Regionale Produkte tun uns gut

    

Lebensmittel, deren Herkunft man kennt: Fleisch- und Wurstwaren vom Metzger, Milchprodukte, Bier, Felderzeugnisse. FOTOS: ROLF VENNENBERND/DPA, ANDREA WARNECKE/DPA, RALF HIRSCHBERGER/DPA, BARBARA BRAIG, PATRICK SEEGER/

Erst vor wenigen Wochen ist das Erntedankfest gefeiert worden. Dieses beruht auf einer alten Tradition und macht uns bewusst, wie groß die Vielfalt der in der Region produzierten Lebensmittel ist. Ein Gut, das man schätzen sollte.

REGION - Würde man einen Tisch decken und darauf nur Lebensmittel arrangieren, die in unserer Heimat produziert werden: Der Anblick wäre bunt, das Angebot vielfältig. Gerade jetzt im Herbst hält Mutter Natur so viel Gutes bereit wie zu keiner anderen Jahreszeit.

Weißenhorner Milch Manufaktur

Auf der Tafel würden orangefarbene Kürbisse um die Wette strahlen mit rotbackigen Äpfeln und gelben Birnen. Der Duft nach frisch gebackenem Brot lockte ebenso zu Tisch wie aromatischer Käse, frische Milch und herzhafte Fleisch- und Wurstwaren.

Dazu gesellen sich fast noch nestwarme Eier, robuste Herbstsalate und zum Löschen des Dursts frische Obstsäfte, prickelndes Mineralwasser, würziges Bier und gesunder Kräutertee.

Es ist ein Stück Sicherheit: Das Bewusstsein, dass unser Land uns ernähren kann. Dass Lebensmittel nicht um den halben Globus fliegen müssen, sondern vor Ort produziert werden, und das in einer Qualität, die sich an höchsten Standards orientiert. Diese Sicherheit gilt es zu unterstützen und zu erhalten – gerade jetzt, in Zeiten, die nicht einfach sind.

Früher war es ganz normal, dass fast ausschließlich Lebensmittel aus der Region auf den Tisch kamen. Meist geschah dies aus dem wirtschaftlichen Zwang heraus, Geld zu sparen. Auch war das Angebot nicht so vielfältig wie heute. Was den Menschen damals nicht bewusst war: In unserer Heimat reifen je nach Jahreszeit die Produkte, die der Jahreszeit entsprechend am gesündesten für uns sind.

Im Frühjahr gibt es vitaminreiche Salate, im Frühsommer locken süße und säuerliche Beeren, die auch zellschützende Eigenschaften haben. Später kommen Sommergemüse wie Tomaten und Gurken dazu, und im Frühherbst kann man den Hunger auf Süßes mit Zwetschgen, Birnen und Äpfeln stillen.

Der Herbst wartet mit Robustem wie Kürbissen, Kartoffeln, Karotten oder Steckrüben auf. Vieles davon lässt sich für die Wintermonate konservieren, trocknen, einlegen oder einfrieren.

Doch Weiß- und Rotkraut, Karotten, Kartoffeln und Äpfel lassen sich auch ohne spezielle Verarbeitung gut bis ins neue Jahr hinein lagern, wenn geeignete Kellerräume vorhanden sind.

Wer über keine passenden Räumlichkeiten verfügt, muss deshalb jedoch nicht auf Frisches aus der Region verzichten, denn auf Wochenmärkten und in Hofläden gibt es optimal gelagertes Obst und Gemüse auch zu kaufen. Hier gibt es auch frische Winterkost wie Feldsalat, Portulak oder Rosenkohl – frostresistente Pflanzen, die auch noch im Winter geerntet werden können. bbr