Alles auf Anfang – Waldhausen und die erneute Premiere Image 1

Alles auf Anfang – Waldhausen und die erneute Premiere

Landesliga

Mit dieser Mannschaft geht der SV Waldhausen in die Saison. Hinten von links: Leon Weber, Matteo Gammaro, Patrick Bühler, Andreas Herkommer, Kevin Mayer, Wesley Wicker, Jan Hasenmaier und Marius Weber. Mitte von links: Jens Rohsgoderer, Michael Weber, Thomas Adametz, Carsten Legat, Timo Kamm, Titzian Legat, Ralf Wesiak, Michael Weiß, Christoph Schmid und Harald Drabek. Vorne von links: Vedat Yel, Jeffrey Janik, Mohamad Hachem, Fabian Fuchs, Dennis Wille, Michel Wegele, Alexander Bechthold, Fabian Dolderer. Es fehlen: Philipp Schiele, Albert Stroh, Armin Husic und Jerry Asare. Foto: SV Waldhausen

Jens Rohsgoderer (43) hat mit seinem SV Waldhausen schon viel erlebt. Er ist schließlich auch seit der Saison 2015/16 Trainer des damaligen Bezirksligisten. Viele Jahre haben sie gekämpft, für den Aufstieg aus der Bezirks- in die Landesliga. Er glückte. Die Premiere, die haben sie eigentlich schon hinter sich. Doch bekanntlich hat die Pandemie und der Abbruch der Saison nach zehn Spieltagen irgendwie alles auf Anfang gesetzt. „So ist es quasi wieder eine Premierensaison“, sagt der Coach des SVW.

Folglich gilt aber auch dieses Mal wieder der „Klassenerhalt“ als oberste Maxime. „Wenn man mal auf die Neuzugänge blickt, dann muss man sagen, dass die Landesliga noch einmal an Qualität dazugewonnen hat“, weiß Rohsgoderer zu berichten. Eine durchaus „ambitionierte Aufgabe“ ist daher die Mission des SVW, denn es drohen mindesten sechs Absteiger. Der Siebtletzte muss Stand jetzt in die Relegation.

Zu denen zählt der Ellwanger Rohsgoderer den SC Geislingen sicherlich nicht: „Die sind der absolute Überflieger einer ziemlich ausgeglichenen Liga und der absolute Meisterschaftsfavorit.“ Bereits im WFV-Pokal startete der SCG furios mit einem 8:0-Sieg über den Liga-Konkurrenten aus Köngen. Scheiterte aber am VfR aus Aalen. „Druck, den haben wir hier immer“, sagt derweil SCG-Coach Tobias Flitsch auf die Frage nach dem Favoritenstatus in der Liga. Ein kleiner Vorteil für Waldhausen sind vielleicht die zehn absolvierten Spiele aus der Abbruch-Saison. „Ein Großteil der Mannschaft weiß jetzt, in welcher Art und Weise in der Landesliga Fußball gespielt wird“, so Rohsgoderer weiter. „Überrascht“, werde man daher eher nicht mehr sein. Vielleicht schwinge sogar noch etwas „Aufstiegseuphorie“ mit. Der SVW indes ist im Stamm zusammengeblieben.

Allerdings hat der Coach des SVW zwei wichtige Stützen verloren: Tobias Däffner (Spielertrainer Waldhausen II) und Mersad Haskovic (Bezirksligist Lauchheim). Um die Abgänge aufzufangen, hat sich der SVW beim Liga-Konkurrenten aus Neresheim bedient und etwa Patrick Bühler losgeeist. Zudem müsse dann eben ein Mann wie Jeffrey Janik (28) etwas mehr Verantwortung übernehmen. Die Vorbereitung hat dem Trainer schon einmal gezeigt, dass es funktionieren kann. Immerhin gelangen etwa zwei Unentschieden gegen den Oberligisten aus Dorfmerkingen oder den ambitionierten Verbandsligisten aus Essingen. „Da haben wir sehr gut gearbeitet“, berichtet Rohsgoderer. „Wir werden eine sehr große Physis brauchen. Alleine schon aufgrund der großen Anzahl an Spielen“, umreist der Coach die vollgepackte Saison mit 36 Spieltagen. Mit 19 Spielern habe Waldhausen zwar einen Kader, der „groß genug“ sei. Doch vor Verletzungen ist man über einen so langen Zeitraum sicherlich nicht gefeit. „Wir peilen Platz zehn oder elf an“, konkretisiert der Coach noch einmal das Saisonziel. Dort hätte der SVW mit dem Abstieg sicher nichts zu tun. SEBASTIAN VAN EECK