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SV Dettingen: Drinbleiben ist das Ziel

Der SV Ochsenhausen ist ambitioniert. FOTO: JULIA SCHOELLHORN

Der SV Dettingen startet am Samstag mit einem Auswärtsderby gegen den SV Ochsenhausen in die Fußball-Landesliga-Saison 2021/22 (Anstoß: 18 Uhr).

DETTINGEN - Nach dem Abbruch der vergangenen Spielzeit starten die Dettinger zuversichtlich und mit einigen personellen Veränderungen in die Runde.

Bereits 2020 waren die Dettinger zum ersten Mal in der Vereinshistorie in die Landesliga aufgestiegen. Unter ihrem Spielertrainer Oliver Wild sammelte der SVD dort erste Erfahrungen, stand beim pandemiebedingten Abbruch der Spielzeit aber mit nur vier Zählern auf dem drittletzten Tabellenrang. „Das war erwartbar und wir waren auch nicht enttäuscht“, sagt Ernst Weiß, Spielleiter des SVD. Das Saisonziel war in Dettingen von vorne herein nicht hoch gesteckt, und so war man zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. „Wir haben gute Spiele gemacht und einen attraktiven Fußball gezeigt, die Resonanz der Zuschauer war immer positiv“, so der 53-Jährige.
  

Die Vorbereitung verlief beim SVD bisher wechselhaft. Auf zwei anfängliche Niederlagen, folgten drei Remis und ein Sieg in Freundschaftsspielen. „Wir haben in der Vorbereitung personell sehr viel ausprobiert und uns war es bewusst, dass nach einer so langen Pause die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfallen würden“, sagt der SVD-Spielleiter. Im WFV-Pokal schieden die Dettinger außerdem in der ersten Runde aus, zeigten bei der knappen 1:2-Niederlage gegen den TSV Neu-Ulm aber eine gute Leistung und setzten immer wieder Nadelstiche nach vorn.

Trotzdem sind die diesjährigen Saisonziele beim SVD wieder ziemlich niedrig ausgegeben. „Wir wollen wieder einen ansehnlichen Fußball spielen und so lange wie möglich um den Klassenerhalt kämpfen“, sagt Weiß. Das es allerdings heuer sehr schwer wird, die Liga zu halten, ist Ernst Weiß klar.

Die Staffel IV der Landesliga ist durch die Saisonabbrüche auf 20 Mannschaften angewachsen. Nach einer regulären Vorrunde wird die Klasse zweigeteilt. Die oberen zehn spielen um Meisterschaft und Aufstieg, die hinteren zehn um den Abstieg. Dabei wird es mindestens sechs direkte Absteiger und einen Relegationsplatz geben. Wenn mehr als zwei Mannschaften aus der Verbandsliga in die Landesliga Staffel IV absteigen, gibt es sogar sieben direkte Abstiegsplätze. „Das ist schon sehr sehr hart in einem Jahr so viele Absteiger zu haben“, sagt Weiß.

Insgesamt verließen bereits drei Spieler den SV Dettingen vor der Saison. Jörg Redle wechselte zum SV Ochsenhausen, Steffen Zott ging zum TSV Rot an der Rot und Manuel Salzbrunn kehrte zum TSV Kellmünz zurück. Vor allem die zwei Erstgenannten waren bei den Dettingern wichtige Strategen, Jörg Redle war zudem Co-Spielertrainer. „Wir hätten sie natürlich alle gerne behalten. Jörg Redle und Steffen Zott waren absolute Leistungsträger“, resümiert Spielleiter Weiß. „Aber wir konnten sie zum Glück mit Spielern, die die gleiche Qualität haben, ersetzen.“ Gemeint sind damit Timo Schwob und Timo Ehlert. Außenstürmer Schwob kam vom FV Illertissen II und wird den SVD in der Offensive verstärken. Ex-Ochsenhauser Ehlert soll als Abwehrspieler Stabilität bringen und übernimmt den Co-Spielertrainer-Posten.

Sechs Spieler rücken außerdem aus der A-Jugend in den Aktivenbereich auf, diese müsse man aber erst an die härtere Gangart und an das höhere Tempo heranführen.

Gleich zu Beginn wartet der SV Ochsenhausen auf die Dettinger. „Es fängt gleich mit einem sehr attraktiven Spiel an“, sagt Ernst Weiß. Für seinen Geschmack komme die Partie etwas früh. Man hätte gerne vorher gesehen, wie sich der SVO und wie man sich selber in der Liga schlage. Den Gegner nimmt man dabei in Dettingen ernst und hat im Hinterkopf, dass die Ochsenhauser in der abgebrochenen Saison zuletzt auf dem zehnten Tabellenplatz standen. Trotzdem freue man sich auf das Derby und wolle sich nicht verstecken. „Wir möchten unser bestes Spiel am liebsten gleich am Anfang machen und wollen punkten.“ Verzichten müssen die Dettinger auf Torwart Lukas Schmid. Dieser hatte sich zu Beginn der Vorbereitung mehrfach das Handgelenk gebrochen und wird die ganze Saison ausfallen. (luma)