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FV Biberach: Mit Ambitionen oben mitspielen

Der FV Biberach hat gute Chancen, in der Landesliga eine sehr gute Rolle zu spielen. FOTO: HEINZ REMKE

Der FV Biberach hat zum Start der Spielzeit 2021/22 in der Fußball-Landesliga ein Heimspiel vor der Brust. Gegner ist der TSV Riedlingen (Anstoß: Freitag, 19 Uhr). Vorn mitspielen formuliert der Club aus der Kreisstadt als Saisonziel.

BIBERACH - „Co-Trainer Armin Hertenberger und ich wissen, dass die Mannschaft die Qualität hat, oben mitzuspielen, unter den ersten Fünf. Wir werden von Spiel zu Spiel schauen“, sagt Florian Treske, Spielertrainer des FV Biberach. „Das oberste Ziel ist es, jeden einzelnen Spieler weiterzuentwickeln.“ Topfavorit auf den Meistertitel ist für ihn der FC Albstadt („Der Kader ist top besetzt“). Ansonsten hat Treske noch den FV Olympia Laupheim („Hat sich richtig gut verstärkt“) und die TSG Balingen II („Eine sehr gute junge Mannschaft“) auf der Rechnung.

Für Treske ist es die dritte Spielzeit als verantwortlicher Spielertrainer beim FV Biberach, die ersten beiden wurden coronabedingt vorzeitig abgebrochen. „Ich hoffe, dass es meine erste komplette Saison als Chefcoach wird. Die Chancen stehen 50:50, dass die Spielzeit zu Ende gespielt werden kann“, sagt der 33-Jährige. „Lassen wir uns überraschen. Es liegt nicht in unserer Hand. Ich glaube, wir tun gut daran, von Woche zu Woche zu schauen.“ Das außerordentliche Spielsystem für die Saison 2021/22 mit einer normalen Hinrunde und anschließender Auf- und Abstiegsrunde sei das Richtige angesichts der Corona-Situation. „28 Spieltage durchzubringen ist realistischer als 38. Es kann ja immer auch einen Corona-Fall bei einer Mannschaft geben.“

Grimm

Mit der Vorbereitung ist Treske rückblickend richtig zufrieden. „Die Trainingsbeteiligung war sehr gut, die Jungs haben sehr gut mitgezogen“, so der FVB-Spielertrainer. Die negative Testspielbilanz interessiere ihn nicht. „Wir haben gute Erkenntnisse aus den Partien gesammelt. Das ist das Wichtigste.“ Die Leistung im WFV-Pokalspiel gegen Albstadt (4:5 nach Elfmeterschießen) sei spielerisch richtig gut gewesen. „Außerdem konnte die Mannschaft 120 Minuten durchpowern. Wir hatten Albstadt unter Kontrolle“, sagt Treske. „Einzig die Torchancenverwertung war mangelhaft. Die Niederlage schmerzt, ist aber kein Beinbruch.“

Die Zugänge haben sich laut dem FVB-Spielertrainer alle gut integriert. Die sechs aufgerückten A-Jugendspieler – Kevin Wistuba, Tim Nussbaumer, Lukas Höchst, Jonah Winkler, Julian Schmidt, Atif Kavak – hätten fast die komplette Vorbereitung bei der „Ersten“ mitgemacht. „Mittelfeldspieler Kevin Wistuba hat ein Riesenpotenzial gezeigt mit seinen 19 Jahren. Er wird definitiv zum Stamm der ,Ersten‘ gehören“, so Treske.

Torwart Atif Kavak werde die Nummer zwei hinter Rückkehrer Alexander Beck vom SV Ringschnait („Er ist ein richtig guter Keeper, auch mit guten spielerischen Qualitäten“) sein, weil sich Florian Fritzenschaf zunächst eine berufliche Auszeit nehme. Die anderen vier A-Jugendspieler seien Perspektivspieler mit Potenzial und sollen sich über Spielpraxis in der „Zweiten“ für die „Erste“ empfehlen.

Dass Andreas Wonschick (vom TSV Ummendorf) wieder zurück ist, findet der FVB-Spielertrainer richtig gut. „Wir wissen was, wir an ihm haben. Er hilft uns allein schon mit seiner Präsenz auf dem Platz.“ Kapitän werde Wonschick aber nicht wieder werden. „Der bleibt Fabian Scheffold und sein Vertreter Jonathan Hummler“, sagt Treske.

Die weiteren externen Zugänge, Giovane Eisler und Ersin Cerimi (beide FV Illertissen II), hätten unter Beweis gestellt, dass sie Potenzial haben. „Beide sind technisch sehr gut, aber es fehlt ihnen die Spielpraxis aus den vergangenen Jahren. Bei Illertissen II sind sie nicht oft zum Einsatz gekommen“, so der FVB-Spielertrainer.

Er sagt weiter: „Einen Stammplatz in der Mannschaft hat nur Torwart Alexander Beck. Ansonsten haben wir einen großen, sehr gut besetzten Kader, aus dem uns jeder helfen kann. Es spielen immer nur die, die den besten Eindruck im Training machen.“

Das Heimspiel am ersten Spieltag gegen den TSV Riedlingen ist für Treske eine echte Standortbestimmung. „Der TSV hat eine richtig gute Mannschaft, mit dem besten offensiven Umschaltspiel der Liga. Ich erwarte ein gutes Spiel am Freitagabend“, sagt der 33-Jährige. „Wir wollen das Spiel gewinnen, um mit einem positiven Gefühl in die Saison zu starten. So gehen wir die Partie an, wissen aber auch, dass es eine harte Nuss wird.“

Nicht zur Verfügung stehen werden Ramon Diamant (Kreuzbandriss) und Fabian Scheffold (Knieprobleme). (feg)