. Zwischendurch war es Wunsch der Politik, an dieser Stelle mehr als die nach dem vorhandenen Bebauungsplan vorgesehenen Wohnungen zu errichten. Bei einem gemeinsamen Wettbewerb der Stadt und der Tuttlinger Wohnbau hatten wir auch ein schönes Ergebnis, dessen Umsetzung aber letztendlich dann doch nicht möglich war. So haben wir uns daran gemacht, unter den Vorgaben des vorhandenen Bebauungsplanes ein attraktives Projekt zu entwickeln.

Gebr. Stumpp Bauunternehmung GmbH & Co. KG

Die Kindertagesstätte sucht in jeglicher Hinsicht Ihresgleichen. Wir haben sogar schon daran gedacht, dieses Torhaus - wie das gesamte Projekt genannt wird - für einen Award einzureichen. Auch etwas Besonderes an diesem Projekt ist der Nutzungsmix von Kindertagesstätte über geförderten und anderem Mietwohnungsraum bis hin – mit Verlaub – zum Tiefgaragenparken. Die Außenbereiche werden auch noch interessante Hingucker. Freuen wir uns drauf.

Wie verlief – mit Corona, Lockdown und allen anderen äußeren Umständen – die Umsetzung?

Ja, die Pandemie hat auch unsere Arbeit beeinflusst. Ich muss aber mit einem großen „Dankeschön“ an alle am Bau Beteiligten sagen, dass wir hier mit einem blauen Auge, sprich mit noch erträglichen Verzögerungen, davongekommen sind. Und wir hatten – das ist das Allerwichtigste – keine Erkrankungsfälle und auch keine Verunfallungen. Im Übrigen auch die 16 Wohnungen, die wir von der Bauabwicklung her haben etwas nachlaufen lassen, sind ab nächstem Monat zur Vermietung im Angebot.

Wie gefällt Ihnen das Ergebnis und was kann daraus in zukünftige Projekte miteinfließen?

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und deshalb spreche ich an dieser Stelle meinem Architekturbüro in der Tuttlinger Wohnbau meine besondere Anerkennung aus. Ich bin stolz auf meine Leute. Die Fassade ist etwas ganz Besonderes und deshalb haben wir sie auch am Wohnhaus noch etwas „auskleckern“ lassen. Ach, wissen Sie, alle unsere Projekte sind Unikate und immer lernt man etwas dazu und immer entwickelt man sich weiter. Deswegen bin ich mir sicher, auch wenn ich das jetzt nicht im Detail präzisieren will, dass wir uns an Spezialitäten an diesem Torhaus-Projekt auch in Zukunft erinnern und auf gute Ideen zurückgreifen können. Jetzt wünsche ich den Betreibern der Kita viel Freude, Erfolg und den Kindern eine gute Zukunft.