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Aalener Marienkirche wird wieder eingeweiht

 

Die Aalener Marienkirche wird nach vier Jahren Sanierung wieder eingeweiht. FOTOS: SARAH PIRKER

Bald ist es soweit: Nach knapp vier Jahren umfangreicher Renovierungsarbeiten öffnet die Aalener Marienkirche wieder ihre Pforten. Am Samstag, 21. November, um 9.30 Uhr findet deshalb ein Festgottesdienst statt. 

AALEN - Von 1868, als in Aalen an der Bahnlinie die erste katholische Kirche nach der Reformation erbaut wurde, über ihren Abbruch 1969 und die Einweihung der neuen Marienkirche 1972 war ein weiter Weg, den Pfarrer Sedlmeier schilderte. Als sich 2013 an dem großartigen Bau im Stil des Brutalismus Schäden vor allem am Beton zeigten, war eine gründliche Renovierung nötig.

Wolfgang Reichhardt, der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats (KGR), ging auf die Stationen der langen Bauphase ein. 2015 gab es einen Finanzbeschluss, in den der KGR den Abbruch und Verkauf der Augustinuskirche einbezog. Als Pfarrer Sedlmeier kam, sollte diese Kirche erhalten bleiben und die Finanzierung der Renovierung neu geplant werden. 2016 konnte es dann mit der Dachsanierung losgehen und die Kirche mußte erstmals geschlossen werden. 2018 folgte dann die endgültige Schließung, die bis zum November 2021 andauerte.

Architekt Peter Kayser, der 2014 aus dem Wettbewerb als Sieger hervorging, zeigte die Abschnitte der Renovierung auf. Nach der Dachsanierung kam das Gemeindezentrum mit Erneuerung der Elektrotechnik, Lüftung und barrierefreiem Eingang an die Reihe. Dann ging es an die Kirche mit Sitzbankheizung, Fensterverglasung, Neugestaltung des Eingangsbereichs und Innenhofs sowie der Verbindung zum Gemeindezentrum. „Leider kam der Büroteil der Kirche wegen Problemen mit den beteiligten Firmen ins Hintertreffen und wurde nicht rechtzeitig fertig“, räumte Kayser ein.

Vom katholischen Verwaltungszentrum nahmen der neue Leiter Steffen Prümmer und Bärbel Kausch (für Jochen Breitweg) zur finanziellen Seite der Renovierung Stellung. Der Kostenrahmen sei anfangs mit 5,6 Millionen Euro geplant gewesen. Jetzt belaufe er sich durch 15 Prozent Kostensteigerungen auf rund sechs Millionen. Die Diözese gebe 2,7 Mio. dazu. Eigene Haushaltsmittel belaufen sich auf eine Million. Dazu kämen Mittel aus Grundstücksverkäufen. Der Spendenanteil sei auf 220 000 Euro veranschlagt, von denen immerhin 180 000 Euro bereits eingegangen seien. Der Charakter der Marienkirche habe sich deutlich verändert, stellte Pfarrer Sedlmeier abschließend fest. Sie zeige sich jetzt viel heller und lichtdurchflutet. JOHANNES MÜLLER