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Die Kunst des Kultivierens in Sigmarszell

 


Heimpel GmbH Fensterfachbetrieb

Mit rund 800 Hektar Anbaufläche ist die Bodenseeregion prädestiniert für den Obstbau. Die Versuchsstation in Schlachters ist deshalb eine bedeutende Anlaufstelle, die sich um den Erhalt sowie um die Steigerung von Qualität und Menge heimischer Obstsorten kümmert. Ein weiteres zukunftsweisendes und nachhaltiges Projekt stellt die Solidarische Landwirtschaft dar, die von einem Sigmarzeller Bio-Hof betrieben wird.

Die ehemalige "Obstbauschule Schlachters" diente in ihrer über 100-jährigen Geschichte der Aus- und Fortbildung im Obst-, Wein- und Gartenbau. Heute ist die im Landkreis Lindau gelegene Versuchsstation organisatorisch dem Institut für Gartenbau zugeordnet und forscht praxisnah auf rund 8 Hektar Fläche im Bereich Kernobstforschung. Neben der Ausbildung von Gärtnern im Obst- und Weinbau sorgt sich die Versuchsstation auch um die experimentelle Unterstützung von Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Für die rund 200 Familienbetriebe in der 800 Hektar umfassenden bayerischen Obstanbauregion am Bodensee bietet die Versuchsstation außerdem einen wertvollen Treffpunkt für Informationen und Fortbildung. So erfahren sie über die Station, wie die jeweiligen Obstsorten mit veränderten klimatischen Bedingungen, Umweltgiften oder andere Schädlingsbedrohungen zurechtkommen. Zudem kümmert sich die Versuchstation um die Steigerung von Qualität und Menge heimischer Obstsorten. Hierfür werden unter anderem im Rahmen eines zehnjährigen Forschungsprojekts etwa alte Kernobstsorten, die im Regierungsbezirk Schwaben wachsen, ausgewählt, gesammelt und im Sortenerhaltungsgarten an der Versuchsstation in Schlachters angepflanzt. Aktuell wachsen dort rund 300 verschiedene Apfel- und Birnensorten heran.

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Die Solidarische Landwirtschaft

Seit vier Jahren produziert der Hagenhof in Sigmarszell Gemüse für eine Verbrauchergemeinschaft, die sich Risiko, Kosten, Verantwortung und die Ernte teilt. Die Verbraucher profitieren von solidarischen Landwirtschaft, die ihnen eine Versorgung mit regionalen, ökologischen und nachhaltigen Produkten ermöglicht, sowohl von der Qualitätsgarantie als auch von dem Wissen, wo und wie das Gemüse angebaut wird. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Solidarischen Landwirtschaft (solawi) war für die Betreiber des Hagenhofs außerdem, dass die Umwelt damit entlastet und die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen gestärkt werden. So haben die Verbraucher auch die Möglichkeit, selbst an der Produktion ihrer Lebensmittel mitzuwirken, indem sie einmal im Monat freiwillig auf dem Acker mithelfen dürfen. „Das gemeinsame Wirken und der Austausch auf dem Feld verbindet und ist ein toller Nebeneffekt dieser außergewöhnlichen und nachhaltigen Wirtschaftsform“, sind sich Sophia und Markus Hagen vom Hagenhof einig. Inzwischen zählt der Hagenhof 105 Abnehmer aus Sigmarszell und den umliegenden Gemeinden. Sie erhalten wöchentlich ihre Anteile aus 40 verschiedenen Gemüsesorten.

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Jörg Agthe
Bürgermeister von Sigmarszell

...beschreibt das Leben in der Gemeinde als herzlich, naturverbunden und liebenswert.

Am liebsten verweilt er in Sigmarszell an der Lourdeskapelle.