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Stadt und Feuerwehr sind stolz

Landrat Heiko Schmid übergibt einen sogenannten Gerätewagen Logistik 2 mit Rollbehältern. Das Fahrzeug ist vor allem für den Einsatz bei Unwetterkatastrophen vorgesehen. FOTO: OH

Das neue Ochsenhauser Feuerwehr- Gerätehaus ist bereits am 17. September mit einem offiziellen Festakt offiziell eingeweiht worden. Zwar wurde das Gebäude schon im Herbst letzten Jahres fertiggestellt und ist seit Dezember in Betrieb, die Einweihung musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden.

OCHSENHAUSEN - Unter den Ehrengästen waren nicht nur Vertreter der Feuerwehren und des Gemeinderats, sondern neben Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller auch Regierungsvizepräsident Utz Remlinger.

In seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Andreas Denzel an die lange Zeit, die es gedauert habe, bis das neue Feuerwehrgerätehaus von den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden übernommen werden konnte. Letztlich hätte sich ein Neubau als beste Lösung abgezeichnet, wobei es dann „neben der Frage des Standorts" auch darum gegangen sei, „ob sich die Stadt überhaupt ein neues Feuerwehrgerätehaus leisten" könne, wie Denzel ausführte. Nach einem Architektenwettbewerb 2015 folgte im Oktober 2018 der erste Spatenstich, ein Jahr später das Richtfest und im Dezember 2020 der Einzug der Feuerwehr in ihr neues Domizil.

Der Bürgermeister dankte allen, die sich für den Bau engagiert hätten: vom Architekturbüro Sick & Fischbach und den am Bau beteiligten Firmen bis zum eigens gegründeten Bauausschuss der Feuerwehr. Ebenso dankte er dem Land, das für den 6,2 Millionen Euro teuren Bau Zuschüsse in Höhe von 925 000 Euro gewährt habe. Entstanden sei, so der Schultes, bei weitem kein Luxusgebäude, sondern ein „ästhetisch sehr schönes, modernes und absolut zweckmäßiges Gebäude, das die Bedürfnisse der Feuerwehr optimal" erfülle. Er wies darauf hin, dass auch die Ausstattung des Gebäudes die Anforderungen, die heute an eine Feuerwehr gestellt würden, erfüllen müsse.

Große Freude herrschte bei den Mitgliedern der Feuerwehr, dass sie mit dem neuen Gebäude auch noch vier neue Fahrzeuge in Besitz nehmen konnten. Landrat Heiko Schmid hatte einen sogenannten Gerätewagen Logistik 2 mit Rollbehältern übergeben. Das Fahrzeug ist vor allem für den Einsatz bei Unwetterkatastrophen vorgesehen. Außerdem durfte Denzel drei Mannschaftstransportwagen übergeben, deren Beschaffung der Ochsenhauser Gemeinderat zugestimmt hatte. Die Fahrzeuge stehen künftig den Abteilungen Ochsenhausen, Mittelbuch und Reinstetten zur Verfügung.

Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller zeigte sich erfreut, dass die Ochsenhauser Stützpunktfeuerwehr neben ihrem Gebäude auch den neuen Gerätewagen in Besitz nehmen konnte. Sie betonte, dass dieser Teil des Unwetterkonzepts des Landkreises sei und bei Bedarf auch in den umliegenden Gemeinden eingesetzt werden solle.

Kommandant Torsten Koch lobte die Feuerwehrkameraden, die beim Bau des neuen Gerätehauses sehr viel Engagement gezeigt hätten. Das neue Gebäude sei „an Effektivität kaum zu überbieten", schwärmte der Kommandant. Und auch der rund 23 Meter hohe Übungsturm mit seinen 114 Treppenstufen sei eine wichtige Investition in die Ausbildung der Feuerwehr.

Paul Ehrhart wurde zum Ehrenkommandant und Ernst Zobel zum Ehrenmitglied ernannt. Beide erhielten vom Stadtoberhaupt eine entsprechende Urkunde. Ebenso dankte Denzel dem Leiter des Bauausschusses, Martin Klotz, für seinen großen Einsatz für das neue Gerätehaus. Ferner dankte er dem bisherigen zweiten stellvertretenden Kommandanten, Gebhard Mayer, der sein Amt Mitte des vergangenen Jahres aufgegeben habe.

Weitere Ehrungen gab es von Herbert Glutsch vom Kreisfeuerwehrverband. Er überreichte die Ehrenspange in Bronze an Martin Klotz und die Ehrenspange in Silber an Gebhard Mayer. Eine weitere Ehrenspange erhielt Tanja Oelmaier, die als ehemalige Hauptamtsleiterin bei der Stadt Ochsenhausen für die Feuerwehr zuständig gewesen und den Bau des neuen Gebäudes maßgeblich begleitet hatte.

Zum Abschluss der Feier wurden das Gebäude und die neuen Fahrzeuge durch die Ortsgeistlichen Dekan Sigmund Schänzle von der Katholischen und Pfarrer Jörg Schwarz von der Evangelischen Kirchengemeinde gesegnet. (me)