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TG will Topspiel der Landesliga gewinnen

Die neuformierte Mannschaft der TG Biberach. In der Mitte stehend Trainer Gabriel Senciuc, der große Ziele hat und gegen Saulgau gewinnen will. FOTO: TG BIBERACH

Am Samstagabend wird es in der Biberacher PG-Halle definitiv hochgehen. Ab 19.30 Uhr trifft die gastgebende TG Biberach in der Landesliga auf den TSV Bad Saulgau. Das Derby, das in der Vergangenheit immer hart umkämpft war, hat trotz der noch jungen Saison wegweisende Bedeutung für den weiteren Verlauf.

BIBERACH - Die TG Biberach hat am vierten Spieltag erst zwei Partien absolviert. „Ein Unding, dass schon zu diesem Zeitpunkt so viele Spiele ausgefallen sind oder abgesetzt wurden“, sagt TG-Handballabteilungsleiteer Joachim Klein.

Zunächst sei es keine gute Lösung, nur mit zehn Vereinen in diese Saison gehen zu müssen und dann auch noch wie bei den kurzfristig abgesetzten Spielen in Hofen und Söflingen keine Schiedsrichter zu haben. „Diese Entwicklung tut uns nicht gut.“ Das sei für die Vereine, für die Akteure und auch für die Fans kein Zustand.

Man müsse schleunigst zu mindestens 14 Mannschaften in der Landesliga kommen, um wieder einen vernünftigen Wettbewerb zu haben. Klare Worte des Abteilungsleiters, der selbst die Derbys gegen Bad Saulgau noch gespielt hat. „Da war immer eine gewisse Brisanz drin. Das wird auch am Samstag so sein.“

Zum Saisonauftakt verlor die Mannschaft von Trainer Gabriel Senciuc in eigener Halle gegen die MTG Wangen II. Die Niederlage gegen seinen Ex-Club aus Wangen ärgert Senciuc bis heute: „Da haben wir schlecht ausgesehen, weil einige Spieler nicht ihre Leistung gebracht haben und den Gegner mit links schlagen wollten. Danach gab es auch disziplinarische Maßnahmen.“

Eine Woche später zeigte das Team eine Reaktion, gewann in Hohenems und holte zwei wichtige Auswärtspunkte. Seitdem herrscht Sendepause bei der TG. Lediglich Training ist möglich. „Das ist auf jeden Fall ein Nachteil, dass wir drei Wochen nicht gespielt haben, aber ich vertraue meiner Mannschaft.“

Lukas Fimpel (l.Bild) und Julian Betz zählen zu den Stützen der TG. Ob sie spielen können, ist unsicher. FOTOS: VOLKER STROHMAIER
Lukas Fimpel (l.Bild) und Julian Betz zählen zu den Stützen der TG. Ob sie spielen können, ist unsicher. FOTOS: VOLKER STROHMAIER

Senciuc erwartet ein intensives und knappes Spiel gegen seinen ehemaligen Verein, mit dem er auch große Erfolge feiern konnte, ebenso wie bei seiner Tätigkeit in Wangen. Es gehe darum, gegen den bislang ungeschlagen TSV Bad Saulgau, der seine bisherigen beiden Spiele gewann, eine gute Leistung zu bringen und am Ende als Sieger vom Parkett zu gehen.

Auch wenn möglicherweise wichtige Spieler wie Hadzic oder Lukas Fimpel wegen Verletzung ausfallen (könnten). „Genau deshalb brauchen wir eine volle Halle und große Unterstützung für unser Team.“ Mit dem Hygienekonzept der TG ist dies auch möglich.

Senciuc arbeitet im zweiten Jahr in Biberach und musste Corona bedingt acht Monate auf Handball verzichten. „Das ist nicht gut für dieser Sportart. Wir müssen jetzt hart auch an der Motivation arbeiten“, ist der 50-Jährige noch immer sehr ehrgeizig. Er hat die TG Biberach zu seinem Projekt erklärt gemeinsam mit seiner rechten Hand Arno Uttenweiler, der selbst auch in Saulgau gespielt hat.

„Wir zählen Saulgau neben Herbrechtingen zu den Topfavoriten der Liga. Wir wollen aber auch oben mitmischen“, ist sich Uttenweiler mit seinem Chef einig.