Kulinarische Vielfalt schafft Abwechslung

Die griechische Küche ist gesund und lecker. FOTO: CB
Wer gern verreist, entdeckt immer wieder neue Spezialitäten und Gerichte - die Rezeptvielfalt in den verschiedenen Kulturen scheint schier grenzenlos. Die internationale Küche macht aber nicht nur im Urlaub, sondern auch zu Hause in der Region Spaß. Dafür sorgen etliche hochwertige Restaurants vom Griechen über „den Italiener“ bis hin zu asiatischen Lokalen.

REGION - Längst geht es nicht mehr nur um Kässpätzle, Eintopf oder Schupfnudeln! Die Deutschen lieben die Abwechslung beim Essen und besuchen daher gern und oft Restaurants mit internationaler Küche, beziehungsweise mit der Küche eines anderen Landes.
   
Spaghetti Vongole - ein Klassiker. FOTO: NYF
Spaghetti Vongole - ein Klassiker. FOTO: NYF
Noch um die Jahrhundertwende konnten nur die Menschen in den Großstädten internationale Küche genießen. Vor allem in Berlin und Hamburg boten damals etliche Gaststätten, die oft von Migranten aus den entsprechenden Ländern geführt wurden, ausländische Spezialitäten an. Mit den polnischen Arbeitern, die seit Ende des 19. Jahrhundert ins Ruhrgebiet kamen, siedelten sich Bäckereien, Lebensmittelgeschäfte und Lokale an, die Spezialitäten aus Polen servierten. Nach der Oktoberrevolution 1917 schließlich gingen viele Russen ins Exil – nach Berlin und in andere westeuropäische Großstädte, in denen in dieser Zeit eine ganze Reihe russischer Gaststätten aufmachten.

Die außereuropäische Küche hingegen suchte man in Deutschland um 1900 noch vergebens. Nach der Küche der europäischen Nachbarn etablierte sich zuerst das chinesische Essen. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg öffneten zum Beispiel in Hamburg mehrere chinesische Lokale, die den Seeleuten aus China vertraute Speisen boten.

Schon in den 20er-Jahren gingen die Intellektuellen in chinesische Restaurants. Einen Knick gab es im Nationalsozialismus, als eine regelrechte Hetze gegen alle fremden kulinarischen Einflüsse entbrannte. Nach 1933 wurden auch die Speisekarten sukzessive eingedeutscht, die von Ausländern geführten Restaurants überwachten die Behörden streng.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten die Italiener wieder zu den Pionieren. Manche eröffneten ihre alten Lokale, die sie während des Krieges hatten schließen müssen, neu. Als um 1955 die ersten Gastarbeiter in die Bundesrepublik kamen, veränderte sich der Einfluss auf die internationalen Köstlichkeiten nochmal. Die südeuropäischen Arbeitsmigranten brachten unter anderem neue Gemüsesorten wie Auberginen und Zucchini nach Deutschland.

Richtig los ging es dann in den 1960er-Jahren, in denen die Deutschen äußerst reiselustig wurden. Und sie freuten sich, wenn sie die Spezialitäten, die sie im Urlaub kennengelernt haben, auch zu Hause genießen konnten. Infolge der ersten größeren Reisewellen während des Wirtschaftswunders wurden daher viele Pizzerien in Deutschland eröffnet. Ihnen folgten spanische Restaurants, die auf tierische Fette verzichten und dafür auf gesundes Olivenöl setzen.

Auch die vielen chinesischen Restaurants zeugen von der kulinarischen Abenteuerlust der deutschen Restaurantbesucher. Die griechische Küche ist herzhaft und erinnert an Sommer. Viel frisches Gemüse, Lammfleisch, aromatischer Käse und Knoblauch werden hier gern verwendet. Die griechische Küche hat eben mehr zu bieten als Gyros, Suflaki und Ouzo. REB/RED
   
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