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Die Geschichte zum Gallusmarkt

Seit Jahrzehnten ist der beliebte Gallusmarkt, der alljährlich im Herbst stattfindet, ein fester Bestandteil im Jahreskalender der Leutkircher Bevölkerung und ist immer sehr gut besucht. FOTOS: SZ-ARCHIV

Der Leutkircher Gallusmarkt kann mit einer langen Tradition aufweisen. Namenspatron ist der keltische Wandermönch Gallus, der um 600 nach Christi in der Region als Missionar tätig war.

Das Marktrecht war eines der ersten Privilegien der Stadt Leutkirch und wurde im Stadtrecht im Jahr 1380 vermerkt. Der Gallusmarkt, der um den Namenstag des Wandermönchs und Missionars Gallus (16. Oktober) herum stattfindet, ist einer der bedeutendsten Herbstmärkte des württembergischen und bayerischen Allgäus.

Von 1925 an wurde der Gallusmarkt immer montags und dienstags abgehalten, damit der Ansturm der Käufer sich verteilt. Abends gab es Tanz in der Festhalle. 1985 hat man im Trend der Zeit, den Markttag am Dienstag abgeschafft und dafür einen verkaufsoffenen Sonntag vor dem Gallusmarkt am Montag eingeführt.

Der Heilige Gallus, Namensgeber des Marktes, war ein Kelte, der vor allem im Bodenseeraum wirkte. Er missionierte, ausgehend vom Kloster St. Gallen, um 600 nach Christus das Allgäu maßgeblich zum Christentum.

Um 590 machte sich der Mönch Gallus mit seinen zwölf Gefährten auf, rheinaufwärts bis ins Gebiet um Bregenz und St. Gallen zu reisen und dort den christlichen Glauben zu verbreiten. Gallus lebte und wirkte als Eremit in einer Klause am Südwestrand des Bodensees. Dort starb er dann am 16. Oktober 620, das Datum, das bis heute als sein Namenstag gefeiert wird. red