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Wer will, kann ein Handwerk lernen

Das Handwerk bietet viele berufliche Möglichkeiten. FOTO: COL

Vor Kurzem hat die Handwerkskammer Ulm, anlässlich der bundesweiten Woche der Ausbildung, freie Lehrstellen im Handwerk aufgezeigt und ausbildungsinteressierte Jugendliche auf sogenannte Bildungspartnerschaften hingewiesen. „Die erleichtern das Kennenlernen“, betont die Kammer.

REGION - Zwischen Ostalb und Bodensee gab es Mitte März 2021 mehr als 550 freie Ausbildungsplätze. „Unabhängig vom Pandemiegeschehen bieten die Handwerksbetriebe jungen Menschen Lehrstellen an“, sagen die Fachleute der Handwerkskammer Ulm und betonen: „Es sind spannende Karrieremöglichkeiten für Jugendliche, denn die Handwerksberufe entwickeln sich kontinuierlich“. So biete das Handwerk beispielsweise anspruchsvolle und zukunftssichere Berufe im Bereich Energie- und Mobilitätswende, aber auch digitale Entwicklungen im Bereich Smart Homes oder in den Gesundheitshandwerken. „Wer ein Handwerk lernt, gestaltet die Zukunft unseres Landes mit. Unsere Handwerksbetriebe können jeden Ausbildungswunsch in nahezu jeder Region erfüllen“, betont Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, und ergänzt: „Wer sich für ein Handwerk interessiert: Einfach auf einen Handwerker zugehen“.

Im sogenannten „Lehrstellenradar“ der Handwerkskammer Ulm finden sich unter www.lehrstellen-radar.de online alle freien Ausbildungsplätze in den verschiedenen Regionen des Kammerbezirks. Die Handwerkskammer Ulm ist auch in Corona-Zeiten und weiterhin ein Vermittler zwischen Betrieben und interessierten jungen Menschen. Online-Beratungsangebote, Chatrooms und Telefonate sind Wege, auch während der Pandemie, miteinander in Kontakt zu kommen. Der „Berufe-Checker“ auf www.handwerk.de könne zwar eine Berufsorientierung an Bildungsakademien oder ein Praktikum in einem Betrieb nicht ersetzen, gebe aber gute Einblicke in die verschiedensten Handwerksberufe, heißt es bei der Handwerkskammer. „Eine wichtige Brücke zwischen Handwerksbetrieben und jungen Menschen sind weiterhin Bildungspartnerschaften“, sagten die Fachleute und erklären: „Handwerksbetriebe schließen sie mit Schulen ab. Egal ob mit Gymnasien, Realschulen, Werkrealschulen oder Gemeinschaftsschulen“.

Die Handwerkerinnen und Handwerker kommen, auch digital, in die Schulen, lernen Schülerinnen und Schüler kennen und stehen Rede und Antwort zu den jeweiligen Handwerksberufen. So seien Kontakte, etwa für Betriebspraktika, leicht möglich und die würden in hohem Maße dazu beitragen, den passenden Beruf oder den passenden Betrieb zu finden. Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm bestehen derzeit mehr als 560 Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Handwerksbetrieben, 91 davon im Alb-Donau-Kreis, 88 im Landkreis Biberach und 17 im Stadtkreis Ulm.

Und das Handwerk scheint krisensicher. Vor Kurzem teilte die Handwerkskammer Ulm mit: „Corona wirkt sich kaum auf die Beschäftigung im regionalen Handwerk aus. Betriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm wollen Mitarbeiter finden und binden“. Das belege eine Blitzumfrage der Handwerkskammer unter ihren Mitgliedsbetrieben. Demnach wollen vier von fünf regionalen Handwerksbetrieben ihre Betriebsgröße beibehalten und ihr Personal halten. Weitere rund zehn Prozent der Betriebe wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das regionale Handwerk zeige sich also weiterhin als treuer und krisensicherer Arbeitgeber, so die Kammer. „Für den wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Handwerksbetriebe brauchen die Inhaber gutes Fachpersonal und wollen diese Mitarbeiter auch langfristig an den Betrieb binden. Immer mehr Handwerksbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee gehen jetzt das Thema Personal strategisch an und rüsten sich jetzt für die Zeit nach der Krise, wenn es wieder einen Fachkräftebedarf geben wird“, sagen die Fachleute der Handwerkskammer.