Jörg Kaltenbach startet dritte Amtszeit Image 1

Jörg Kaltenbach startet dritte Amtszeit


Jaeger Heizungsbau

Mühlheim und Stetten haben sich zum dritten Mal in Folge für Jörg Kaltenbach als ihren Bürgermeister entschieden.

Herr Kaltenbach, warum wollten Sie Bürgermeister der Stadt Mühlheim bleiben?

Die Menschen in Mühlheim und Stetten haben mir vor 16 Jahren als jungem Mann mit gerade einmal 29 Jahren und noch nicht allzu viel Berufs- und Lebenserfahrung ihr Vertrauen geschenkt. Sie haben darauf vertraut, dass ich dieser verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen bin. Von Anfang an bis zum heutigen Tag habe ich das Gefühl gehabt mit der richtigen Aufgabe am richtigen Platz zu sein – ein sehr schönes Gefühl.

Meine Frau, meine Kinder und ich fühlen uns hier rundum wohl. Mühlheim und Stetten sind in den vergangenen 16 Jahren zu unserer Heimat geworden.

Auch seitens der Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinde- und Ortschaftsrat durfte ich vom ersten Tag an bis heute eine gegenseitige Vertrauensbasis und ein starkes Bewusstsein der gemeinsamen Verantwortung gegenüber den uns anvertrauten Bürgerinnen und Bürgern erfahren. Ich habe versucht, dieses Vertrauen durch großen Arbeitseinsatz, ein Begegnen auf Augenhöhe, Ehrlichkeit und Fairness zurückzuzahlen.

Die Entscheidung für eine erneute Kandidatur leicht gemacht haben mir meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Wir bilden zusammen ein hochmotiviertes Team. Ich verlange viel von meinen Mitarbeitern, aber nichts Unmögliches. Ich respektiere und schätze jeden einzelnen als wichtigen Teil des Großen und Ganzen.

Am Ende ist und bleibt der Gemeinderat das Hauptorgan und damit der Richtliniengeber für die politischen Weichenstellungen in unserer Stadt. Ich sehe mich als Teil dieser Mannschaft und zugleich als Kapitän, dem eine besondere Rolle und Verantwortung zukommt.

Was haben Sie in Mühlheim und Stetten seit 2005 vorangebracht?

Wir haben in den vergangenen 16 Jahren allein im Kernhaushalt fast 40 Millionen Euro in die Entwicklung unserer Stadt investiert. Besondere Meilensteine waren sicher die Neustrukturierung und Zukunftssicherung unserer Wasserversorgung, die harmonische Fusion unserer beiden Feuerwehrabteilungen, der Bau eines gemeinsamen Feuerwehrmagazins oder die Erweiterung und Modernisierung unserer Verbandskläranlage und des Abwasserzweckverbandes. Alle vier Kindergärten wurden im Schulterschluss mit den Kirchengemeinden entweder erweitert oder saniert, die Realschule durch ein neues Gebäude zur Ganztagesschule weiterentwickelt und mehrere öffentliche Gebäude saniert.

Besonders herausfordernd war die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Am Nussbühl“ auf dem ehemaligen SKF-Areal. Zudem haben wir neben der Neugestaltung des Alten Schulplatzes auch und gerade für die Oberstadt und den Ortskern von Stetten durch die Sanierungssatzungen und die Aufnahme ins ELR-Programm wichtige Weichenstellungen vornehmen können. Auch die Gründung der Nachbarschaftshilfe und das Entwickeln neuer Bestattungsformen auf beiden Friedhöfen ist für viele Menschen wichtig und ein Gewinn.

Was ist nicht ganz ideal gelaufen, seit Sie Bürgermeister sind?

Wer viel macht, macht zwangsläufig auch Fehler. Ich weiß, dass ich manchmal etwas zu forsch bin und mich eine gewisse Ungeduld bei der Umsetzung unserer Ziele begleitet. Mit den Jahren wächst die Erfahrung und die Gelassenheit gerade auch in schwierigen Situationen.

Ich ärgere mich nach wie vor, dass wir die eigentlich sehr gute Konzeption für ein Nahwärmenetz durch eine gelinde gesagt suboptimale Bauphase und eine schlechte Kommunikation mit unseren Kunden während der damaligen Bauzeit viel Vertrauen verloren haben. Dieses fehlende Grundvertrauen in dieses Projekt bereitet uns auch heute noch fast zehn Jahre später große Akzeptanzprobleme.

Generell müssen wir in unserem Land das Tempo für neue Projekte und Veränderungen erhöhen. Ansonsten werden wir auf Sicht im weltweiten Wettbewerb abgehängt. Wir müssen eine neue Fehlerkultur entwickeln, mutiger werden und deutlich sagen: auch und gerade das Nichts tun und das ewige Abwägen, kann ein sehr großer Fehler sein. Der Klimaschutz ist dort wohl das beste Beispiel.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Da mein Beruf sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, ist meine Familie mit unseren drei Kindern Sara, Maria und Bruno mein Schönstes und Wichtigstes „Hobby“. Zudem bin ich von Kindesbeinen an begeisterter Fußballer und sehr gerne in den Bergen unterwegs – im Sommer beim Wandern und im Winter beim Skifahren oder Langlaufen. Zudem lese ich sehr gerne und freue mich,, wenn ich die Zeit finde, zusammen mit meiner Frau kulturelle Veranstaltungen zu besuchen.