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Eine Gemeinde mit eigenem Charme

Fotos: Gemeinde Berg - Bürgermeisterin Manuela Hugger im Interview.

Berg präsentiert sich als gesunde Gemeinde mit einer guten Infrastruktur. Über das Leben und Arbeiten in dieser Gemeinde und was aktuell ansteht hat Rosa Laner bei Bürgermeisterin Manuela Hugger nachgefragt.

Frau Hugger, wie geht es Ihnen nach diesem außergewöhnlichen Jahr der Corona-Krise?

Zunächst mal bin ich enorm dankbar, dass wir - meine Mitarbeitenden wie auch meine Familie - bislang gesund durch die Pandemie gekommen sind. Das ist nicht selbstverständlich. Mir persönlich geht es gut, vielen Dank! Man mag es kaum glauben, aber bis auf die schönen Momente bei runden Geburtstagen, an Stammtischen oder bei Vereinsfesten hat sich mein Alltag nicht verändert. Wir arbeiten im Rathaus in allen Ämtern ganz normal, erledigen alle kommunalen Aufgaben und organisieren obendrauf noch alles rund um Corona.

Bekommen Sie Rückmeldungen, wie es den ortsansässigen Betrieben und Geschäften geht?

Die Handwerksbetriebe arbeiten ja unter Corona-Bedingungen weiter, ebenso wie unsere Nahversorger und die Landwirte ohnehin. Wo’s klemmt, das ist bei der Gastronomie, wie überall deutschlandweit. Aber da versuchen wir natürlich auch zu unterstützen, indem wir hier mal ein feines Schnitzel und dort ab und an Pasta holen. Was wir hören ist, dass die Wintermonate aber zäh waren für die Gastronomen, schon weil alle Weihnachtsfeiern weggefallen sind.

Welches sind Bergs Wirtschaftsfaktoren?

Wir sind froh um jede Firma, die hier in Berg ihren Firmensitz nimmt und hat. Und das gilt natürlich auch für RAFI, mit denen wir ständig in engem Austausch stehen. Wenn ich sage, dass RAFI nach Möglichkeiten zur Erweiterung ihrer Firma suchen, dann plaudere ich kein Geheimnis aus. Auch da sind wir bemüht, behilflich zu sein, denn es ist uns eine Ehre, für den Stammsitz einer weltweit operierenden Firma Heimat zu sein. Und das wollen wir auch bleiben.

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Was ist das Reizvolle an Berg?

Ich könnte nun den Text des Berger Heimatlieds rezitieren oder von unserer sehr besonderen Höhenlage mit Rundumblick übers Schussental schwärmen. Aber Spaß beiseite: Die Gemeinde ist gesund und bietet alles, was man sich wünscht. Wir sind von A wie Ärzten über K wie kinderfreundlich und S wie seniorenfreundlich bis W für Wanderrouten überall gut dabei. Und am schönsten für mich: Berg profitiert sicher durch die Lage im Speckgürtel von Ravensburg. Und trotzdem hat die Gemeinde ihren ganz eigenen Charme bewahrt und zeichnet sich durch ein enorm hohes bürgerschaftliches Engagement aus.

Welche Planungen stehen an?


Aktuell entwickeln wir ein Neubaugebiet, in dem auch wieder junge Familien Platz finden sollen. Folgerichtig haben wir auch einen neuen, fünfgruppigen Kindergarten auf der Agenda. Und weil sich die Arbeitswelt nach Corona nicht wieder zurückentwickeln wird, deshalb arbeiten wir auch mit Hochdruck am Breitbandausbau. Damit auch unsere grauen und weißen Flecken in unserer weit verzweigten Gemeinde mit schnellem Internet versehen werden können.

Gibt es ein Bergfest in eingeschränkter Form?

Die momentanen Inzidenzzahlen geben Anlass zur Hoffnung, dass wir einen stressfreien Sommerauftakt genießen können. Aber das kann sich, wie wir alle wissen, schnell wieder ändern. Falls wir im Juli ganz moderate Fallzahlen haben sollten, dann werden wir mit dem Musikverein überlegen, ob sich eine abgespeckte Version unseres legendären Bergfests arrangieren lässt. Bestimmt aber wird es kein Bierzelt und keine Menschenmassen geben können.

Worauf freuen Sie sich?

Ganz persönlich freue ich mich über ein paar freie Tage, die ich gemeinsam mit meinem Mann verbringen werde – denn, so unglaublich es klingt, seit ziemlich genau einem Jahr hatte ich keinen Urlaub mehr. Und beruflich freue ich mich darauf, hoffentlich bald wieder näher an den BürgerInnen sein zu können: Beim Karrenumzug. Bei einem wunderbaren Bergfest 2022.

Welchen Wunsch haben Sie?

Ich wünsche mir, dass wir bald wieder andere Gesprächsthemen als Corona, Impfen oder Testen haben dürfen.