Was man dieses Jahr bloß anfangen soll? Image 1

Was man dieses Jahr bloß anfangen soll?

Eine Ausbildung im Handwerk!


Im Handwerk gibt es mehr als 130 interessante Berufe mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung. „Wer beim Handwerk einsteigen will, ist herzlich willkommen. Die Unternehmen suchen weiterhin Auszubildende“, sagt Fabian Bacher, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Biberach. Der Einstieg lohnt sich, denn das Handwerk bietet eine ganze Menge.

„Nur wenigen Schülern und Eltern ist bekannt, wie viele Ausbildungsberufe es im Handwerk gibt und welche Aufstiegschancen bestehen“, meint Fabian Bacher. „Ob das Interesse im gewerblich-technischen Bereich oder im Bau- und Ausbauhandwerk liegt, ob eher kreative, gestalterische Fähigkeiten die Vorliebe sind oder ob der Blick in Richtung Ernährung oder Gesundheit geht. Die Aussicht, in ein Arbeitsverhältnis übernommen zu werden, ist hoch.“

Netze BW

In den vergangenen sechs Jahren gab es einen konstanten Zuwachs an Auszubildenden im Handwerk, dennoch blieb manche Lehrstelle unbesetzt, so Bacher weiter. Im Corona-Jahr 2020 sind es etwas weniger geworden. „Ob Hauptschule oder Gymnasium, ob gute oder schlechtere Noten: Für die Betriebe zählt nicht, woher man kommt, sondern wohin man will. Wir werben dafür, trotz angespannter Wirtschaftslage weiter auszubilden und jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Fachkräfte sind schneller wieder gesucht, als wir derzeit spüren und denken!“

AUSBILDUNGSINHALTE WERDEN LAUFEND ANGEPASST

Neue Werkstoffe, Verarbeitungsmethoden, Hilfsmittel und Techniken verändern die Handwerksberufe laufend. Deshalb ist eine gute Ausbildung wichtiger denn je, betont auch Kreishandwerksmeister Franz Manz. Zudem gibt es eine große Zahl an weiterführenden Qualifikationen wie beispielsweise den Meisterbrief, der ein anerkanntes Qualitätssiegel in der deutschen Wirtschaft ist.

Seinen Weg im Handwerk zu suchen, lohnt sich also auf jeden Fall: Abwechslung im Beruf, eigenverantwortliches Handeln, sicherer Arbeitsplatz und Aufstiegsmöglichkeiten sind inklusive. Auch die Ausbildungsvergütungen sind in allen Gewerken angepasst worden und brauchen sich vor anderen Berufen nicht zu verstecken!

Handwerker Fakten


Im Ausbildungsjahr 2020 haben 3.021 junge Menschen im Kammergebiet der Handwerkskammer Ulm ihren Weg ins Handwerk gefunden. Nach sechs Jahren Zuwachs in Folge sind das im Corona-Jahr 153 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

LANDKREIS BIBERACH

389 neu abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse, davon 53 Abiturienten (13,6 Prozent) und 75 Lehrstellen waren zum Jahresende 2020 noch offen.

DIE 10 BELIEBTESTEN AUSBILDUNGSBERUFE IN DER REGION
Platz 1: Kraftfahrzeugmechatroniker*in
Platz 2: Elektroniker*in
Platz 3: Anlagenmechaniker*in
Platz 4: Zimmerer *in
Platz 5: Friseur*in
Platz 6: Schreiner*in
Platz 7: Maurer*in
Platz 8: Maler- und Lackierer*in
Platz 9: Metallbauer*in
Platz 10: Feinwerkmechaniker*in

TIPPS FÜR BETRIEBE, DIE IHRE AUSBILDUNGSSTELLEN NICHT BESETZEN KONNTEN:

→ Offene Stelle in die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Ulm eintragen
→ Auf die passgenaue Besetzung der Handwerkskammer Ulm zugehen (mögliche Bewerber vielleicht bereits registriert)
→ Stellenanzeige neben Zeitung auch auf die eigene Homepage oder Social-Media-Kanäle nehmen (Zielgruppen- gerechte Ansprache der Bewerber)
→ Beratung durch Agentur für Arbeit für unversorgte Bewerber
→ Analyse, wie Sie als Arbeitgeber wahrgenommen werden
→ (Senior-)Ausbildungsbotschafter werden – sich und sein Gewerk an Schulen vorstellen
→ Bildungspartnerschaften mit Schulen eingehen – Einblick in Beruf verschaffen, Praktika, Ausbildungsstellen anbieten
→ Materielle + immaterielle Bindungsinstrumente überdenken bzw. anbieten, z.B. Urlaubsgeld oder Mitarbeiterevents
→ Dem Bewerber z. B. über Homepage die Chance geben, zu erfahren, was der Betrieb ihm als Arbeitgeber bietet („Was ist besonders/wo hebt sich der Betrieb ab?“)