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Endlich wieder Gäste verwöhnen

Die Freude ist auf allen Seiten groß: Sowohl die Gäste als auch die Betreiber und Angestellten sind glücklich, dass die Branche allmählich wieder hochfährt. Die Besucher können beruhigt sein: Auch die Systemgastronomie ist bestens für einen Neuanfang gewappnet. FOTO: DJD

Die Corona-Pandemie hat die Gastronomie schwer getroffen und es wird einige Zeit dauern, bis sie sich vom harten Lockdown und den Umsatzeinbußen erholt haben wird. Laut Statistischem Bundesamt muss die Gesamtgastronomie einen Umsatzeinbruch von 40 Prozent für das Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Nun heißt es möglichst schnell zurück zur Normalität.

REGION - Die Systemgastronomie ist dank ihrer schnellen Reaktion etwas weniger schlecht durch die Krise gekommen: Während etwa der Gesamtmarkt über 30 Prozent der Besucher verlor, waren es bei der Systemgastronomie „nur“ 24 Prozent. In vielen Restaurants wurden sowohl Lieferung als auch Abholservice und Drive-in angeboten. Schwieriger war es hingegen für sogenannte Fullservice-Konzepte.


Die Gastronomie freut sich auf den Neuanfang


Auf den Neuanfang ist die Branche bestens vorbereitet. Ein großer Vorteil ist, dass sie ihre mehr als 120.000 Beschäftigten größtenteils während des Lockdowns halten konnte, die nun für den Neustart bereitstehen. Mit dem Abschluss des Entgelttarifvertrags im März 2020 sowie der Vereinbarung zur tariflichen Kurzarbeit - als erste Branche überhaupt - konnten Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Arbeitsplätze zu sichern.

„Für unsere Mitarbeiter ist es sehr positiv, dass wir mit dem Zuschuss zum Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des durchschnittlichen Nettoentgelts aufstocken“, erklärt Mirko Silz, CEO der Münchner Systemgastronomie-Kette FR L’Osteria SE.

In der Krise sieht Silz auch eine Chance für die Zukunft. So seien etwa Themen wie Digitalisierung oder Delivery sehr schnell umgesetzt worden: „Davon profitieren die Gäste natürlich auch künftig“. Ebenso wie von den umfangreichen Hygienekonzepten, die den Gastromitarbeitern in Fleisch und Blut übergegangen seien. „Wir können Gäste nun endlich wieder verwöhnen“, zeigt sich Silz erfreut. Und die warten schon sehnsüchtig auf das Stück Normalität.

Bei einer Umfrage, die auf dem Statistikportal Statista veröffentlicht wurde, gaben rund 90 Prozent der Befragten an, dass sie den Gastronomiebesuch vermissen. Insbesondere der gemeinsame Besuch mit Freunden oder der Familie sowie gutes Essen und Trinken fehlte ihnen.

Das bestätigt auch Daniel Ohl vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga: Ihm zufolge ist die Buchungslage der Betriebe im baden-württembergischen Gastgewerbe erfreulich gut. (djd/red)

Nachfrage-Boom in der Gastronomie

Ein Neuanfang bedeutet auch immer gute Jobchancen: Während sich die Gastronomen auf einen Besucheransturm vorbereiten, suchen sie auch verstärkt Personal.

Bereits in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 ist laut Step-Stone Jobatlas die Zahl der neu geschalteten Stellen im Hotel- und Gastgewerbe um 22 Prozent gegenüber dem letzten Quartal im Jahr 2020 gestiegen. Und die Möglichkeiten sind vielseitig. Ob Aushilfe, Minijobber, Quereinsteiger oder Fachkraft, der Gastronomiebereich bietet gute Entwicklungschancen. Die Jobbörsen bieten einen Überblick.