Reifenwechsel, Reparatur und Hauptuntersuchung in Zeiten von Corona

Viele Werkstätten bieten auch in der Corona-Krise Serviceleistungen und Reparaturen an. FOTO: COLOURBOX
Auch während der Corona-Krise bieten Autohändler und Fachwerkstätten einen umfassenden Service an. Von den staatlich angeordneten Schließungen sind momentan nur die Verkaufsräume betroffen. Neben der Beratung ist auch der Verkauf weiterhin bei vielen Autohändlern per Telefon, Mail oder soziale Netzwerke möglich. Wer sein Auto reparieren lassen, zur Inspektion oder Hauptuntersuchung bringen muss sowie auf Sommerreifen umrüsten möchte, sollte ebenfalls nicht zögern und nach einem Termin fragen. Die Fachwerkstätten sind auch in diesen schwierigen Zeiten für ihre Kunden da.

REGION - In einer Empfehlung des Bundesverkehrsministeriums an die Länder heißt es unter anderem, der Besuch einer Kfz-Werkstatt ist ein triftiger Grund, aufgrund dessen man die Wohnung verlassen darf.

Dazu zählen auch regelmäßige technische Untersuchungen wie die HU und eventuell damit verbundene Reparaturen, weil sie der Sicherheit im Straßenverkehr dienen. Wer Zweifel hat, ob die Wunschwerkstatt auch wirklich geöffnet hat, sollte sich dort telefonisch oder per Mail erkundigen, um unnötigen Kontakt vor Ort zu vermeiden.

Am Telefon wird erklärt, ob die gewünschte Leistung aktuell durchgeführt wird. Manche Werkstätten arbeiten auf Notbetrieb, sodass dringende Fälle priorisiert werden und einige Leistungen komplett wegfallen.

Auch die Werkstätten halten in den Arbeitsräumen und beim Umgang mit den Fahrzeugen selbstverständlich alle vorgeschriebenen Hygienebestimmungen ein, um Kunden und Mitarbeiter nicht zu gefährden. (mf/red)
  

Gute Gründe, eine Kfz-Fachwerkstatt aufzusuchen

Autoreparatur: Springt das Auto gar nicht mehr an, ist die Frage einfach, denn selbstverständlich handelt es sich in diesem Fall um einen Notfall. Als Notfälle gelten auch sämtliche Reparaturen, die sicherheitsrelevant sind. Denn werden diese nicht durchgeführt, muss das Auto stehen bleiben. Mit einem Kratzer im Lack muss man im Notfall allerdings noch ein paar Wochen leben.

HU: Die Hauptuntersuchung ist nach wie vor Pflicht, ansonsten kann es bei einem Unfall zu Problemen mit der Versicherung kommen. Normalerweise droht ein Verwarnungsgeld, wenn die Frist um mehr als zwei Monate überzogen wird. Wegen der Corona-Krise empfiehlt das Bundesverkehrsministerium den Prüforganisationen nun, Fristüberschreitungen von bis zu vier Monaten zu erlauben.

Reifenwechsel: Die Temperaturen sind in weiten Teilen Deutschlands seit Wochen so hoch, dass ein Reifenwechsel durchaus in den nächsten Wochen ansteht.
  

Jetzt ist die Zeit für Sommerreifen

Mit den steigenden Temperaturen ist der Reifenwechsel jetzt sinnvoll. FOTO: DJD
Mit den steigenden Temperaturen ist der Reifenwechsel jetzt sinnvoll. FOTO: DJD
Viele Autofahrer fragen sich: Brauche ich Sommerreifen wirklich noch? Was sollte beim Reifenkauf beachtet werden? Ob und wann ein Wechsel sinnvoll ist, verrät ein Blick auf so manche Mythen, die es rund um den Reifenwechsel gibt.

Mythos 1: Mit guten Winterreifen kann man durch den Sommer fahren.

Untersuchungen zeigen, dass Winterreifen im Sommer häufig längere Bremswege haben. „Das liegt an der speziellen und weichen Gummimischung von Winterreifen“, erklärt Mike Rignall, Marketing Manager von Toyo Tire Europe. Sommerreifen bieten hingegen beispielsweise bei Regen und hohen Asphalttemperaturen bessere Aquaplaning-Eigenschaften und mehr Fahrstabilität. Wer sicher unterwegs sein will, sollte dem Credo des Deutschen Verkehrssicherheitsrats folgen: Winterreifen im Winter, Sommerreifen im Sommer.

Mythos 2: Es müssen immer Premium-Reifen sein.

Aktuelle Reifentests wie der des Auto Club Europa (ACE) zeigen eindrücklich, dass auch Reifen aus dem mittleren Preissegment hervorragende Leistungen erbringen und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Mythos 3: Die Sommerreifen vom letzten Jahr können ohne Probleme neu aufgezogen werden.

Prüfen geht über Ausprobieren - und Unwissenheit birgt die größte Gefahr. Mike Rignall empfiehlt: „Reifen sollten vor jedem Wechsel auf ihre Einsatzfähigkeit geprüft werden.“ Die wichtigsten Kriterien seien dabei: Profiltiefe, Reifenalter und Schäden. "Die Experten im Fachhandel sind dafür die richtigen Ansprechpartner."

Mythos 4: Reifen sind doch sowieso alle gleich.

Schwarz und rund: Auf den ersten Blick wirkt es so, als gäbe es keine großen Unterschiede zwischen den Reifen verschiedener Fabrikate. Umso mehr empfiehlt es sich, bei der Auswahl der Reifen achtsam vorzugehen und auf unabhängige Tests von Prüfgesellschaften oder Automobilklubs zu achten. Diese zeigen erhebliche Unterschiede bei den unterschiedlichen Leistungsmerkmalen auf und küren häufig auch einen Preis-Leistungs-Sieger, der in der Regel eine gute Wahl ist.

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