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Das Beste vom Besten, was Brass zu bieten hat


Volle Hütte beim Musikprob Brass Festival.

Schon alleine sie wird für absolute Gänsehaut sorgen: Mit Joan Faulkner tritt eine der weltbesten Jazz- und Gospelsängerinnen auf. Aber auch sonst hat das Pfullendorfer „Musikprob Brass Festival“, das dieses Jahr von Donnerstag, 2. bis Sonntag, 5. September auf dem Seeparkgelände stattfindet, absolutes internationales Format. 33 Spitzenbands aus dem Bereich der Blechblasmusik (engl: Brass = Messing) geben sich auf zwei Bühnen vier Tage lang quasi das Trichtermundstück in die Hand bzw. an die Lippen. Besonders stolz ist Veranstalter Ewald Restle auf das Szenen-Urgestein „Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten – Das Original“. Weitere Highlights sind das Gesamtspiel mit Orchester am Samstag und der Gottesdienst der etwas anderen Art namens „Brass & Praise“ am Sonntagmorgen.

PFULLENDORF - „Das ist der Eurovision della Blasmusik“, freut sich Veranstalter Ewald Restle, „bei uns tanzt alles an.“ Über zwei Jahre haben Restle und sein Team für dieses erlesene Blasmusikfeld geschuftet. Eigentlich hätte das Fünfjährige ja bereits 2020 gefeiert werden sollen, wurde aber durch Corona mehrmals verschoben. Jetzt aber ist die „Musikprob 5.0“ fix. Und – was Ewald Restle fast noch mehr freut – mit 90 Prozent der Besucher, die den Eintritt bereits für 2020 gebucht hatten. „Die haben ihr Ticket bei jedem Verschieben behalten, was mich unheimlich freut.“ In absoluten Zahlen heißt das: Weit über 2000 Tickets sind verkauft. Es gibt noch welche, aber ausschließlich im Vorverkauf (siehe extra Kasten). Einfach mal so vorbeikommen und sich bebrassen lassen, ist nicht. Jedenfalls nicht von donnerstags bis samstags. Am Sonntag allerdings ist Familientag, „Family Brass Day“ genannt, da ist der Eintritt den ganzen Tag frei, vom morgendlichen Gottesdienst bis zum Abendkonzert von „Papis Pumpels“ (siehe extra Bericht).

Corona ist noch nicht vorbei, deswegen gilt auch bei der Musikprob 3G. Wer aufs Gelände will, muss seinen Geimpftoder Genesenstatus nachweisen. Für die, die sich testen lassen müssen, gibt es eine Antigenschnelltestmöglichkeit vor Ort. 3G gilt auch am Sonntag beim Familientag.

Donnerstag, 2. September

Dieses Jahr bestreiten hauptsächliche deutsche Brass-Formationen und solche aus dem benachbarten Ausland die kleine Jubiläums-Musikprob. „It’s Brass Time!“ (deutscher Untertitel: Jo endlich) heißt es am Donnerstagabend, wenn die Kapelle Woizatrenka um 16.30 Uhr auf der kleineren „Blechstage“ böhmisch-mährisch eröffnet. Ab 18 Uhr bieten dann Caballo Negro aus Stuttgart „dreckigen Salsa im Gangstergewand“, bevor dann ab 19 Uhr die Brauhausmusikanten die große „Mainstage“ von ihrem jungfräulichen Zustand erlösen. Die Fexer (die wahrscheinlich kleinste Blaskapelle der Welt = Trio) sind dann ab 20.45 und 23 Uhr auf der Blechstage dran, dazwischen tobt sich Viera Blech ab 21.30 Uhr auf der Mainstage aus. Den „musikalischen“ Abend beschließen Die Fäaschtbänkler us dr Schwiiz ab 23.30 Uhr auf der Mainstage. Um ein Uhr ist Zapfenstreich.

Freitag, 3. September

Den Freitag eröffnet um 14 Uhr die Ochsengau Musi auf der Blechstage. Sechs Mann und eine Trommlerin heizen dem Publikum ein. Quattro Poly liefert ab 16 und 18.15 Uhr auf der Blechstage ein musikalisches Feuerwerk ab, auch Alpenblech bietet ab 16.45 Uhr auf der Mainstage Blasmusik vom Feinsten. Die Innsbrucker Böhmische rockt die Mainstage ab 19 Uhr, Blech & White, sind dann ab 20.30 und 22.45 Uhr auf der Blechstage dran. Absolut Unglaublech wird’s dann ab 21.15 Uhr auf der Mainstage. Muckasäck aus dem Allgäu spielen ab 23.30 Uhr auf der Mainstage. Die Filterländer bespaßen dann die Aftershow-Party im Seeparkzelt ab 1 Uhr.

Samstag, 4. September

Am Samstag legt die Renaldini Hausband bereits um 10 Uhr auf der Blechstage los. Ab 11.30 Uhr dürfen dann Die Filterländer nochmal, ebenfalls auf der Blechstage. Da geben dann auch die Yetis Stockach ab 13.30 Uhr „Vollbrass“. Und dann geben sie sich ab 14 Uhr auf der Mainstage die Ehre: Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten – Das Original. Vier Jahre hat Ewald Restle sie vergeblich „gejagt“, obwohl er zur Familie Hutter einen guten Draht hat, hat es bis jetzt aber nicht geklappt. Corona und ein entzerrter Auftrittsplan machen’s möglich. Blechverrückt spielt ab 16 und 18.15 Uhr auf der Blechstage. Mit den Desperate Brasswifes gibt’s ab 16.45 Uhr auf der Mainstage einen weiteren Leckerbissen. Die österreichisch-bayrische Formation ist quasi das Spiegelbild zur Ochsengau Musi: Sieben blasgewaltige Brass Ladys, die sich von einem Kerl am Schlagzeug. Medizinisch bedenklich agiert die Blaskapelle Gehörsturz ab 19 Uhr auf der Mainstage. Mit der Thilo Wolf Big Band & Special Guests betritt um 21 Uhr ein weiteres Highlight die Main-stage. Einer der Gäste, die Thilo Wolf präsentiert, ist die weltbekannte U-Samerikanische Jazzsängerin Joan Faulkner, gleichzeitig eine der besten Tina-Turner-Kopien überhaupt. Den Fans ist sie zudem als tragende Stimme der einstigen Pop-Gruppen Boney M. und Milli Vanilli bekannt. Brass aus Österreich gibt’s dann ab 22.30 Uhr auf der Mainstage mit Blowing Doozy. Dann dürfen die Fans wieder zur Mainstage wechseln: Ab 23.30 Uhr tritt dort La Brass Banda auf. Die La Paloma Boys sind für den musikalischen Part der Aftershow Party im Seeparkzelt zuständig. Sie legen um 1.15 Uhr los (also sonntags).

Laut Ewald Restle gibt es keine Zugaben der Bands. Damit alle ihr Programm wie geplant durchziehen können, gibt es auf den Bühnen Digitaluhren mit Timer. CHRISTIAN SCHWARZ

Tickets

Tickets gibt’s über die Veranstaltungs-Homepage www.musikprob.party. Festivalticket: 105 Euro Tagesticket: Donnerstag 49 Euro, Freitag und Samstag jeweils 59 Euro csc