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Wirtschaftsförderung: Neues Zeitalter bricht in Kißlegg an

Dank der Elektrifizierung werden die Züge nachhaltiger und im Sinne des Klimaschutzes unterwegs sein. FOTO: GEMEINDE KISSLEGG

In Kißlegg existiert ein bunter Branchenmix mit regionalen Handwerksbetrieben, industriellen Weltmarktführern und einem breiten Handelsgebot. Ein Grund dafür ist der vor 12 Jahren eröffnete A 96- Anschluss. Mit dem IKOWA-Projekt und dem Fahrplanwechsel ab 12. Dezember, stellt die Gemeinde erneut Weichen für die Zukunft.

KISSLEGG - Die Geschichte der Kißlegger Wirtschaft zeigt, nichts ist beständiger als der Wandel: Sei es von der klassischen Landwirtschaft über familiengeführte Handwerksunternehmen bis hin zu versteckten Champions im produzierenden Gewerbe. „Mit seinem Mix aus Handwerk, produzierendes Groß- und Kleingewerbe, Lebensmittelindustrie, Tourismus und Landwirtschaft ist der Arbeitsmarkt in Kißlegg sehr vielfältig und stabil“, sagt Clemens Stadler, Wirtschaftsbeauftragter der Gemeinde Kißlegg.

„Es sind immer wieder neue Unternehmen entstanden oder Firmen vergrößern sich, so dass das Arbeitsangebot in den letzten Jahren angestiegen ist.“

Doch nun braucht es weitere Perspektiven für Handel und Gewerbe in Kißlegg und der Region Württembergisches Allgäu. Dafür werden einerseits mehr Flächen benötigt, die eine weitere Entwicklung ermöglichen, andererseits eine verbesserte Infrastruktur.

Neben vereinzelten Erweiterungsflächen für bestehende Betriebe auf ihren Grundstücken, gibt es im Gemeindegebiet aktuell keine freien Gewerbeflächen. Um den Unternehmen Zukunftsaussichten bieten zu können, arbeitet Kißlegg zusammen mit der Großen Kreisstadt Wangen im Allgäu und den Gemeinden Amtzell und Argenbühl daran, das Interkommunale Gewerbegebiet direkt an der Autobahnausfahrt Waltershofen (IKOWA) zu verwirklichen. Da der aktuelle Flächennutzungsplan des geplanten Gewerbegebietes rechtskräftig ist, soll das Bebauungsplanverfahren für das IKOWA wieder Fahr aufnehmen.

Geplant ist die gemeinsame Ansiedlung von Gewerbe entlang der Bundesautobahn A96, Anschlussstelle Kißlegg/Dettishofen.

Mehr Züge ab Dezember

Dem Verbund der Allgäustädte und –gemeinden mit dem Landkreis und Regionalverband ist es gelungen, das Zugangebot auch an den Wochenenden und in den Morgen- und Abendstunden zu verbessern. Mit der Inbestriebnahme des „E-Netzes-Allgäu“ stehen umfangreiche Verbesserungen an: Ab 12. Dezember gilt in Kißlegg der neue Fahrplan. Damit beginnt 151 Jahre nach dem Bahnanschluss ein neues Zeitalter im Bahnverkehr der Gemeinde.

Es werden 75 Nahverkehrszüge werktäglich und an den Wochenenden am Kißlegger Bahnhof halten, das heißt, mindestens stündlich fahren dann moderne Züge in Kißlegg ein und aus. Nach Wangen und Leutkirch wird das Zugangebot mit teilweise zwei Zügen pro Stunde sogar noch dichter. Nach München wird sich die Fahrzeit auf 1,5 Stunden verkürzen. Zusätzlich wird es mehr direkt Zugverbindungen geben.

Der Fahrkartenverkauf wird dann nicht über das Gäste- und Bürgerbüro im Neuen Schloss abgewickelt, sondern in im neuen „Go-Ahead“-Kundencenter beim „Radio Weiland“ in der Schlossstraße erhalten. (MEB)