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Die „aktiv50plus“ gibt’s diesmal nur digital

Das Messe aktiv50plus Orgateam auf einem Archivfoto von 2019 (v. l.): Gertraud Koch, Klaus Zell, Dietmar Babion, Karl-Heinrich Gils, Christian Walz, Dietmar Patent, Hermann Hagel, Thomas Münsch und Thomas Opitz, Uli Prestle und Ingrid Oschwald fehlen

Für viele Menschen im Landkreis, die sich in der reiferen Lebensphase befinden, ist sie seit Jahren ein fester Termin in ihrem Kalender: die Messe „aktiv50plus“, die immer im April auf dem Gigelberg in Biberach stattfindet.

BIBERACH - Ausgerechnet im Jahr des 20-jährigen Bestehens verhindert Corona die Neuauflage. Um den Geist der Messe aber auch dieses Jahr aufleben zu lassen, hat sich das Organisationsteam um Karl-Heinrich Gils von der Diakonie ein Online-Vortragsprogramm überlegt, das vom 19. bis 23. April stattfindet.

Unter dem Titel „mobil und daheim“ fand die Messe 2001 erstmals im Martin-Luther-Gemeindehaus in Biberach statt. „Wir wollten das Thema ,Wohnen im Alter’ stärker in die Öffentlichkeit tragen“, sagt Gils, der schon damals die Fäden in der Hand hielt. Bestärkt worden sei er damals vom Biberacher Sanitärunternehmer Ulrich Prestle. „Er hat die Wichtigkeit des Themas gesehen und uns ermutigt, die Messe im jährlichen Rhythmus zu veranstalten“, so Gils.

So geschah es dann auch. Die Nachfrage wurde größer, die Räumlichkeiten auch: Messeort war zunächst das Parkhotel Jordanbad (2004), ab 2005 unter dem heutigen Messenamen im Wechsel das Landratsamt und die Gigelberghalle. Seit 2012 findet die „aktiv50plus“ in der Gigelbergund der alten Stadtbierhalle sowie auf dem Freigelände davor statt. Rund 50 Aussteller waren 2019 mit dabei, als die Messe vor Corona letztmalig stattfinden konnte. Etwa 1000 Besucher waren aus dem gesamten Kreisgebiet gekommen.

Den Erfolg der Messe erklärt Christian Walz, Seniorenbeauftragter der Stadt Biberach und ebenfalls im Organisationsteam, mit ihrer Struktur: „Die Messe wird nicht von einer Eventfirma organisiert, die ihren Blick auf den wirtschaftlichen Gewinn der Veranstaltung richtet, sondern aus einem Organisationskreis aus Fachleuten, der seinen Blick auf die Themen richtet.“

So entstehe die Mischung aus ehrenamtlichen Organisationen, Wohlfahrtsverbänden, Institutionen und Kommunen sowie gewerblichen Ausstellern, die ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Verkauft wird auf der Messe übrigens nichts. „Trotzdem kommen auch die gewerblichen Aussteller gern, weil sie wissen, das wir hier ein zahlreiches und interessiertes Publikum haben“, sagt Gils. Unterschätzen dürfe man auch nicht den geselligen Faktor. „Die Begegnung bei Kaffee und Zopfbrot gehört mit dazu.“

Ausdrücklich wehren sich die Organisatoren dagegen, die Veranstaltung als „Seniorenmesse“ zu betiteln. „Sie richtet sich an Menschen ab 50 und nimmt thematisch die Zeit nach dem Berufsleben in den Blick“, sagt Thomas Münsch (Caritas), der ebenfalls zu den Organisatoren gehört.

Mit dem Onlineangebot an Vorträgen wolle man versuchen, zumindest einen Teil der Messebesucher digital zu erreichen, so Walz. Rund 100 Teilnehmer können sich pro Vortrag anmelden. Über die Online-Vorträge hinaus kann man bei allen Teilnehmern der „aktiv50plus“ über ihren jeweiligen Internetauftritt weitere Informationen einholen.