Ein größeres Reich für die Naturzwerge

Junge Familien bekommen eine ausführliche Beratung im „Naturzwergenreich“ - direkt neben dem Marktbrunnen.FOTO: ELISABETH KOPRIVC

Seit mehr als zwei Jahren bereichert das „Naturzwergenreich“ die Laupheimer Ladenvielfalt. Hier berät Inhaberin Franziska Reisinger mit ihrem Team (werdende) Eltern bezüglich des Kaufs von Stoffwindeln, Tragehilfen und Kindersitzen. Sie hat sich damit einen Traum erfüllt und vergrößert jetzt ihr kleines Reich, das sich ab 11. Juli 2020 am Markplatz 15 befindet.

LAUPHEIM – Eltern, die auf der Suche nach Kindersitzen, Stoffwindeln oder Tragehilfen sind, werden von Franziska Reisinger im „Naturzwergenreich“ gerne beraten. Es ist ihr ein Anliegen, Eltern vor dem Kauf ausreichend zu informieren. „Das ist das, was wir uns nach der Geburt unserer ersten Tochter auch gewünscht hätten“, erklärt sie den Grund für die Unternehmensgründung.

Modehaus Hofmann GmbH

Die Beratung kommt bei der zweifachen Mutter aus erster Hand. Sie weiß, wovon sie spricht, weil sie mit den Produkten an den eigenen Kindern viele Erfahrungen gesammelt hat, die sie gerne weitergibt. Neben den erwähnten Produkten runden ökologisches Spielzeug und Biokleidung das Sortiment im „Naturzwergenreich“ ab. Für Kinder ist im Laden eine Spielecke vorhanden, damit keine Langeweile aufkommt.

Auf den bisherigen etwa 95 Quadratmetern ist es mittlerweile ziemlich eng geworden. Franziska Reisinger war schon länger auf der Suche nach einem größeren Laden und hat die Gelegenheit ergriffen, die Geschäftsräume am Marktplatz 15 anzumieten, wo man bis vor Kurzem Schuhe kaufen konnte. Die 250 Quadratmeter wird sie auch benötigen, weil sie ihr Sortiment um Kinderwägen erweitert.

Junge Eltern können aus den Marken Hartan, Emmaljunga, Britax Römer, TFK, Nuna-Premium und Joie den passenden fahrbaren Untersatz für ihre Sprösslinge auswählen. Von der Firma TFK (trendy for kids), die auch Fahrradanhänger anbietet, wird am Eröffnungstag ein Vertreter anwesend sein und die Kunden informieren.

Bei einer Verlosung gibt es einen Buggy oder Kindersitz zu gewinnen. Anlässlich der Neueröffnung heißt Franziska Reisinger mit ihrem Team ihre Kunden und Interessierte von 10 Uhr bis 16 Uhr herzlich willkommen. Sie freut sich, ihr „Naturzwergenreich“ an der neuen Adresse vorzustellen.

Familien- und Firmengründung

Franziska und Pierre Reisinger freuen sich mit ihren beiden Töchtern auf die Eröffnung des neuen „Naturzwergenreichs“. FOTO: ZARTBITTER-DESIGN
Franziska und Pierre Reisinger freuen sich mit ihren beiden Töchtern auf die Eröffnung des neuen „Naturzwergenreichs“. FOTO: ZARTBITTER-DESIGN

Für Franziska Reisinger und ihren Mann Pierre war es selbstverständlich, ihre Töchter mit Stoffwindeln zu wickeln und in Tragetüchern bzw. -hilfen zu tragen.

Nachdem die junge Mama auf der Suche nach geeigneten Tragehilfen den Markt gut analysiert hatte, lag es für sie nahe, sich als Beraterin ausbilden zu lassen.

Die Nachfrage war vorhanden und sie konnte etwa zwei bis drei Termine pro Woche vereinbaren. „Das war mit unserer kleinen Tochter gut machbar“, schildert die gelernte Bürokauffrau, die auch ein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen hat, ihre Anfänge in die Selbständigkeit im Jahr 2014. Zu den Tragehilfen gesellten sich bald Stoffwindeln. Auch auf diesem Gebiet ließ sich die junge Mutter zur Beraterin ausbilden.

Auf der Suche nach einem passenden Kindersitz war die Familie abermals längere Zeit mit Recherchen beschäftigt, um den optimalen Sitz zu finden.

Die geballten Informationen zu den erwähnten Produkten nutzte Franziska Reisinger und gründete 2016 einen Online-Shop. Sie nutzte solange ihr Zuhause als Arbeitsplatz, bis der Keller aus allen Nähten platzte und ein Lager gesucht werden musste.

Bald darauf wurde sie auf die leerstehenden Räumlichkeiten in der Hasenstraße aufmerksam gemacht und konnte Anfang 2018 mit Freude ihr „Naturzwergenreich“ eröffnen.

Durch ihre Spezialisierung auf Produkte, hinter denen sie voll und ganz steht, erstreckt sich ihr Kundenstamm bis zum Bodensee, Stuttgart und Heidenheim.

Eltern, die sich beim ersten Kind beraten ließen, kommen bei weiterem Familienzuwachs oder bei Bedarf an einem größeren Sitz gerne wieder.

Damit die Jüngsten im Auto sicher reisen

Was Franziska Reisinger am meisten am Herzen liegt, ist die Sicherheit der Kinder im Auto. „Sie sind das Wichtigste und Liebste, was wir haben. Deshalb sollten wir sie auch im Auto bestmöglich schützen“, betont sie und ergänzt: „Die richtige Wahl des Sitzes ist deshalb sehr wichtig!“

Als die jungen Eltern vor etwa sechs Jahren auf der Suche nach einem Kindersitz waren, kam nur ein „Reboarder“, in dem die Jüngsten entgegen der Fahrtrichtung sitzen, infrage. „Damit unsere Tochter gut geschützt im Auto mitfuhr. In den Läden gab es die noch nicht“, erklärt Franziska Reisinger.

Bei den davor gängigen Kindersitzen sind die Kinder mit einem Fünf-Punkt-Gurt in Fahrtrichtung angeschnallt. Bei einem Aufprall wird allerdings der Kopf nach vorne geschleudert, was eine hohe Nackenbelastung darstellt. Bei einem „Reboarder“ ist die Sicherheit für die Kinder höher, weil die Kräfte des Aufpralls gleichmäßiger verteilt werden.

Eltern, die an einer Beratung Interesse haben, vereinbaren einen Termin, damit sich das Team ausreichend Zeit reservieren kann. In den etwa eineinhalb Stunden darf und soll auch das Kind probesitzen.

Nicht jeder Sitz ist für jedes Kind geeignet, weil jeder „Naturzwerg“ anders ist. Genauso verhält es sich bei Sitz und Auto. Auch hier muss getestet werden, ob er in das eigene Fahrzeug passt.

Die Unternehmerin hat sich dem Verbund der „Kindersitzprofis“ angeschlossen, ein Händlernetzwerk, das sich auf „Reboarder“ spezialisiert hat. Laufende Schulungen und Weiterbildungen vermitteln neue Erkenntnisse zur Sicherheit in Autokindersitzen.

Ganz wichtig ist für Franziska Reisinger, dass auch der Säugling zum Probeliegen mitkommt. Deshalb gibt es bei ihr die „Babyschalen-Aktion“.

Die Eltern können sich eine Babyschale gegen Kaution und Leihgebühr ausleihen und sie zum Transport des Säuglings aus der Klinik und die ersten Tage benutzen. Anschließend kommen sie mit dem Nachwuchs zur Beratung, um die optimale Babyschale zu kaufen. Die Kaution wird mit dem Kaufpreis verrechnet.

Dass ihre Kunden nach einer ausführlichen Beratung zufrieden nach Hause gehen, sieht Franziska Reisinger als Bestätigung für ihren Einsatz zum Wohle unserer jüngsten Erdenbürger. Denn das hätte sie vor einigen Jahren auch gerne gehabt. eko