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Gute Zusammenarbeit. Ehrlich, kräftig, handgemacht

Ozlem Günay, Robert Riedesser, Gerd Nieth und Reinhold Schnell

Lange schon wollte Neukirchs Bürgermeister Reinhold Schnell für seine Gemeinde eine Einkaufsmöglichkeit im Ort. Doch die Suche nach einem Partner war für den Ort nicht leicht. Mit Özlem Günay und Gerd Nieth sind nun endlich Betreiber gefunden, die schon viel Erfahrung im Einzelhandel mitbringen.

Neukirch - „Wir freuen uns sehr auf die Eröffnung des nahkauf Tante Emma“, sagt Bürgermeister Reinhold Schnell. „Wir hoffen sehr, dass die Gemeinde das Angebot auch annehmen wird.


Rechthaler

Das große Projekt hat viel von Bürgermeister Schnell und seinem Kämmerer Robert Riedesser gefordert. Besonders die Setzung des Untergrunds war ein Schock und hat den Ablauf stark verzögert. „Hinzu kamen dann noch Herausforderungen durch Corona, Firmen- und Materialverfügbarkeit haben ihr Übriges getan“, erzählt Bürgermeister Schnell.

Doch die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt - immerhin ist ein großer und moderner Nahkauf entstanden, der dank seines Standorts nicht nur für die Neukicher sehr gut zu erreichen ist. Da er direkt an der Landstraße zwischen Wangen und Tettnang steht, ist er auch für Pendler und Bürger aus der Umgebung sehr gut gelegen. „Auch die Öffnungszeiten von 6.30 bis 20 Uhr sind wirklich kundenfreundlich. Für die Gemeinde ist der nahkauf Tante Emma ein echter Gewinn“, freut sich der Bürgermeister.

Das liegt auch an der guten Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und den Betreibern des Supermarkts. „Das Besondere an unserem nahkauf ist, dass wir als Gemeinde investiert und gebaut haben“, erklärt Robert Riedesser. „Das ist nicht das übliche Verfahren. Aber es war die Bedingung, um den nahkauf in unsere Gemeinde zu holen.“

Auch innerhalb des Gemeinderats lief die Abstimmung sehr harmonisch ab: „Der Gemeinderat hat von Anfang an mitgezogen - und das obwohl es für eine Gemeinde in unserer Größe um eine beträchtliche Summe ging.

Dass der nahkauf wirklich für die Bürger gedacht und gemacht ist, zeigen die Betreiber auch anhand vieler Aktionen: „Wir haben eine Kooperation mit ausgewählten Vereinen. Die Mitglieder erhalten innerhalb von sechs Monaten ein Prozent ihres gesamten Einkaufswerts in Form einer Spendenquittung zurück. Vereine, erhalten Rabatte, wenn sie bei uns für ihre Feste einkaufen. Außerdem beteiligen wir uns auch als Sponsor gerne an Aktionen örtlicher Vereine und Einrichtungen. Und zu guter Letzt richten wir am Leergut-Automaten zwei Spendenboxen ein - eine für ‚Ein Herz für Kinder’, die andere für örtliche Vereine “, erklärt Gerd Nieth.

Im nahkauf Tante Emma wird es auch frische Backwaren der Bäckerei Schwarz geben. Ehrlich, kräftig, handgemacht: So lautet einer der wichtigsten Leitsprüche in der Allgäuer Backstube Schwarz. „Die Verlockung bequem am nächsten Brotautomaten im Discounter sein Brot mitzunehmen ist natürlich da, aber wir wollen erreichen, dass unsere Kunden ihren Geschmack für das Echte, Ursprüngliche im Brot entdecken. Brot backen ist eine Kunst und nicht künstlich“, das sagt Geschäftsführer Thomas Neumann über die Geschäftsphilosophie. Und der Chef weiß, wovon er spricht: Seine Kindheit und Jugend hat er auf der Mühle seiner Familie verbracht. Zwischen Schrot und Korn, zwischen Walzenstühlen und Sichtern. Denn wer ein Brotrebelle werden will, der muss früh damit beginnen. Larissa Rusche