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Gedenken an die Heiligen

Familien besuchen ihre Angehörigen. FOTO: THOMAS SIEDLER

Am 1. November feiern Christen in der ganzen Welt Allerheiligen. Anlässlich dieses Feiertags wird tatsächlich allen Heiligen gedacht, also auch denen, die noch nicht heiliggesprochen wurden.

Patotzki Bestattungen

REGION - Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus gab es so viele Heilige, dass es schwierig wurde, jedem einzelnen einen Tag zu widmen. Anfang des 4. Jahrhunderts führte daher die östliche Kirche den „Herrentag aller Heiligen“ am ersten Sonntag nach Pfingsten ein. Papst Gregor III. verschob den Feiertag für die Stadt Rom auf den 1. November.

Im Jahr 835 wurde Allerheiligen schließlich für die gesamte Westkirche auf den 1. November festgelegt.

Ein weitverbreiteter Brauch in der römisch-katholischen Kirche ist die Gräbersegnung an Allerheiligen. Die Gläubigen finden sich auf den Friedhöfen ein und gedenken der Verstorbenen. Sie säubern und schmücken die Gräber.

Traditionell wählen sie als Bepflanzung oftmals symbolische Gewächse. Dazu zählt etwa der Buchsbaum, der der Legende nach den Teufel fernhalten soll. Beliebt ist auch die Rose, die symbolisch für Jesus steht. Neben der Grabpflege ist es Brauch, Kerzen anzuzünden, die als Symbol der Auferstehung gelten. Außerdem werden zu Allerheiligen hierzulande häufig Allerheiligenstriezel an Patenkinder verschenkt. Das Hefeteig-Gebäck wird zu einem Zopf geflochten und mit buntem Zucker bestreut.

All diese Gesten sollen den Respekt und die Ehrfurcht der Lebenden vor den Toten symbolisieren. Dementsprechend ist Allerheiligen in vielen Bundesländern auch ein stiller Feiertag, an dem Tanzveranstaltungen und laute Musik verboten sind.

Allerseelen findet immer einen Tag nach Allerheiligen statt. Am 2. November gedenken die Gläubigen ihrer Verstorbenen und schmücken die Gräber mit Kerzen.