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Aktuelle Projekte


Stephan Mantz (links) erklärt Bettina Hagedorn und Martin Gerster (von rechts) die Planungen für das Dorfgemeinschaftshaus. FOTO: SIMON SCHWÖRER

Das größte Projekt, das die Ortschaft Wain stemmt, ist das Dorfgemeinschaftshaus. 

WAIN – Die Gemeinde hat eine alte Industriebrache gekauft. Anfang Juni wurde mit dem Abbruch der nicht mehr benötigten Gebäudeteile begonnen, damit im Herbst der Startschuss für den Neubau und der Sanierung des noch bestehenden Gebäudes erfolgen kann. „Im Dorfgemeinschaftshaus sollen Feuerwehr sowie Bauhof unterkommen und es steht zur Vereinsnutzung zur Verfügung. Außerdem ist ein Bürgersaal geplant“, beschreibt Stephan Mantz das einzigartige Projekt und die künftige Nutzung. Nachdem dafür über 500.000 Euro Bundesförderung vom Bundestag genehmigt wurden, haben sich die Geldgeber vor einigen Tagen über die Planungen vor Ort informiert. Staatssekretärin Bettina Hagedorn und der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster haben sich über das Projekt ein Bild gemacht, dessen Fertigstellung für Ende 2022 geplant ist.

Nach den Sommerferien steht die Friedhofserweiterung auf dem Plan der Gemeinde.

Noch in diesem Jahr ist eine Bürgerversammlung geplant, wenn es das Pandemie-Geschehen erlaubt, die zur Ideenentwicklung bezüglich Ortskernnachverdichten und Breitbandausbau dienen soll. „Außerdem werden die Ergebnisse des Starkregen-Managements präsentiert“, erklärt der Bürgermeister und ergänzt: „Wir sind vor einigen Jahren in dieses Projekt, wofür im November 2020 eine Förderung bewilligt wurde, eingestiegen, um herauszufinden, wo Gefährdungen liegen.“ Die Gebäude und Felder von Wain wurden digital vermessen, woraus ein digitales Geländemodell entstand. Das dafür zuständige Ingenieursbüro kann damit Regenfälle simulieren. Die Simulationen waren geplant, als zufälligerweise die Starkregen in der Region niedergingen. Bürgermeister Mantz war laufend mit der Feuerwehr unterwegs und hat die Pegelstände an das Ingenieursbüro weitergeleitet.

Bei den Unwettern in den letzten Wochen waren etwa 40 Häuser betroffen. Meist stand das Wasser in Kellern und Garagen, aber zum Teil auch im Wohnraum. Es gibt noch Häuser, die keine Rückstauklappe haben, wo das Wasser ebenso über das Kanalsystem eindrang. Gewerbe- und Dienstleistungsflächen waren genauso betroffen wie Straßen und Gehwege. Letztere wurden unterspült und Bäume sind umgestürzt. „Ich bin der Feuerwehr und dem Bauhof dankbar, dass alles gleich beseitigt wurde“, zeigt sich Bürgermeister Mantz durch die schnelle Unterstützung erleichtert.

Ein weiteres Projekt ist die Renaturierung der Weihung und der Abbau des bestehenden Wasserwehrs (die SZ berichtete). „Wir müssen einerseits auf die wasserrechtliche Genehmigung und die Zuschüsse warten, andererseits darf man nicht immer im Tierbereich eingreifen“, erklärt Stephan Mantz. Auf Kleinlebewesen und einen Biber muss Rücksicht genommen werden. Wahrscheinlich könne mit dem Bau der Fischtreppe im Sommer 2022 und mit der Renaturierung der nördlichen Weihung im Spätsommer 2022 begonnen werden.

Für die Vereine in der Kommune war die Zeit der Pandemie bisher eine lange Durststrecke, wodurch soziale Kontakte gelitten haben. Mantz schätzt, dass „das Hochfahren schwierig werden könne“. Er hofft jedoch, dass jeder wieder zu seinem Verein stößt: „Das Vereinsleben für einen kleinen Ort ist ganz wichtig.“ eko