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Unterwegs in die Zukunft

Die Gemeinde Amtzell beabsichtigt auch über den Zielzeitpunkt 2025 hinaus eine beispielgebende „Smart Village“ zu sein. FOTO: GEMEINDE AMTELL

Der technische Fortschritt soll in Amtzell sichtbar werden - zum Beispiel durch ein digitales Ortsschild. Immerhin ist es die digitale Infrastruktur, mit der Gemeinden in Zeiten von Homeoffice und Smartfactories bei Arbeitnehmern wie Arbeitgebern gleichermaßen punkten.

AMTZELL - Neben dem Breitbandausbau wuppen Initiativen wie „@mtzell“ oder „Digitalisierung und Heimat“ die Gemeinde in den technischen Fortschritt. „Bei uns laufen mehrere Projekte parallel, die uns fit für die Zukunft machen sollen“, freut sich Clemens Moll, Bürgermeister der Gemeinde Amtzell. „Und das ist auch gut so.“ Denn selbst wenn schnelles Internet kein Alleinstellungsmerkmal mehr sei, so zahle es doch auf das Konto der Standortfaktoren ein. „Homeoffice und auch vernetzte Fabriken haben die Anforderungen an Gemeinden spürbar verändert“, sagt Moll.
   

Bereits gut aufgestellt

In Sachen Dateninfrastruktur sei Amtzell gut aufgestellt. „Seit Mitte der Neunzigerjahre haben wir in Leerrohrtechnik den innerörtlichen Bereich und vor allem alle Neubaugebiete mit Koax-Verkabelung ausgerüstet, über die unser Netzbetreiber aktuell bis zu mindestens 400 Mbit Bandbreite liefern kann“, erklärt Moll, der den Ausbau der digitalen Angebote in der Gemeinde und deren Einrichtungen schon seit mehreren Jahren vorantreibt. Die sukzessive Umrüstung auf Glasfaser sei hier später bei Bedarf jederzeit möglich. Während die Gewerbegebiete Schattenbuch, Geiselharz, Schauwies, Korb, Kogenwiese-Hummelau und das Mischgebiet Weiler-Geiselharz bereits vollständig über Glasfasertechnik erschlossen sind, sieht die mittelfristige Finanzplanung der Gemeinde (in Kooperation mit dem Zweckverband Breitband im Landkreis Ravensburg), den Restausbau der Breitbandversorgung mit Glasfaser bis zum Jahr 2024 vor.

Ein Umbruch für alle

„Im Zuge der Frage, was wir mit diesen Netzen machen, haben wir beschlossen, neue Wege zu gehen“, sagt Bürgermeister Moll. So habe man einen Fahrplan ausgearbeitet, nach dem man verschiedene Maßnahmen schrittweise umsetze. Schwerpunktmäßig stünden konkrete Nutzanwendungen für Bürger in den Bereichen eBürgerservice, Tourismus, Mobilität, Bildung und Seniorenarbeit im Fokus. So wurde die örtliche Grundschule mit digitalen Klassenzimmern ausgestattet (die Klassen 5 bis 10 folgen noch). Außerdem entsteht derzeit ein digitaler Denkmalpfad, der Gebäude mittels Handy „begehbar“ werden lässt und Hintergrundinformationen liefert.

Zudem bekommt Amtzell bald ein digitales Ortsschild, das von der Gemeinde bespielt werden kann, damit von außen sichtbar wird: Hier geht es ganz schön modern zu. (MEB)