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Neuer Kindergarten hat eröffnet

Verteilt auf zwei Etagen des Torhauses findet der Kindergarten auf insgesamt 700 Quadratmetern Platz. Die Räume wurden mit einem besonderen Farbkonzept gestaltet, das den Kindern bei der Orientierung hilft. FOTOS: TUTTLINGER WOHNBAU

Der neue Kindergarten im Torhaus in Tuttlingen hat seinen Betrieb aufgenommen. In drei Gruppen werden dort – vorausgesetzt, die aktuellen Corona-Regeln lassen es zu – bis zu 55 Kinder betreut.
       

TUTTLINGEN - Der Kindergarten entstand in Kooperation mit der Tuttlinger Wohnbau. Das heißt konkret: Die Wohnbau errichtete die Räumlichkeiten nach den Vorgaben der Stadt, die diese dann dauerhaft mietet. Auch für die Unterhaltung der Räumlichkeiten ist die Wohnbau verantwortlich. Den Betrieb des Kindergartens dagegen übernimmt die Stadt Tuttlingen.


SE Schweickhardt Erchinger Beratende Ingenieure Ing.-Ges. für Bauwesen mbH

Verteilt auf zwei Etagen des Torhauses findet der Kindergarten auf insgesamt 700 Quadratmetern Platz. Die Räume wurden mit einem besonderen Farbkonzept gestaltet, das den Kindern bei der Orientierung hilft. Auch gibt es in jeder Etage eine Mitmachküche sowie eine Personalküche. Dazu kommen die 840 Quadratmeter großen Außenanlagen. Hier wurden spielerische Elemente mit der Geländemodulation vermischt, so dass auch im Außenbereich für alle Altersgruppen Geräte und Lernvariationen vorhanden sind.


Gebr. Stumpp Bauunternehmung GmbH & Co. KG

Der neue dreigruppige Kindergarten deckt zunächst den Bedarf von Thiergarten ab und wird aber auch Platz für die Kinder bieten, die einmal im künftigen Baugebiet Thiergarten West groß werden.

Die Wohnbau Tuttlinger Wohnbau GmbH

Möglich sind alle gängigen Betreuungsformen – also die klassische Regelgruppe, Ganztagsgruppen und Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten, außerdem gibt es Gruppen für Kinder unter und über drei Jahre. Neun Erzieherinnen unter der Leitung von Carla Bügel dürfen nun täglich die Einrichtung mit Leben füllen und die Kinder im Kindergartenalltag begleiten.

Mit Horst Riess, Geschäftsführer der Tuttlinger Wohnbau, haben wir zusätzlich ein kleines Interview geführt.

Wann und wie ist die Idee für dieses Projekt entstanden und was hat es für Sie so besonders gemacht?

Horst Riess: Es ist eine längere Geschichte, die der Realisierung dieses Projektes voranging. Aber es war schon immer daran gedacht, eine Kinderbetreuung in qualitativ hochwertiger Form anzubieten. Zwischendurch war es Wunsch der Politik, an dieser Stelle mehr als die nach dem vorhandenen Bebauungsplan vorgesehenen Wohnungen zu errichten. Bei einem gemeinsamen Wettbewerb der Stadt und der Tuttlinger Wohnbau hatten wir auch ein schönes Ergebnis, dessen Umsetzung aber letztendlich dann doch nicht möglich war. So haben wir uns daran gemacht, unter den Vorgaben des vorhandenen Bebauungsplanes ein attraktives Projekt zu entwickeln. Die Kindertagesstätte sucht in jeglicher Hinsicht Ihresgleichen. Wir haben sogar schon daran gedacht, dieses Torhaus - wie das gesamte Projekt genannt wird - für einen Award einzureichen. Auch etwas Besonderes an diesem Projekt ist der Nutzungsmix von Kindertagesstätte über geförderten und anderem Mietwohnungsraum bis hin – mit Verlaub – zum Tiefgaragenparken. Die Außenbereiche werden auch noch interessante Hingucker. Freuen wir uns drauf.

Wie verlief – mit Corona, Lockdown und allen anderen äußeren Umständen – die Umsetzung?

Ja, die Pandemie hat auch unsere Arbeit beeinflusst. Ich muss aber mit einem großen „Dankeschön“ an alle am Bau Beteiligten sagen, dass wir hier mit einem blauen Auge, sprich mit noch erträglichen Verzögerungen, davongekommen sind. Und wir hatten – das ist das Allerwichtigste – keine Erkrankungsfälle und auch keine Verunfallungen. Im Übrigen auch die 16 Wohnungen, die wir von der Bauabwicklung her haben etwas nachlaufen lassen, sind ab nächstem Monat zur Vermietung im Angebot.


55 Kinder und neun Erzieherinnen


Wie gefällt Ihnen das Ergebnis und was kann daraus in zukünftige Projekte miteinfließen?

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und deshalb spreche ich an dieser Stelle meinem Architekturbüro in der Tuttlinger Wohnbau meine besondere Anerkennung aus. Ich bin stolz auf meine Leute. Die Fassade ist etwas ganz Besonderes und deshalb haben wir sie auch am Wohnhaus noch etwas „auskleckern“ lassen. Ach, wissen Sie, alle unsere Projekte sind Unikate und immer lernt man etwas dazu und immer entwickelt man sich weiter. Deswegen bin ich mir sicher, auch wenn ich das jetzt nicht im Detail präzisieren will, dass wir uns an Spezialitäten an diesem Torhaus-Projekt auch in Zukunft erinnern und auf gute Ideen zurückgreifen können. Jetzt wünsche ich zunächst den Betreibern der Kita viel Freude, Erfolg und den Kindern eine gute Zukunft.