Neuer Pächter in der „Gerberwiesen“

Die Pächterfamilie mit Rosemarie Maier-Herold, Aline Maier und Peter Maier (von links). FOTOS (3): BERND BAUR
Die Gartenwirtschaft „Gerberwiesen“ in Schwendi öffnet nach zweimonatiger Pause wieder am Freitag, 6. März. Neuer Pächter des gastronomischen Betriebes mit Indoor-Restaurant und Biergarten ist der Schwendier Peter Maier.

SCHWENDI – 2006, im Jahre des fußballerischen Sommermärchens, hat der Schwendier Unternehmer Willi Schmid am südlichen Ende des Gewerbegebietes „Gerberwiesen“ eine Gartenwirtschaft eröffnet.

Durch gestalterische und bauliche Weiterentwicklungen hat er seither dieses Refugium zwar nicht zu einer Märchenwelt, aber zu einer veritabel einladenden grünen Gastronomieoase (200 Plätze im Freien) verwandelt. Seit einigen Jahren gehört auch ein Restaurant dazu, dessen knapp 80 Plätze bei schlechtem Wetter oder in den Wintermonaten genutzt werden können und dadurch eine Nutzung das ganze Jahr über erlauben.

Die bisherigen Pächterinnen hatten ihr Engagement zum Ende des Jahres 2019 beendet. Auf der Suche nach einem neuen Betreiber ist Willi Schmid relativ schnell fündig geworden.
  
Schwäbisch und Englisch an der Kassen- und Getränkeausgabentheke.
Schwäbisch und Englisch an der Kassen- und Getränkeausgabentheke.
Der 62-jährige Peter Maier aus Schwendi hat sich entschieden, die Gartenwirtschaft zu übernehmen. Peter Maier ist seit einigen Jahren in der Gastronomieszene unterwegs und weist Vorerfahrungen im Restaurantbetrieb auf. Aktuell erfüllt er mit seinem Gockelmobil (am Dienstag in Dietenheim, am Freitag in Schwendi) und bei entsprechenden Temperaturen mit dem Eiswagen die Wünsche seiner Kunden.

Mit der Gartenwirtschaft „Gerberwiesen“ weitet er dieses Engagement nun deutlich aus. Zur Seite stehen ihm dabei seine Ehefrau Rosemarie Maier-Herold und, wenn es die Zeit zulässt, seine 20-jährige Tochter Aline Maier, die sich in der Ausbildung zur Erzieherin befindet.

Dass es gegenwärtig oftmals nicht einfach ist, Personal für gastronomische Aktivitäten zu finden, hat Rosemarie Maier-Herold nicht sofort ja sagen lassen zu der Idee ihres Mannes, die Gartenwirtschaft zu übernehmen.

Doch letztendlich waren es die Schönheit des Biergartens, der Umgang mit den Menschen und eine konzeptionelle Änderung gegenüber der bisherigen Praxis (Gartenwirtschaft mit Bedienung), die Rosemaire Maier-Herold positiv stimmten. „Ganz ohne Wirtschaft geht es vielleicht doch nicht, ich mag den Kontakt mit Menschen“, lacht die 57-Jährige.

Ab jetzt gilt Selbstbedienung in der Gartenwirtschaft  
  
Zwei Kartenstammtische treffen sich schon jede Woche in der Gartenwirtschaft.
Zwei Kartenstammtische treffen sich schon jede Woche in der Gartenwirtschaft.
Gleichzeitig verweist sie darauf, dass sich in der Gartenwirtschaft nun das grundlegende Konzept verändert hat. Wurden die Gäste bisher an den Tischen bedient, so gibt es ab sofort Selbstbedienung. In einer Lokalität dieser Art nichts Ungewöhnliches. „In Biergärten ist dies durchaus üblich. Ich erfinde hier das Rad nicht neu“, sagt Peter Maier. Er ist sich sicher, „dass die Leute das annehmen“.

Im Innenbereich der Wirtschaft, wo die Getränke und Speisen bestellt werden, gibt es nun einen Thekenbereich mit zwei Ausgabestellen – für Getränke und Speisen getrennt. Abholbereite Speisen werden dem Gast durch einen vibrierenden sogenannten Pager (Gastfunkruf) signalisiert.

Die Pächterfamilie Maier und zirka sieben weitere Kräfte (Küche und Ausschank) werden sich in der Gartenwirtschaft fortan um das kulinarische Wohl der Gäste kümmern. „Wir wollen das Ambiente einladend gestalten und die Gäste mit dem Angebot an Speisen und Getränken zufriedenstellen, sodass sie gerne herkommen“, sagt Rosemarie Maier-Herold.

Radfahrer, Ausflügler und Gäste, die den Feierabend genießen wollen: Die Gartenwirtschaft soll für alle eine Anlaufstelle zur gemütlichen Einkehr sein. In Absprache mit Peter Maier können Interessierte dort auch Geburtstage und Familienfeste feiern.

Bereits etabliert haben sich zwei Stammtische, deren Teilnehmer dem Kartenspiel frönen. Und zusätzlich zu all dem will der Pächter auch selber Veranstaltungen in der Gartenwirtschaft durchführen. Bisher geplant sind ein Preisschafkopfen Anfang April und die Wiederauflage des Oldtimertreffens am 26. Juli. Nach wie vor im Programm hat Peter Maier das beliebte Jedermannsingen.

Immer am letzten Donnerstag des Monats werden auch künftig Anton Kramer und seine Wirtshausmusikanten in der Gartenwirtschaft aufspielen und die Gäste zum Singen einladen. beb

Spezialitäten aus der Region

Einladend im Restaurant mit viel Holz. FOTOS (3): BERND BAUR
Einladend im Restaurant mit viel Holz. 
FOTOS (3): BERND BAUR
Während der Biergartensaison von Mai bis August hat die Gartenwirtschaft „Gerberwiesen“ jeden Tag geöffnet. Von September bis April gönnt sich die Pächterfamilie Maier am Dienstag und Mittwoch einen Ruhetag.

SCHWENDI – Die Gäste können das ganze Jahr über aus einer klassischen Biergarten-Speisekarte etwas auswählen. Hierzu zählen unter anderem warme Seelen (unterschiedlich belegt), diverse Wurstsalate und verschiedene warme Wurstspeisen (etwa Wiener, Currywurst, Luthrische).

Aus der Küche kommen aber auch gebackener Camembert mit Preiselbeeren und Toastbrot, Mozarella mit Tomaten, ein sauer angemachter Romadur und Presssack sowie Sulzen (saisonal). Für die kleinen Gäste gibt es zusätzlich Chicken-Dinos, mit oder ohne Pommes.

Jeden Freitag parkt Peter Maier sein Gockelmobil (von 11 bis 14 Uhr steht es in der Schillingstraße 16) von 16 bis 19 Uhr an der Gartenwirtschaft. Frische Hähnchen gegrillt können Hungrige dann dort abholen oder sich aber in der Gartenwirtschaft schmecken lassen.
  
Immer Sonntags hält die Gartenwirtschaft ab 13 Uhr eine größere Auswahl an Kuchen bereit, und das zum Mitnehmen oder zum Verzehr vor Ort.

In den wärmeren Monaten stehen in einer Eistheke verschiedene Sorten zur Auswahl.

Bei der Belieferung mit Lebensmitteln setzt Peter Maier auf regionale Anbieter. Brot und Kuchen liefert die Bäckerei Hörmann aus Schwendi, die Wurst stammt von der Metzgerei Sax, ebenfalls Schwendi. Getränkelieferant ist Manfred Schoch aus Orsenhausen.

Im Ausschank ist das Schussenrieder Bier und bei den Weinen kommt der gute Tropfen von der Remstalkellerei Weingärtner.

Zur Eröffnung stehen allen die Türen offen

Am Freitag, 6. März, wird die Gartenwirtschaft unter der Regie von Peter Maier und seinem Team offiziell eröffnet.

Der Start wird aber nicht mit geladenen Gästen und einer geschlossenen Gesellschaft gefeiert: Nein, die Türen dieser neu ausgerichteten gastronomischen Adresse in Schwendi stehen bei der Eröffnung (ab 16 Uhr) für alle offen.

Musikalisch wird Jürgen Breitinger mit seiner Band „Nextversion“ ab 19 Uhr für Unterhaltung sorgen. Neben dem Angebot aus der normalen Speisenkarte bietet Peter Maier an diesem Tag seinen Gästen ein spezielles Angebot (solange der Vorrat reicht): Ein halbes gegrilltes Hähnchen und ein Getränk (Soft oder Bier) zum Preis von fünf Euro. Diese Aktion wiederholt er dann auch am Samstag.

Öffnungszeiten

Von September bis April gelten in der Gartenwirtschaft „Gerberwiesen“ in Schwendi ab sofort folgende Öffnungszeiten: Montag: 16 bis 22 Uhr Donnerstag bis Samstag: 16 bis 22 Uhr Sonntag: 13 bis 20 Uhr Dienstag und Mittwoch: Ruhetag

In den vier Sommermonaten Mai bis August ist die Einkehr in der Gartenwirtschaft an sieben Tagen der Woche möglich. Von Montag bis Samstag zwischen 15 und 22 Uhr, am Sonntag von 13 bis 20 Uhr. beb
  

Kontakt

Gartenwirtschaft „Gerberwiesen“ Schwendi
Gerberwiesen 5
88477 Schwendi
Telefon 07353/9842230
E-Mail: info@gawi-gewi.de
  
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