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Das Team muss den Umbruch bewältigen

Das Team der TTF Liebherr Ochsenhausen für die Saison 2021/22 FOTO: VEREIN

Die TTF Liebherr Ochsenhausen stehen vor einer schwierigen Saison. Mit Hugo Calderano hat der aktuell beste Spieler nach langen Jahren das Team verlassen.

OCHSENHAUSEN - Mit dem Abgang von Hugo Calderano schreitet der Umbruch im Team der TTF Liebherr Ochsenhausen weiter voran. Der Weltranglisten-Achte, der bei Olympia im Viertelfinale am deutschen Olympia-Dritten Dimitrij Ovtcharov scheiterte, spielt künftig für den russichen Erfolgsclub Orenburg. Leben und Trainieren wird er aber weiterhin in Ochsenhausen.

Ersetzen soll Calderano jedoch nicht etwa der Neuzugang Can Akkuzu allein, sondern das gesamte Team ist gefordert, die entstandene Lücke gemeinsam zu schließen. Gleichwertig zu ersetzen ist der Brasilianer, der schon im LMC in Ochsenhausen aus- und weitergebildet wurde, sowieso nicht. Er bleibt ein einmaliger Spieler.

Die Talente Samuel Kulczycki und Maciej Kubik hatten einen sehr erfolgreichen Sommer mit diversen Medaillen bei der Jugend-Europameisterschaft und sind bereit, in der kommenden Saison den nächsten Schritt zu machen. Kanak Jha ist top motiviert zu beweisen, dass er besser ist als das, was er letzte Saison gespielt hat.

Jha konnte bei Olympia den Vizeweltmeister und aktuellen Weltranglisten-Neunten Mattias Falck bezwingen, den Topspieler des Bundesliga-Rivalen Werder Bremen. Beim 3:1-Sieg zeigte der 21-jährige US-Boy deutlich ansteigende Form und Nervenstärke, auch wenn er später Düsseldorfs Schweden Kristian Karlsson (0:3) gratulieren musste.

Simon Gauzy ist nun als alleiniger Kopf der Mannschaft besonders gefordert, seine jungen Kollegen zu führen und immer wieder Mut zuzusprechen. Ob ihm das gelingt, werden die kommenden Wochen zeigen. Das Zeug dazu hat der Franzose auf jeden Fall.

Gauzy hat binnen einer Woche in Tokio gegen die beiden besten Spieler der Welt jeweils nach harter Gegenwehr verloren: Im Einzel-Achtelfinale war er bekanntlich mit 1:4 gegen den späteren Olympiasieger Ma Long ausgeschieden, wobei er gegen Fan Zhendong noch ein gutes Stück näher an einem Überraschungssieg war. Gauzy ist übrigens in der neuen Weltrangliste einen Platz geklettert und wird nun als Nummer 18 geführt.

Und da ist ja noch der Trainer Yong Fu mit seinem gesamten Stuff.

Der 49-Jährige wird alles tun - trotz des Abgangs von Calderano - eine spielstarke Mannschaft an den Tisch zu bringen, die sich klare Ziele gesetzt hat. In der Liga wollen die TTF Liebherr Ochsenhausen im Kampf um die Play-Offs ein wichtiges Wort mitreden.

Im Pokal hat man mit dem Auswärtsspiel im Achtelfinale beim 1. FC Saarbrücken TT ein Hammerlos erwischt und muss demnächst versuchen, einem der Topfavoriten die Stirn zu bieten. So lautet der diesjährige Claim auch: „Zusammenhalt – Wir wollen zusammen erfolgreich sein und uns in schwierigen Situationen als Verein gegenseitig den notwendigen Halt geben, um unsere Ziele zu erreichen.“

Die TTF Liebherr Ochsenhausen dürfen wieder vor Zuschauern spielen und empfangen am zweiten Spieltag, am Freitag, 27. August, um 19 Uhr erneut den 1. FC Saarbrücken TT. Tickets gibt es online unter http://ttfo.de/tickets/, in der Geschäftsstelle und an der Tageskasse. Die Zuschauerkapazität ist limitiert und an die jeweils gültige Corona-Verordnung angepasst.

Das Heimspiel des sechsten Spieltags gegen Werder Bremen wird von Sonntag, 19. September, auf Sonntag, 5. September, vorverlegt. Die Uhrzeit (15 Uhr) bleibt wie gehabt. Die Vorverlegung betrifft im Übrigen nicht nur das Spiel der TTF, sondern fast den gesamten sechsten Spieltag der TTBL. Der Grund dafür sind Verschiebungen im internationalen Turnierkalender. So hat Europas Dachverband ETTU das Europe Top 16 auf den 18./ 19. September verschoben.

Die Tischtennis-Bundesliga will ihren Assen natürlich nicht die Teilnahme an dem wichtigen kontinentalen Event verbauen. Ferner steht nun auch ein internationales Turnier der WTTSerie auf dem Plan. Es wird am 20. September in Katar als Turnier der Kategorie „Star Contender“ ausgetragen.

Da sich die teilnehmenden Spieler im Vorfeld zwei Tage in Quarantäne begeben und deshalb entsprechend früher anreisen müssen, wären auch sie zum ursprünglich vorgesehenen Spieltagstermin in der TTBL nicht verfügbar gewesen.

Die bereits gekauften Tickets für das Spiel gegen Bremen behalten natürlich ihre Gültigkeit. Zusätzlich bieten die TTF denjenigen Fans, die am 5. September nicht kommen können, an das Ticket umzutauschen und dafür ein anderes Spiel ihrer Wahl zu besuchen. (red)