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Aalener Hochschulrektor Prof. Schneider zieht Bilanz

Der Spaß ist nie zu kurz gekommen. Der Gumpendonnerstag wurde an der Hochschule Aalen traditionell gefeiert. FOTO: PRIVAT

Prof. Dr. Gerhard Schneider ist 14 Jahre lang Rektor der Hochschule Aalen gewesen. Nun endet seine Zeit im Amt. Im Interview spricht er über die vergangenen Jahre.

Nach 14 Jahren endet Ihre Zeit als Hochschulrektor in Aalen. Mit welchem Gefühl verlassen Sie den Posten?

Ich verlasse die Hochschule mit einem guten Gefühl, es war eine tolle Zeit. Allerdings ist es sowohl für die Hochschule als auch für mich gut, wenn nun etwas Neues beginnt.

Was haben Sie morgens zuerst gemacht, wenn Sie Ihr Amtszimmer betreten haben?

Mein Arbeitsalltag hat begonnen, sobald ich morgens ins Auto gestiegen bin. Während meiner einstündigen Fahrt zur Arbeit habe ich meist durchgehend telefoniert. Wenn ich an der Hochschule angekommen bin, habe ich zuerst das Telefonat beendet, dann das Team begrüßt und in meinem Büro den Rechner hochgefahren.

Welche drei Projekte, die Sie in Ihrer Zeit als Rektor umgesetzt haben, halten Sie für die wichtigsten?

Das Innovationszentrum, das explorino und natürlich die Forschungsgebäude, die wir im vergangenen Jahr eingeweiht haben.

Welches war in Ihren Augen Ihre größte Herausforderung?

Das Führen einer Hochschule ist eine Herausforderung. Einerseits brauchen wir Freiheit von Lehre und Forschung und das damit verbundene kreative Potenzial, andererseits benötigen wir aber auch geordnete Verwaltungsprozesse und müssen den rechtlichen Rahmen achten. In diesem Spannungsfeld die Balance zu halten, ist herausfordernd.

Wie hat sich die Hochschule durch die Coronapandemie gekämpft?

An diesem Punkt möchte ich den Hochschulmitgliedern, insbesondere auch den Studierenden, für Innovation, Einsatz und Fleiß ein großes Kompliment aussprechen. Innerhalb von wenigen Wochen konnten wir von Präsenz- auf Digitalunterricht und jetzt auf hybride Lehre umstellen. Aktuell mischen wir, das heißt manche Vorlesungen finden präsent statt, andere digital. Ich würde sagen, wir hatten und haben die Situation sehr gut im Griff.

Was bleibt Ihnen aus Ihrer Zeit als Hochschulrektor in Aalen besonders in Erinnerung?

Definitiv sind es viele Begegnungen, die die stärksten Eindrücke hinterlassen haben. Sowohl mit Menschen an der Hochschule, aber auch mit externen und internationalen Partnern.

Haben Sie bereits Pläne für Ihren anstehenden Ruhestand gemacht?

Ich werde mein Leben nun neu ordnen. Jetzt habe ich den Luxus, mir zu überlegen, was die Dinge sind, die mir Spaß machen und die ich machen möchte. Allerdings ist der Schnitt nicht ganz so hart, ich werde meine Forschungsaktivitäten im Umfeld der Hochschule weiterführen. Sagen wir es so, mir wird es sicher nicht langweilig.

Franziska Stölzle