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Wegen der „Bundesnotbremse“ ist nur noch „Click & Collect“ erlaubt

Gartenmärkte, wie hier „Blumen Bosch“ in Mengen, gehören zu den privilegierten Geschäften und dürfen trotz „Notbremse“ geöffnet bleiben. So wie auf unserem Foto geht es im Moment allerdings nicht. Bei Geschäften bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmetern erlaubt, darüber hinausgehend dann noch ein Kunde pro 40 Quadratmetern. FOTOS: PRIVAT

Obwohl die von der Bundesregierung geplante bundesweite Corona-“Notbremse“ noch gar nicht endgültig beschlossen ist und demnächst wohl in abgespeckter Form kommen wird, setzt Baden-Württemberg die geplante Version seit Montag um. Alle Landkreise sind gezwungen, sich strikt an die Vorgaben zu halten. Was bedeutet das für den weiterhin geschlossenen Einzelhandel? Was für die Geschäfte des täglichen Bedarfs, die geöffnet haben dürfen? Für die Gastronomie? Welche Inzidenzwerte werden dabei zu Grunde gelegt? Wir geben an dieser Stelle einen Überblick für die Bereiche Handel, Dienstleistung und Gastronomie.

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KREIS SIGMARINGEN - Mit einem aktuellen Inzidenzwert von 161,3 gilt im Landkreis Sigmaringen weiterhin die „Notbremse“, von Lockerungen ab einer Inzidenz von unter 100 ist der Kreis damit weiterhin weit entfernt. Konkret bedeutet das:

• Einzelhandelsgeschäfte mit Produkten für den täglichen Bedarf dürfen unter Berücksichtigung der Corona-Hygieneauflagen weiterhin öffnen. Dazu gehören auch die Gartenmärkte. Bau- und Raiffeisenmärkte müssen dagegen geschlossen bleiben. Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen nur noch einen Kunden pro 20 Quadratmetern einlassen, für eine darüber hinausgehende Verkaufsfläche ist es dann ein Kunde pro 40 Quadratmetern. Beispiele: Geschäfte mit weniger als zehn Quadratmetern dürfen nur einen Kunden einlassen. In Ladengeschäften mit 600 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen sich maximal 30 Kunden aufhalten. Bei 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche wäre das Limit bei 50 Kunden erreicht (800 Quadratmeter = 40 Kunden + weitere 400 Quadratmeter = 10 Kunden).

• Für den Einzelhandel, der geschlossen bleiben muss, ist „Click & Meet“ nicht mehr erlaubt, dafür aber weiterhin „Click & Collect“. Waren können vorbestellt und abgeholt werden.

• Buchhandlungen werden wie der nicht privilegierte Einzelhandel behandelt. Es ist ausschließlich „Click & Collect“ erlaubt.

Friseurgeschäfte gehören ebenfalls zu den Privilegierten, im Gegensatz zu anderen „körpernahen Dienstleistern“ dürfen sie weiterhin öffnen. 
Friseurgeschäfte gehören ebenfalls zu den Privilegierten, im Gegensatz zu anderen „körpernahen Dienstleistern“ dürfen sie weiterhin öffnen.

 

• Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik- und Nagelstudios sind geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen sind weiterhin erlaubt. Friseurbetriebe dürfen geöffnet bleiben. Für den Friseurbesuch ist ein negativer Corona-Schnelltest erforderlich. Kostenfreie Bürgertests können hierfür genutzt werden. Auch eine vorgelegte Impfdokumentation gilt als "Eintrittskarte“, ebenso der Nachweis einer bestätigten und ausgeheilten Corona-Infektion. Bei den Behandlungen müssen Kunden und Beschäftige eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

• Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten sind für den Publikumsverkehr wieder geschlossen.

• Wettannahmestellen sind geschlossen.

• Kinos und Freizeitparks bleiben weiterhin geschlossen.

• Restaurants, Bars, Clubs und Kneipen aller Art bleiben geschlossen. Eine Ausnahme gilt für das Abholen besteller Speisen oder deren Lieferung bis 21 Uhr. Ab dann gilt das Ausgehverbot. Der Ausschank und Trinken von Alkohol im öffentlichen Raum sind ebenfalls verboten. Der Verkauf von alkoholhaltigen Getränken in verschlossenen Behältnissen ist dagegen erlaubt.

Kantinen sind überall dort geschlossen, wo es die Arbeitsabläufe zulassen. Angebote zum Mitnehmen sind auch da erlaubt. CHRISTIAN SCHWARZ