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Das Elektrohandwerk: Eine solide Ausbildung für die sichere Zukunft

In der neuen Ausbildungsbroschüre werden u.a. die Ausbildungsberufe EGT und Gebäudesystemintegrator beschrieben. FOTOS: ELEKTRO-INNUNG RAVENSBURG

Trotz der Corona-Pandemie braucht das Elektrohandwerk auch in Zukunft noch zahlreiche Fachkräfte. Daher lohnt sich eine Ausbildung im Elektrohandwerk auf jeden Fall, meint Armin Jöchle, Obermeister der Elektro-Innung Ravensburg:

Ausbildung mit Zukunftsthemen
  

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„Von der Installation einer Ladesäule für ein Elektrofahrzeug über das Vernetzen von smarter Technik in einem Gebäude bis hin zum digitalen Einbruchschutz – unsere Auszubildende dürfen jeden Tag mit aktueller Technik und Zukunftstrends arbeiten wie auch elektronische Basisarbeiten erledigen. Da wird es niemandem langweilig“, erklärt Armin Jöchle, Obermeister der Elektro-Innung Ravensburg. Das Elektrohandwerk habe trotz Corona-Pandemie auch in Zukunft einen hohen Fachkräftebedarf: „Gründe sind unter anderem die steigende Nachfrage nach Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität, PV- und Speichertechnologie, der Sanierungsbedarf in Gebäuden und die Anwendungen im Smart Home“, erklärt Armin Jöchle. „Die Ausbildung im E-Handwerk ist sehr breit gefächert und führt in eine sichere berufliche Zukunft“, betonter.
  

Welche Berufe gibt es im Bereich der Elektrobranche?

Ab dem Ausbildungsjahr 2021/2022 gelten die neuen Ausbildungsordnungen. Ausgebildet wird dann in den fünf elektrohandwerklichen Berufen: Elektroniker/-in Gebäudesystemintegration (neu), Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker/-in Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik, Informationselektroniker/-in und Elektroniker/-in Maschinen und Antriebstechnik.

Das E-Handwerk zieht bei Auszubildenden

Mit gegenwärtig rund 5.000 Auszubildenden im Land sind die Elektrohandwerke eine der attraktivsten Branchen – nicht nur im Handwerk. Der Elektroniker mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik gehört zu den beliebtesten Ausbildungsberufen im Handwerk. „Die Zukunftsbranche verzeichnet seit 2011 steigende Beschäftigtenzahlen. Die anstehenden Anpassungen im Bereich der Ausbildungsberufe mit Qualifizierung im Bereich der Gebäudesystemintegration wird eine Karriere im EHandwerk künftig noch attraktiver machen,“ erklärt Armin Jöchle. „Gerne können sich Schüler bei unseren Fachbetrieben oder bei uns in der Elektro-Innung über die Ausbildungsberufe informieren“, bietet der Obermeister an.

Ohne Strom läuft nichts!

Vom Smartphone über den cleveren Kühlschrank bis hin zur Solartechnik – ohne Elektronik läuft heutzutage nichts mehr. Für alle, die gern am PC, aber auch im Team arbeiten und sich für Antriebs-, Gebäude- oder Steuerungstechnik begeistern, ist das E-Handwerk eine gute Wahl. Zudem tragen E-Handwerker durch effiziente Lösungen viel zur Energieeinsparung und Digitalisierung bei. „Wir E-Handwerker sind auch während der Corona-Pandemie für unsere Kunden da – wir beraten weiterhin und installieren vor Ort. Natürlich achten wir dabei auf die vorgegebenen Hygieneregeln“, betont Armin Jöchle.
  

Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

So vielfältig ist der Beruf!

Direkt beim Kunden vor Ort Dank Dir hat der Kunde ein energieeffizientes System, dessen Funktionen Du ihm genau erklären kannst.

Der Zukunft auf der Spur

Egal ob Smart Home oder die neuesten Photovoltaik-Anlagen: Was die neuste Technik angeht, Du bist ganz vorne mit dabei!

Immer mittendrin

Ob Privathaus, große Wohnanlage, Büro, Hotel oder Industriegebäude: Wenn es um Gebäude und ihre Energieversorgung geht, bist Du gefragt!

Gebäude werden intelligent - durch Dich

Nachhaltig heizen, Energie einsparen und ein Haus das quasi mitdenkt – Du kennst die ganze Technik, die notwendig ist.

Programmieren, steuern, aufbauen

Dir ist kein Arbeitsbereich zu schwierig, wenn es um intelligente Gebäude und Geräte geht.

Immer mehr Menschen wollen es so komfortabel wie möglich haben, sowohl im Büro als auch zuhause. Hier kommst Du ins Spiel. Wenn Du Dich für intelligente Gebäudetechnik, Energiemanagement und regenerative Energien interessierst, dann bis Du hier richtig. Als Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik lernst Du alles über Energieverteilungsanlagen, Beleuchtungssysteme, Gebäudeautomatisierung und Blitzschutzanlagen. Läuft man was nicht, kannst Du den Fehler analysieren und beheben. Hier hilfst Du als cleverer Elektroniker Deinen Kunden zu einem zukunftsorientierten und modernen Smart Home!
  

Mehr Infos

Weitere Informationen zur Ausbildung im E-Handwerk und freien Stellen gibt es unter www.e-zubis.de oder bei der Elektro-Innung Ravensburg www.elektroinnung-ravensburg.de

Vier Fragen an den Fachverband

Was bedeutet die Neuordnung für mich als Ausbildungsbetrieb?

Die Neuordnung der bisherigen Ausbildungsberufe hat kaum Auswirkung auf die Betriebe, die bisher schon ausgebildet haben. Hier wurden in erster Linie die Inhalte an die aktuellen Anforderungen angepasst und sinnvoll ergänzt beziehungsweise zusammengefasst. Informationen und Details zur aktuellen Ausbildungsordnung findet man im Internet unter www.zveh.de/neue-berufe

Warum wird der neue Beruf Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration geschaffen?

Das Interesse an Smart Home wächst seit Jahren. Gleichzeitig führt die Energiewende dazu, dass Energie zunehmend dezentral erzeugt wird. Immer mehr Gebäude verfügen über Photovoltaik-Anlagen, Speicher oder ein integriertes Energiemanagement. All das sind Einsatzgebiete für Vernetzungsspezialisten, die in der Lage sind, komplexe Systeme zu integrieren und dabei schnittstellenübergreifend zu denken. Mit dem neuen Beruf gelingt es uns zudem, Angebote rund um intelligente Gebäudetechnik fester in der elektrohandwerklichen Dienstleistung zu verankern.

Was muss ich tun, wenn ich in dem neuen Beruf ausbilden will? An wen wende ich mich?

Wie bei allen E-Handwerksberufen muss auch der Elektroniker für Gebäudesystemintegrator zunächst elektrotechnische Grundkenntnisse, insbesondere im Bereich der elektrischen Sicherheit, gelehrt bekommen. Die Inhalte zur Ausbildung einer Elektrofachkraft sind hier also größtenteils identisch mit denen des Energie- und Gebäudetechnikers. Die Schwerpunkte des Gebäudesystemintegrators liegen danach aber auf dem planerischen und systemischen Können. Daher sind, wenn es ums Ausbilden geht, in erster Linie Betriebe angesprochen, die sich mit der Planung und Ausführung von gewerkeübergreifenden Projekten beschäftigen. Wenn die in der Ausbildungsordnung beschrieben Inhalte umgesetzt werden können, sind die meisten E-Handwerksbetriebe in der Lage den Elektroniker für Gebäudesystemintegration auszubilden.

Welche Qualifikationen sollte ich mitbringen, wenn ich mich zum/zur Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration ausbilden lassen möchte?

Grundsätzlich steht der Beruf allen Schulabgängern offen. Neben einer Affinität zur Elektrotechnik ist eine weitere wichtige Grundvoraussetzung, dass man ein ausgeprägtes Verständnis mitbringt, komplexere Zusammenhänge zu begreifen und umzusetzen. Der Beruf bietet daher auch Abiturienten oder Studienumsteigern eine gute Möglichkeit, sich in einem elektrotechnischen Berufsfeld zu positionieren und weiterzuentwickeln. Andreas Habermehl (Geschäftsführer Technik und Berufsbildung im ZVEH)