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Bauform spiegelt die Pädagogik


Beim Rundgang durch das wundervolle Gebäude von rechts: Bürgermeister Günter A. Binder, Architektin Barbara Eickmeyer, Kindergartenleiterin Yvonne Giwitsch und Gebäudemanager Hubert Halder. Fotos: Rosa Laner

Kindergartenleiterin Yvonne Giwitsch sagt voller Vorfreude: „Aktuell haben wir drei Gruppen mit 47 Kindern. Im Neubau wird es wuseln, dann ist Platz für 95 Kinder. Wir erweitern um zwei Krippengruppen für Ein- bis Dreijährige.“

Ingenieurbüro GHL GmbH

BAIENFURT - Das pädagogische Fachpersonal von 20 Mitarbeitern wird unterstützt von einer Hauswirtschafterin. Und jedes Jahr werden junge Leute ausgebildet.

Die Grundfläche im Erdgeschoss umfasst rund 1000 qm, im oberen Stockwerk rund 400 qm. Zur runden Bauform erklärt Barbara Eickmeyer: „Diese Bauform hebt sich ab und sie spiegelt die pädagogischen Gesichtspunkte. Die Kinder sollen sich ohne Ecken und Kanten entfalten können.“

Vorausgegangen war ein Architekten-Wettbewerb, der von der architekturagentur gewonnen wurde. Geplant wurde maßgeblich in Abstimmung mit der architekturangentur. Der Entwurf erhielt ein einstimmiges Votum, auch von Vertretern des Gemeinderats. „Das Runde im Raum gibt Heimeligkeit, die vor allem Krippenkinder dringend brauchen. So ist der Raum quasi ein dritter Erzieher“, schwärmt Yvonne Giwitsch.

Die Fassade besteht aus einer vorlasierten Sägerau-Schalung. Sie verleiht dem Gebäude eine warme, charmante Note. Löcher in der Fassade dienen als Strukturierung, dahinter verbergen sich Fenster. Geheizt wird mit Wärmepumpe und Fußbodenheizung. Die große Außenanlage bietet viel Platz zum Spielen. Selbst in den Pflastersteinen spiegelt sich die runde Form. Diese zieht sich komplett durch, bis hin zur Einrichtung.  

Großzügig und hell sind der Speisesaal mit Verteilerküche und Kinderküche für hauswirtschaftliche Arbeiten. Einladend, modern und behaglich zugleich wirken die Gruppenräume, jedem ist ein separater Schlafraum angegliedert. Sämtliche Bereiche sind mit jeweiligen Farben versehen zur Orientierung für die Kinder.

Yvonne Giwitsch: „Wir arbeiten gruppenübergreifend. Ab neun Uhr können die Kinder nach Ab- und Anmeldung in jedem Raum spielen. Es gibt verschiedene Fachbereiche wie Forscherbereich oder Atelier mit optimalen Möglichkeiten. Wir brennen zur Eröffnung, Kinder und das Team sitzen schon auf gepackten Koffern.“

Günter A. Binder: „Frau Giwitsch ist sehr engagiert. Als echte Pädagogin ist sie sehr in die Zukunft gewandt. Sie hat schon viele Förderprogramme abgeschöpft und auf den Weg gebracht, zuletzt 161 000 Euro zum Thema Naturpädagogik.“

Yvonne Giwitsch erklärt begeistert: „Damit wollen wir Bewegung, Natur und Forschung umfassend fördern. Das Außengelände kann anspruchsvoll gestaltet werden. In direktem Umfeld möchten wir eine Streuobstwiese und ein Insektenhotel anlegen, so dass die Kinder Natur beobachten und erleben können. Wir planen auch ein Baumhaus und ein Hochbeet.“

Die Zufahrt erfolgt dann über die Baindter Straße, quasi über den alten Kindergarten Pinocchio. Nach Bezug im Oktober wird der Altbau abgerissen. Durch den zusätzlichen Platz wird die derzeitige Parkplatznot behoben. Rosa Laner