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Ein neuer Ort zum Wohlfühlen

Noch sind die Handwerker fleißig im Einsatz. Auf dem Foto oben das Team, unten Wilhelmsdorfs Bürgermeisterin Sandra Flucht (l.) und Kindergartenleiterin Brigitte Huber. (Der Mundschutz wurde nur für die Fotos abgenommen). Fotos: Rosa Laner

Großzügig und heimelig zugleich präsentiert sich die rundum gelungene Erweiterung des Kindergartens Friedenstraße in Wilhelmsdorf. Hier können sich Kinder und Mitarbeiter gleichermaßen wohlfühlen.


Norbert Roth GmbH

WILHELMSDORF – Der 1996 erbaute, zunächst zweiruppige, seit 2020 dreigruppige Kindergarten wurde um zwei Kleinkindgruppen aufgestockt und dank dieses Erweiterungsbaus in Holzständerbauweise finden nun weitere 20 Kinder einen Platz. Alle Beteiligten haben hier sehr gute Arbeit geleistet.

Die Baumaßnahme

Der Kindergarten Friedenstraße in Wilhelmsdorf ist seit 2018 in Trägerschaft der Gemeinde. Der Bedarf an Kindergartenplätzen ist hier sehr groß, deshalb hat sich die Gemeinde zu diesem Bauprojekt entschieden. Bürgermeisterin Sandra Flucht erklärt: „Es freut mich, dass wir so eine Heimat schaffen können für die kleinen Zwuggel. Durch das viele Holz ist eine heimelige Wohlfühlatmosphäre entstanden. Auch für das Team freut es mich, dass es in einer guten Atmosphäre arbeiten kann.“

Baubeginn war am 15. Oktober letzten Jahres, die Maßnahme erfolgte bei laufendem Betrieb. Auch Brigitte Huber, seit 2004 Leiterin des Kindergartens, ist voll des Lobes: „Die Erweiterung ist perfekt integriert in den Bestand. Die Baumaßnahmen waren sehr spannend für unsere Kinder und sie verfolgten aufmerksam die Arbeiten der Handwerker. Es war eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, unserer Bürgermeisterin Frau Flucht, Architekturbüro Selbach/Kneer & Partner, Handwerkern und der Einrichtung.“ Eingebunden waren überwiegend Betriebe aus der Region.

Die Holzständerbauweise vermittelt Weite und Wohligkeit zugleich. Die Räume sind hell und wirken durch die Kombination von Holz und viel Glas architektonisch weit und hoch. Zentrum ist das neue Foyer mit den Ausgängen. Da eine Wiese angrenzt, wurde der Garten nicht verkleinert. Mit der durchdachten Gartengestaltung und den neuen Spielgeräten wurde ein schöner Spielplatz für die Krippe geschaffen.

Der Kindergarten

Die zwei neuen Krippen bieten Platz für jeweils zehn Kinder zwischen ein und drei Jahren. Eine Gruppe ist von 7 bis 13 Uhr, die andere als Ganztagesgruppe von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Die Krippenleitung wurde von Ramona Rothmund übernommen.

Von den drei bisherigen Gruppen für drei- bis sechsjährige Kinder sind zwei im Haus. Hier finden jeweils 25 Kinder Platz mit jeweils zehn Ganztagesplätzen. Zudem gibt es eine Natur- und Waldgruppe mit 15 Kindern zwischen zwei und sechs Jahren. Es wurden weitere Mitarbeiter eingestellt. So umfasst das Team jetzt 19 Fachkräfte, unterstützt werden sie von zwei Integrationskräften, einer Haushalts- und Reinigungskraft, einer FSJ-Kraft und einer Berufspraktikantin.

Das Konzept

„Bewegung und unser religionspädagogisches Konzept sind uns wichtig“, erklärt Brigitte Huber. „Wir verstehen uns als Leben-lernen-Erfahrungsraum für Kinder. Die Erfüllung der Bedürfnisse nach Bildung und Förderung im teiloffenen Konzept stehen im Vordergrund.“ So gibt es drinnen und draußen einen Bewegungsraum für alle. Auf vielfältige Bewegungsmöglichkeiten wurde auch bei der Raumgestaltung in der neuen Krippe geachtet. „Wir halten uns an den Grundsatz von Emmi Pikler: Jedes Kind braucht seinen Fähigkeiten entsprechend angemessenen Raum; allerdings immer groß genug, den nächsten Entwicklungsschritt zuzulassen“, so die Kindergartenleiterin. Und weiter: „Es ist uns wichtig, in vorbereitenden Räumen in Verbindung mit der Beziehung zur pädagogischen Fachkraft den Kindern emotionale Sicherheit zu geben.“ Die evangelische Brüdergemeinde betreut den Kindergarten im religionspädagogischen Angebot.

Auf den Punkt gebracht: In der Einrichtung steht das Wohl der Kinder im Vordergrund. Den Kindern soll es hier gut gehen. Dabei werden sie in ihrer Einzigartigkeit angenommen und erleben Anerkennung und Wertschätzung. ROSA LANER