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Parodontitis – eine oft unbemerkte Gefahr

Die Landesarbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit und das Informationszentrum Zahngesundheit veranstalteten vor Corona jedes Jahr eine Auftaktveranstaltung zum Tag der Zahngesundheit. FOTO: IZZ BW/ PITL

Wer nicht aufpasst, dem fallen die Zähne aus – das ist das Tückische an der Parodontitis. Bis zu 65 Prozent der Deutschen sind betroffen – oft bemerken sie es nicht. Aufklären soll der Tag der Zahngesundheit am 25. September.

Volkskrankheit Paradontitis

Die Entzündung des Zahnhalteapparats zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit – in Deutschland sind laut einer Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte 11,5 Millionen Menschen an schwerer Parodontitis erkrankt.

So wurde eine moderate oder schwere Parodontitis bei 64,6 Prozent der 65- bis 74-Jährigen festgestellt. In der Altersgruppe 35 bis 44 Jahre sind es 51,6 Prozent. Aber auch Jüngere können eine Parodontitis entwickeln, die zu einem Abbau des Kieferknochens und im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führt.

Unbemerkte Gefahr

Tückisch: Die Krankheit verursacht während ihres Anfangsstadiums nicht zwingend akute Beschwerden, weshalb sie häufig erst in einem fortgeschrittenen Entwicklungsabschnitt erkannt wird. Unbehandelt kann sich eine Parodontitis sogar über die Mundhöhle hinaus im Körper ausbreiten. Bakterien gelangen in den Blutkreislauf, wandern durch den Körper und verursachen im schlimmsten Fall weitere Gesundheitsprobleme wie Arthritis, Herzkrankheiten, Schlaganfall und Diabetes.

Effektive Schutzmaßnahmen

Wer sich vor Karies und Zahnfleischentzündungen schützen möchte, kann mit Eigeninitiative viel erreichen:

• Mindestens zweimal am Tag Zähne mit einer Fluorid-Zahnpasta putzen

• Tägliche Zwischenraumpflege mit Interdentalbürstchen oder Zahnseide

• Regelmäßige Kontrollen und Zahnreinigungen (incl. der Säuberung tieferer Zahnfleischtaschen) beim Zahnarzt