Im Slalom durch Emmingen

Bei dem Leistungssport ist Konzentration und Ausdauer gefragt. FOTOS: TG TUTTLINGEN
Die besten Inline-Alpin-Fahrer der Welt treffen sich am 7. und 8. September in Emmingen in der Hauptstraße. Läufer aus Tschechien, Italien, Spanien, Lettland, Slowakei, Polen, Japan und der Schweiz werden neben den besten deutschen Startern um den Weltcup- und den Gesamtweltcupsieg 2019 kämpfen. Veranstalterin ist die TG Tuttlingen.

EMMINGEN-LIPTINGEN - Großer Sport in Emmingen: Der Cup Slalom am Samstag, 7. September, mit World-Ranking Wertung ist nur eines der Highlights beim WorldCup-Inline Rennen in Emmingen. Hier können sich alle Teilnehmer mit der Rennstrecke vertraut machen und die Baden-Württembergischen Fahrer Punkte für die bedeutendste Gesamtwertung im deutschen Inline Alpin-Sport, dem BaWü-Cup, sammeln. Am Sonntag, 8. September, findet dann der absolute Höhepunkt statt, das große Finale 2019 des Inline Alpin Slalom Weltcups. Dort kämpfen alle Weltklassefahrer um den Weltcup-Tagessieg sowie den Gesamtweltcup.

Die Rennen finden jeweils getrennt nach Damen und Herren statt, die geringste Gesamtzeit aus zwei Durchgängen gewinnt.
  

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Zusammen mit Elea Börsig (Bild oben) ist Moritz Doms (Bild) einer der heimischen Favoriten aus der Region.
Zusammen mit Elea Börsig (Bild oben) ist Moritz Doms (Bild) einer der heimischen Favoriten aus der Region.
Das sogenannte „Skitty Race“ (Sa 7.9., 9-10 Uhr) ist ein Inline Geschicklichkeitsrennen für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren. Dabei wird jeder Jahrgang separat gewertet. Auf der Strecke befinden sich rund 10 Hindernisse, zum Beispiel Sprung, Wippe, Welle oder Rückwärtsfahren. Diese müssen auf Zeit bewältigt werden. Bei Fehlern werden Strafsekunden abgezogen.

Die TG Tuttlingen ist seit Jahren einer der erfolgreichsten Inline Alpin Vereine in Deutschland und der Inline-Welt. Dies zeigt sich auch an den erfolgreichen Läufern, die auch am Renntag zu den Favoriten zählen.

Veranstalter des Rennwochenendes ist Fédération Internationale Roller Sports (FIRS) und der Deutsche Rollsport- und Inlineverband (DRIV). Ausgerichtet werden die Rennen von der Inlineabteilung der TG Tuttlingen.

Die Startnummern für die einzelnen Rennen werden jeweils von 8 bis 10 Uhr im Zielbereich ausgegeben. LIS/PM

Was ist eigentlich Inline Alpin?

Inline-Alpin ist quasi Slalom und Riesenslalom, aber statt auf Ski eben auf Inlinerollen. Was zunächst als Sommertraining für den alpinen Ski-Rennsport gedacht war, entwickelte sich aufgrund der hohen Attraktivität schnell als eigenständige Sportart. Die Regularien sind an den alpinen Rennlauf angelehnt. Es werden zwischen 30 und 50 Tore im Abstand von drei und acht Metern auf einer Strecke mit einem Gefälle von 6 – 16% gesteckt, die wie im alpinen Slalom mit Stöcken geschlagen werden. Dabei erreichen die Fahrer Höchstgeschwindigkeiten von ca. 40 km/h.

Neben Deutschland, dem Land mit den international erfolgreichsten Inlinern, wird unter anderem in Österreich, der Schweiz, Italien, Tschechien, Slowenien, Spanien, Polen, Lettland, Kroatien, Russland und Japan Inline-Alpin gefahren. Gefahren werden darf mit drei, vier oder fünf geradlinig angeordneten Rollen in einer Größe von 90 bis zu 125mm je Rolle. Die Wahl der richtigen Rollen spielt eine entscheidende Rolle im Rennen. Wählt man zu harte Rollen haben diese unter Umständen nicht genügend Grip und rutschen auf dem Asphalt weg, während zu weiche Rollen eventuell zu langsam sind.

Die Rollen müssen entsprechend abhängig von dem Asphalt, den Witterungsbedingungen und dem individuellen Gefühl des Rennläufers gewählt werden. An einem Rennwochenende wird ein Satz Rollen (circa acht Stück) a 20 Euro je Rolle verschlissen. Die Sportler müssen eine umfangreiche Schutzausrüstung tragen (Helm, Hand-, Ellenbogen- und Knieschützer sowie einen Rückenprotektor), die weitestgehend vor Verletzungen bei den auftretenden spektakulären Stürzen gut schützt.
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