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Durch Transformation zum Erfolg

Bereit, die 150-jährige Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben: CONTINENTAL. FOTO: CONTINENTAL

2021 ist für Continental ein besonderes Jahr: Am 8. Oktober wird das Unternehmen 150 Jahre alt. Continental blickt auf eine Erfolgsgeschichte zurück, die bis ins Jahr 1871 zurückreicht, als das Unternehmen in Hannover gegründet wurde. Es gibt natürlich eine ganze Menge aus dieser Geschichte zu erzählen. Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Abschnitte aus 150 Jahren Innovation und Fortschritt - und ein spannender Blick in die Zukunft.

Die Keimzelle der heutigen Continental AG wurde 1871 vom Bankier Moritz Magnus gegründet. Ein wichtiger Meilenstein folgt dann im Jahr 1892: Continental ist das erste deutsche Unternehmen, das Luftreifen für Fahrräder herstellt.

Continental

Das Bild eines wilden Pferdes erscheint 1875 erstmals auf Continental-Produkten und basiert auf dem Wappen der Stadt Hannover. 1882 wird es zum offiziellen Warenzeichen des Unternehmens.

Die Continental Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie wird am 8. Oktober 1871 in Hannover 15 Jahre vor der Herstellung des ersten Automobils gegründet. Das Hauptwerk in der Vahrenwalder Straße produziert gummiertes Gewebe für Regenmäntel, Thermosflaschen und Vollgummireifen für Fahrräder und Kutschen. Die Entscheidung für Hannover als Gründungsort ist kein Zufall. Die Stadt ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein geschäftiger Industriestandort mit technischen Werken, Webereien und Textilfabriken und sogar Luxus-Chocolatiers. Hannover ist bereits seit 1843 durch eine direkte Eisenbahnstrecke mit dem Rest Deutschlands verbunden.

Bereits in seinen jungen Jahren musste Continental durch unruhige Fahrwasser: Trotz prinzipiell günstiger Umstände – Kautschuk entwickelte sich zunehmend zu einem vielseitig eingesetzten Rohstoff – stand das 1871 von neun hannoverschen Industriellen und Bankiers gegründete Unternehmen bald vor schwerwiegenden Herausforderungen: Die Kasse war bald leer und das Gründungskapital schnell aufgebraucht.

Ein Managementwechsel folgte auf den anderen. Hinzu kam eine Wirtschaftskrise besonderen Ausmaßes. Sie riss viele Branchen in Deutschland in die Rezession. Schon zuvor waren in der noch jungen Kautschuk- und Gummibranche mehrere Betriebe in Konkurs gegangen. Sich dieser Herausforderungen bewusst, ließen sich die Gründer jedoch nicht entmutigen. Sie glaubten an das enorme Markt- und Zukunftspotenzial des neuen Werkstoffs Kautschuk und setzten alles daran, Continental von einem risiko- und mängelbehaftetem Startup-Business hin zu einem etablierten Unternehmen zu führen. Wissenschaftsbasierte Produktentwicklung – darauf setzte man bereits in diesem frühen Abschnitt der Unternehmensgeschichte. Bereits damals verfügte Continental über ein eigenes Forschungslabor. Das trug, unter der Leitung von Adolf Prinzhorn, schrittweise dazu bei, dass sich Continental zu einem marktbeherrschenden deutschen Unternehmen der Kautschukindustrie entwickelte.

Vom Reifenhersteller zum Automobilzulieferer

Seit 1991, also knapp 30 Jahren, entwickelt sich Continental zum Automobilzulieferer und Systemlieferant – als einziger Reifenhersteller weltweit. Der Bereich Automotive wurde in den Folgejahren kontinuierlich strategisch ausgebaut. Neben Reifen produzierte das Unternehmen so nun auch Systemlösungen – mit dieser Veränderung einher ging ein Imagewandel vom Reifenhersteller zum modernen Technologieunternehmen.

Durch Akquisitionen und gezielten Einstieg in immer weitere Märkte wird Continental zu einem kulturell sehr heterogenen und in seiner Belegschaftsstruktur stark ausdifferenzierten Unternehmen.

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 und ein Übernahmeversuch bedeuteten Unsicherheiten innerhalb des deutschen Automobilzulieferers. Diese konnte Continental im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs der nachfolgenden Jahre jedoch wieder beseitigen. Um auf solche Entwicklungen künftig besser vorbereitet zu sein, widmete sich Continental in dieser Transformationsphase wieder vermehrt der Förderung seiner Netzwerkkultur und der weiteren Integration organisatorischer und kultureller Einheiten.

Continentals Herz schlägt für Mobilität – damals wie heute

Als Vorreiter ihrer Branche produzierte Continental ab 1892 Luftreifen für Fahrräder. Diese neue Art von Reifen ermöglichte eine sichere und komfortable Fahrt über Pflastersteine – wie sie zum Beispiel 1899 ringsum das Werk Vahrenwald verlegt waren.

Heute bereitet Continental den Weg für eine nachhaltige Mobilität in der Zukunft. Mit dem Versuchsfahrzeug CUbE, kurz für Continental Urban Mobility Experience, legt das Unternehmen den Grundstein für künftige Technologien, um fahrerlose Mobilität weltweit zu testen. Mit dem per App gesteuerten autonomen Fahrzeug wird in Japan, China, Singapur und den USA der Personentransport erforscht.

Ziel ist es, Staus, Unfälle, Luftverschmutzung und Parkplatznot in Städten zu reduzieren und somit die Städte trotz steigender Bevölkerungszahlen zu entlasten.

Continental dreht den Reifen weiter

Reifen ist nicht gleich Reifen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts Fahrradreifen und Autoreifen ausschließlich im Werk an der Vahrenwalder Straße in Handarbeit gefertigt wurden, werden die Continental-Reifen heute in 16 Ländern produziert.

Im Gegensatz zu damals erfolgt die Produktion heute ausschließlich in (teil)-automatisierten Prozessen. Auf diese Weise werden der kleinste und größte Reifen im Portfolio gefertigt. Mit einem Gesamtdurchmesser von nur 105mm ist der MH 20, der insbesondere für Gabelstapler genutzt wird, der mit Abstand kleinste Reifen im gesamten Portfolio.

Continental hat in ihrer 150-jährigen Geschichte einiges überstanden: diverse staatliche Regulierungsökonomien, zwei Weltkriege, eine Hyperinflation, vier Währungsreformen, diverse Börsencrashs und mindestens fünf Weltwirtschaftskrisen. Man ist also „mit allen Wassern gewaschen“ – und bereit, so die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.