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Ein Traum in Rot

Der Anbau der Sporthalle von außen. FOTOS: SARAH PIRKER

Was strahlt außen in frischgestrichenem Weiß und ist innen tief Rot? Richtig, die neue Sporthalle in Neuler! Gespielt, geturnt und getanzt wird im neuen Anbau des Sport- und Kulturtreffs bereits seit einer ganzen Weile. Jetzt erlauben die Regelungen eine öffentliche Einweihung und einen Tag der offenen Tür.

NEULER - Schon seit einigen Jahren bestand der Wunsch nach einer weiteren Sporthalle in Neuler. 2019 wurde ihr Bau begonnen und eineinhalb Jahre lang zwischen der Schlierbachhalle und der Brühlschule Neuler gebaut. Seit August vergangenen Jahres ist das neue Sport- und Kulturzentrum in Neuler nun fertiggestellt und in Nutzung. Nur offiziell eingeweiht ist die neue Halle noch nicht. Das wird am kommenden Freitag, den 17. September, nachgeholt, zusammen mit einem Tag der offenen Tür für alle interessierten Bürger Neulers und der Umgebung am Samstag, den 18. September.
   


Stockhammer Ingenieure GbR
ibr GmbH Ingenieurbüro Rieger
Josef Spielmann Ingenieurbüro für Versorgungstechnik GmbH & Co. KG
Act Tröster + Deucker PartG mbB

Die Halle bietet verbesserte Trainingsbedingungen für Neulermer Vereine. Die Ausstattung in den Geräteräumen wurde in Rücksprache mit ihnen aufgebessert und angepasst. Hinzu kamen beispielsweise ein besonders großes Trampolin, das eine Voraussetzung für das Training für Wettkämpfe des Rock’n’Roll-Clubs ist, und eine Bodenturnmatte sowohl für den Turnverein Neuler als auch den Rock’n’Roll-Club Neuler-Schwenningen. Auf dem Boden der Sporthalle geben Markierungen Fußball-, Badminton- und Volleyballfelder wieder. In die Wand eingelassen sind Holzrahmen, die optisch Fußballtore andeuten. Tore gebe es zwar auch, doch sie könne man unkompliziert nutzen, wenn man zum Beispiel zum Abschluss der Stunde noch ein Fußballspiel machen möchte, erklärt Bürgermeisterin Sabine Heidrich.

Für eine angenehme Akustik in der Halle organisierte der Förderverein im letzten Jahr noch einen Schallschutz. Die weitgehend hölzernen Absorberplatten, die die obere Hälfte der Hallenwände bedecken, sind von ihm nicht nur gefördert, sondern sogar selbst gebaut.

Der Bedarf nach einer neuen Halle war bereits 2014 unter dem ehemaligen Bürgermeister Neulers, Manfred Fischer, angemeldet worden. Unter ihm wurde die Idee der Halle bis zur Planung und Konzeption durch Architekt Mathis Tröster gebracht. Zur Umsetzung fehlten aber die notwendigen Förderzusagen des Landes. Die frischgebackene Bürgermeisterin Sabine Heidrich stellte die Standortfrage nochmals zur Diskussion und erfuhr für eine Umplanung am jetzigen Standort in einer Bürgerbeteiligung ein klares Mandat.

Der direkte Anschluss an die Schlierbachhalle ermöglicht nun, die Nebenräume beider Hallen bei größeren Anlässen zusammenzuschließen. Außerdem profitierte auch die Brühlschule vom Umbau. Zum einen wurde für die Sporthalle ein veralteter Gebäudetrakt mit ungenutzten Klassenzimmern abgerissen und durch ein neues brandschutzgerechtes Treppenhaus ersetzt. „Dadurch, dass es keine Hauptschule mehr, sondern nur noch eine Grundschule ist, gab es gar nicht den Bedarf an diesen Klassenzimmern“, erklärt Heidrich.

Eine Bushaltestelle mit erhöhtem Einstieg und ein davon klar getrennter großzügiger Parkplatz zwischen Schule und Halle sorgen außerdem für eine höhere Sicherheit der Schüler vor und nach dem Unterricht. Dazu wurde die Ausrüstung der Fachräume überholt und es kam ein begrüntes Vordach zwischen Sporthalle und Brühlschule hinzu, das Schatten spendet oder bei Regen einen trockenen Weg in den Sportunterricht ermöglicht.

Finanzielle Unterstützung kam vom Land Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Stuttgart sowie dem Landratsamt Ostalbkreis. Außerdem habe der Förderverein Sport- und Schlierbachhalle die Finanzierung der Sporthallenausstattung durch zahlreiche Aktivitäten in beachtlichem Ausmaß gefördert, sagt Heidrich. Mit 3,2 Mio Euro konnte die Gemeinde so den Kostenrahmen einhalten, den sie sich gesetzt hat. Eine wichtige Rolle dafür habe auch die gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren im Entscheidungs- und Realisierungsprozess gespielt, lobt Heidrich. Zu diesen gehörten auch der Gemeinderat Neuler, die Brühlschule, der Turnverein Neuler und der Rock’n’Roll-Club Neuler-Schwenningen. VON SARAH PIRKER