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Die Gemeinde wächst stetig - ein guter Mix lockt Firmen an

Aufgrund guter Standortfaktoren wird Amtzell immer beliebter als Standort. FOTOS: AMTZELL

Amtzell hat sich den Slogan „Bärenstark im Allgäu“ auf die Fahne geschrieben - einerseits, weil der Bär im Wappen vorkommt, andererseits weil die Kommune seit Jahren wächst: Es lassen sich immer mehr Firmen nieder, da die Infrastruktur stimmt.

AMTZEL - „Nein, Bären gibt es hier nicht“, sagt Jürgen Gauß, Kämmerer der Gemeindeverwaltung Amtzell, lachend. Auch wenn dies die umliegenden Wäldchen der auf halber Strecke zwischen den Städten Ravensburg und Wangen im Allgäu gelegenen Gemeinde vielleicht vermuten ließen. „Bärenstark im Allgäu“, wie es im gemeindlichen Slogan heißt, sei in vielerlei Hinsicht passend: Neben dem beeindruckenden Alpenpanorama, das sich dem Betrachter bei guten Wetterverhältnissen bietet, und selbst Ureingesessene immer wieder in seinen Bann zieht, sei es in Amtzell gut zu wohnen, zu leben und zu arbeiten.

„Das strukturelle Umfeld ist einfach super“, fasst der Kämmerer zusammen. „Die Einwohner, insbesondere Familien finden ideale Bedingungen - ob Schule, Kinderbetreuung, Jugendmusikschule oder Bibliothek. Auch für die Umsetzung des generationenübergreifenden Gedankens gibt es in Amtzell viele Beispiele.“

So trage das gute Miteinander von Jung und Alt eben, wie es der Slogan vermittelt, zu einem „bärenstark“ ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gemeinde bei. Die gute Mischung aus Lage und Verkehrsanbindung, vorhandener Infrastruktur im sozialen Bereich und einer attraktiven Wohnlage, habe Amtzell in den letzten Jahren zu einem gefragten Standort für Betriebe und ihre Mitarbeiter gemacht.

Während die Gemeinde in den 1950er Jahren etwas mehr 2000 Einwohner zählte, leben inzwischen bereits über 4.200 Menschen in Amtzell, das sich auch gerne als „Tor zum Allgäu“ bezeichnet. Weil sich immer mehr Firmen - und mit ihnen mehr Menschen - in Amtzell niederlassen, braucht die Gemeinde dringend neuen Wohnraum.

Wohnprojekte auf dem Weg

Der Zuzug soll durch diverse Bauentwicklungen gestemmt werden: Im Grüntenweg, in Weiler-Geiselharz und den privaten Mehrfamilienhausprojekten an der Ravensburger Straße, in der Fohlenweide und an der Waldburger Straße wird in verschiedenen Segmenten neuer Wohnraum generiert. „Schwerpunkte unserer aktuellen Arbeit, sind weitere Projekte im Bereich Kapellenberg und Pfärrich“, sagt Kämmerer Jürgen Gauß. „Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass zuletzt im Grüntenweg mit der Stiftung Liebenau und vor allem im Zukunftsprojekt Kapellenberg III sozial wegweisende Projekte umgesetzt werden konnten oder sollen.“

Ein Pluspunkt für Amtzeller sei der große Branchenmix und die immense Dynamik im gewerblichen Bereich. „Das ermöglicht es, Auf und Abs in den einzelnen Branchen aufzufangen und Arbeitnehmer bei Bedarf in anderen Firmen unterzubringen“, sagt Gauß.

Firmen erhalten ein Ohr

Warum sich immer mehr Firmen für den Standort Amtzell entscheiden, liege auch dranan, dass sich die Gemeindeverwaltung um die Belange der Unternehmer kümmere. „Zu den Aufgaben der Gemeindeverwaltung gehört, ortsansässige Firmen zu betreuen, ihnen in allen Standortfragen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen und ihre Anregungen, Bedenken und Wünsche in die politische Diskussion einzubringen“, sagt Gauß. „Firmen sollen sich zumeist über längere Zeit an einem Ort gut entwickeln können und gute Möglichkeiten haben, ihre Produkte produzieren beziehungsweise verkaufen zu können.“

Gute Standortfaktoren

Im Gewerbegebietsbereich Schattbuch-Geiselharz-Schauwies füllen sich derzeit die als Optionsflächen an bestehende Unternehmen veräußerten Freiflächen nach und nach mit neuen Betriebsgebäuden bereits ansässiger und weiter wachsender Betriebe.

In jüngster Vergangenheit konnte die Gemeinde am Rande des Altbestandes im Weiler Geiselharz zusätzlich ein kleines Mischgebiet mit insgesamt 9 Baugrundstücken ausweisen. Hier gab es Raum für Aus- und Neugründungen von Unternehmen und auch für den stark nachgefragten Geschosswohnungsbau. (MEB)