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Der neue „Hecht“ erlebt viel Zuspruch

Die Gaststätte und Pension „Hecht“ in Schemmerberg.

Schon ein paar Wochen sind ins Land gezogen, seit am 19. September die neue Gaststätte „Zum Hecht“ in Schemmerberg eröffnet wurde. Für Ferdinand Hanser und seine Familie ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen – und ein arbeitsreiches Jahr mit dem Bau zu Ende. Bereits vor zwei Jahren hatten die Hansers eine Pension mit zwölf Zimmern eröffnet, die sehr gut funktioniert.

SCHEMMERBERG - „Wir sind die meiste Zeit ausgebucht. Es kommen Monteure, Geschäftsleute, aber auch Familien mit Kindern verbringen ein Wochenende bei uns“, freut sich Ferdinand Hanser. Auch darum hatte er sich entschlossen, zusätzlich noch eine Gaststätte zu eröffnen.

Den „Hecht“ in Schemmerberg gibt es schon seit mehr als 150 Jahren, immer betrieben von der Familie Hanser. Zuletzt war Maria Hanser, die Mutter von Ferdinand Hanser, bis 2015 die Chefin, ehe sie dann mit 86 Jahren in den Ruhestand ging. Sie bewirtete die Gäste sonntagmorgens nach der Kirche und abends drei Tage in der Woche. „Das hat ihr viel bedeutet, das war ihr Lebenswerk“, erzählt Hanser. Doch am Ende kam nur noch eine Handvoll Stammgäste zum Kartenspielen.

Dass in Schemmerberg eine Gaststätte fehlt und dass er eine solche bauen wollte, daran zweifelte Ferdinand Hanser nie. Jetzt wirkt Hanser erleichtert. Viele der Arbeiten erbrachte er mit seiner Partnerin Galina Weht und seinem Sohn Michael Hanser in Eigenleistung.

Hinzu kamen die unzähligen Vorschriften und Auflagen für den Neubau. Hanser und Weht besuchten unter anderem auch einen Gaststätten- und einen Hygienekurs, um die neue Konzession zu erhalten.

Jetzt sei ein wichtiges Ziel erreicht, die Gaststätte ist fertig. „Ich will, dass hier jetzt Leben einkehrt. Alle sind willkommen“, betont Hanser. Und das scheint zu gelingen. Einheimische wie Radler (eigene E-Bike-Ladestation) oder auch größere Gruppen kommen gern in den neuen „Hecht“. Zum Essen gibt es kleine Snacks und einfache Speisen wie Wurstsalat oder Saitenwürste. Geöffnet hat die schmucke Gaststätte, die schon in den ersten Wochen sehr gut angenommen wurde, montags bis freitags von 15 bis 23 Uhr, am Samstag von 13 bis 23 Uhr und am Sonntag von 10 bis 23 Uhr. Dann gibt es auch einen Frühschoppen. Ein Stammtisch habe sich auch schon gefunden, so Galina Weht. Im Sommer lädt eine große Außenterrasse mit 40 Plätzen zum Verweilen ein.

Darüber hinaus möchte Hanser mehrere Veranstaltungen anbieten: Einmal monatlich könnten Tanzabende stattfinden, am Wochenende zudem Cocktailpartys. Eine Silversterparty mit Musik und Tanz hat Ferdinand Hanser schon im Kopf, die er gern für die Gäste umsetzen möchte. Die können das Lokal im Übrigen auch für Familien- oder Firmenfeiern mieten oder auch für Seminare und Tagungen.

An Ostern möchte Hanser eine alte Tradition wieder aufleben lassen: das Brezelnwürfeln. Dabei wird in Gruppen um die großen Osterbrezeln gewürfelt. Wer gewinnt, darf die Brezeln mit nach Hause nehmen. „Das hatte schon im ehemaligen Gasthaus Hecht Tradition“, erzählt Hanser. „Damals brauchten wir einmal für ein Ostern 1200 Brezeln.“

Bereits in der Bauphase hätte die Familie vom Schemmerberger Ortschaftsrat und aus dem Schemmerhofer Gemeinderat sowie von den Nachbarn viel Unterstützung und Zuspruch erfahren. Der neue „Hecht“ ist eine Bereicherung für die gesamte Gemeinde und deren Einwohner.