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Beste Chancen: Handwerkskammer und IHK melden noch viele freie Lehrstellen

Die persönliche Kundenberatung nimmt einen großen Teil des Arbeitsalltags von Augenoptikern ein - bereits während der Ausbildung.

Zwar hat das neue Ausbildungsjahr bereits offiziell begonnen, der Start in die berufliche Ausbildung ist trotzdem weiterhin möglich. In den Handwerksbetrieben im Landkreis Sigmaringen sind noch rund 150 Ausbildungsplätze quer durch alle Handwerksbranchen zu vergeben.

REGION - „Die Türen der Betriebe stehen weiter offen für alle Jugendlichen, die noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen möchten“, sagt Karl-Heinz Goller, Leiter der Ausbildungsabteilung der Handwerkskammer Reutlingen. Der spätere Start stelle dabei kein Hindernis dar, weder im Betrieb noch an der Berufsschule. „Einige Wochen später einzusteigen ist nichts, wovon Bewerber sich abschrecken lassen sollten, wenn sie sich für einen bestimmten Beruf interessieren und eine freie Lehrstellen gefunden haben.“ Für Auswahl sei ohnehin gesorgt, betont Goller. Über 130 Ausbildungsberufe gibt es im Handwerk und damit ein riesiges Spektrum an Möglichkeiten. Das Angebot reicht vom Augenoptiker bis hin zum Zweiradmechaniker, von den Berufen in der Gesundheitsbranche, im Nahrungsmittelhandwerk, im Bau- und Ausbaugewerbe, in Metall- und Elektrobetrieben bis hin zum Dienstleistungsbereich.

Und weil die Aufgaben im Handwerk immer anspruchsvoller und vielfältiger werden, fehlt es auch nicht an fachlichen und persönlichen Entwicklungschancen. „Die Berufsbilder werden regelmäßig aktualisiert. Wer sich für Elektronik interessiert, hat heute die Wahl zwischen vier Ausbildungsberufen, etwa zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder zum Elektroniker für Informationstechnik, in denen weitere Spezialisierungen möglich sind“, erklärt Goller. Jugendlichen, die sich den einen oder anderen Beruf genauer anschauen wollen, rät Goller zu Praktika. „Die meisten Betriebe setzen ein Praktikum voraus. Diese Investition zahlt sich in jedem Fall aus. Bewerber können besser einschätzen, ob es sich um den Wunschberuf handelt, und lernen den Betrieb kennen.“

Das Handwerk sei auf talentierte und motivierte Nachwuchskräfte angewiesen, so Goller. Dies zeige die unverändert hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe in der Pandemie. „Wir verzeichnen nicht weniger, sondern mehr Angebote in der Lehrstellenbörse“, sagt der Ausbildungsfachmann und verweist darauf, dass aufgrund der mit der Corona-Krise verbundenen Erschwernisse kein einziges Lehrverhältnis aufgelöst worden sei.

Alle freien Lehrstellen 2021 und 2022 in den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb gibt es online unter www.hwk-reutlingen.de/lehrstellensuche.

Auch die IHK meldet noch offene Ausbildungsstellen über alle Branchen hinweg. Jugendliche finden in der IHK-Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de noch freie Ausbildungsplätze für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2021. Selbst einige beliebte und üblicherweise frühzeitig besetzte Ausbildungsberufe im kaufmännischen Bereich sind in diesem Jahr noch unbesetzt. In diesem Jahr kommen viele Vertragsabschlüsse erst nach der Sommerpause zustande. Zudem suchen noch zahlreiche Unternehmen nach Auszubildenden, weshalb nach Einschätzung der IHK im Laufe der nächsten Monate weitere Neuverträge eingehen werden und die Situation sich weiter stabilisieren wird. (red)