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Der Platzwirt: modern und bodenständig

Das Gasthaus Platzwirt in der Ortsmitte von Unterschneidheim ist komplett umgebaut und saniert worden. FOTO: HAFI

Die Gastwirtschaft „Platzwirt“ ist vergrößert und komplett saniert worden. Das Traditionshaus in der Mitte von Unterschneidheim hat auch den neuen Namen „Platzwirt“ erhalten, früher hieß es „Zum Kreuz“. Aber der Hausname lautete schon lange Zeit „Platzwirt“ und hat sich so eingebürgert. Wenn jemand gefragt hat: „Wo gehst Du hin, dann hieß es zum „Platzwirt“. Diesem Namen ist auch die Familie Eiberger-Fuchs treu geblieben.

UNTERSCHNEIDHEIM - Der „Platzwirt“ liegt zentral, praktisch in der Mitte von Unterschneidheim und kann auf eine große Tradition zurückblicken. So wird die Gastwirtschaft nun bereits in der fünften Generation von der Familie Eiberger geführt. Anja Eiberger-Fuchs hat die Wirtschaft von ihrer Mutter Marianne übernommen. Diese ist auch heute noch ein Garant für schwäbische Leckereien, von denen zum Beispiel der Zwiebelrostbraten, die Spätzle und der Kartoffelsalat, natürlich alles hausgemacht, zu nennen sind und gar mancher Gast schwärmt: „Da schmeckt es wie bei Muttern.“

Auf Regionalität und Qualität legt das gesamte Team großen Wert. „Natürlich geht das alles nur, wenn alle im Team zusammenarbeiten“, erzählt Anja Eiberger-Fuchs, das gelte für die Küche genauso, wie für den gesamten Familienbetrieb. „Wenn die Familie nicht mithelfen würde, könnten wir das nicht stemmen“, hakt auch Bernd Fuchs, der Ehemann von Anja, ein.

Das Wirtsehepaar Anja Eiberger-Fuchs und Bernd Fuchs im Gastraum. FOTO: HAFI
Das Wirtsehepaar Anja Eiberger-Fuchs und Bernd Fuchs im Gastraum. FOTO: HAFI

Gemütliches Ambiente

Die Gastwirtschaft präsentiert sich nach dem Komplettumbau in modernstem Design, wobei neben Design aber das gemütliche Ambiente den Innenausbau bestimmt hat. Die Wände sind in Eiche Natur gehalten, die Tische in Ahorn massiv. Die komplett neu gestaltete Gastwirtschaft mit Akustikdecken, flexibler Beleuchtung und einem ausgereiften Be- und Entlüftungssystem bietet Platz für rund 125 Gäste. Die Wirtschaft hat 100, das Nebenzimmer 25 Sitzplätze. Die Raumgestaltung ist sehr flexibel. Insgesamt können vier Gasträume durch Trennsegmente geschaffen werden und damit Platz für eben vier verschiedene Veranstaltungen bieten, ohne dass eine davon gestört ist. Damit bieten sich die Räumlichkeiten an für Familientreffen, Seniorenzusammenkünfte, Geburtstage, Taufen, Hochzeiten und vieles mehr. Die Individualität der Raumgestaltung war der Familie Eiberger-Fuchs schon bei der Planung ein großes Anliegen. Ebenso die Nachhaltigkeit in Sachen Energieversorgung, so kommt Strom und Wärme aus einem eigenen Blockheizkraftwerk und wird zusätzlich durch eine Photovoltaikanlage erzeugt.

Die Schritte bis zum Umbau

Bis all die Planungen und Umbauarbeiten jedoch so weit waren, ging einige Zeit ins Land. So wurde zum Beispiel die frühere Terrasse überbaut und zu einem Gastraum umgemodelt, die ehemalige Küche wurde ebenfalls zum Gastraum und ein Teil davon zum Büro. Aus der alten Metzgerei und dem dazugehörigen Schlachtraum wurde eine hochmoderne Küche sowie ein Lager und Kühlräume. Der alte Saal im Obergeschoss wurde zu zehn gemütlichen Fremdenzimmern umgebaut, die auch zu zweit benutzt werden können, eines davon ist größer. „Die Idee, den Saal aufzugeben, hat uns lange beschäftigt“, erinnert sich Familie Eiberger-Fuchs aber die Bewirtung des Saals sei schon immer sehr arbeitsintensiv gewesen. „Dort oben brauchten wir eine komplett eingerichtete Theke und das Essen musste immer von unten über 16 Treppen nach oben geschafft werden. „Das war nicht einfach und hat auch deutlich mehr Personal gefordert“, sagen die Zwei.

„Die Gästezimmer, die den Raum des alten Saals eingenommen haben, haben sich bewährt und bieten sich für Geschäftsleute oder Firmenbesuchern der Unterschneidheimer Firmen genauso an, wie als Übernachtungsmöglichkeit von Touristen, die zum Beispiel mit dem Rad unterwegs sind oder einfach eine Übernachtung in ruhiger, gediegener Atmosphäre suchen. Unterschneidheim liegt in einer landschaftlich reizvollen Umgebung, direkt am „Grünen Pfad“ oder am Limesradweg.

In unmittelbarer Umgebung gibt es einen Badesee, der Ipf ist nicht weit, ebenso Schloss Baldern, Nördlingen, Dinkelsbühl oder Ellwangen. Zu entdecken gibt es viel rund um Unterschneidheim. VON HARIOLF FINK