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Dodel Floristik in Laupheim: Tierische Begegnungen zwischen Blumen

Die Alpakas von Marielle und Markus Dodel fühlen sich auf der Koppel wohl. Und manchmal blickt eins der Tiere neugierig in die Kamera. FOTOS: ELISABETH KOPRIVC

Bei Familie Dodel gibt es tierisch viel Zuwachs, den sie im Rahmen des „HufblumeEvents“ am 9. April der Öffentlichkeit vorstellen möchte. An diesem „Tag der offenen Tür“ dürfen sich die Besucher sowohl über Programmpunkte mit den Tieren als auch mit den Pflanzen freuen.

LAUPHEIM – Marielle und Markus Dodel bezeichnen mit „Hufblume“ ihre Marke, unter der sie seit Herbst Aktionen mit Tieren anbieten. Der Name der Blume, die es tatsächlich gibt und unter Huflattich besser bekannt ist, deutet auf die Verbindung von Huftieren und Blumen hin.

Die ersten Vierbeiner, die die tierliebende Familie auf ihren Hof holte, waren fünf Esel und drei Mini-Ponys, nachdem sich der Wunsch nach Alpakas zunächst nicht erfüllen ließ. „Bei uns stehen der Respekt und die Liebe zu den Tieren im Vordergrund“, erzählt Marielle Dodel und ergänzt, dass sie selbstverständlich alle Auflagen erfüllen mussten und viele Schulungen zur artgerechten Tierhaltung gemacht haben. Auch das Veterinäramt hat seine Zulassung erteilt, damit mit Mensch und Tier gearbeitet werden kann. Im Juli letzten Jahres konnte sich das Ehepaar Dodel dann doch noch den Wunsch nach Alpakas erfüllen und fünf der sogenannten „Neuweltkamele“ kaufen.

„Seit über zweieinhalb Jahren haben wir mit dem Gedanken gespielt, Alpakas zu halten“, freut sich Marielle Dodel über die Vergrößerung ihrer „Hufblume-Familie“.

Nach der Entscheidung, dass sie die Tiere gewerblich halten möchten, war schnell klar, dass fünf Tiere nicht ausreichen würden. So entstand eine Herde mit 32 Huacaya-Alpakas in verschiedenen Farben von Hellbeige über verschiedene Brauntöne bis Schwarz, die einmal im Jahr geschoren werden müssen.

Für die „Hufblume“-Tierhalter ist es sehr wichtig, zu kommunizieren, dass die Tiere einen empfindlichen Magen haben und nicht zu viel essen dürfen: „Sie fressen nur Heu, Gras und extra auf sie abgestimmtes Mineralfutter. Zum Wohle der Tiere ist es wichtig, dass sie nicht von Fremden gefüttert werden“, sagen die Besitzer.

Das Ehepaar Dodel hat in der Zwischenzeit einige Kurse gemacht, um mehr über Alpakas und den Umgang mit ihnen zu erfahren. Mittlerweile bilden sie ihre Tiere selber aus, was etwa 40 bis 60 Stunden in Anspruch nimmt, damit sich die kuschelig aussehenden Herdentiere von Menschen streicheln lassen und mit ihnen laufen.

Bei der Ausbildung stellt sich schnell heraus, für welche Zielgruppe das jeweilige Alpaka besser geeignet ist, ob für Kinder, Senioren oder Rollstuhlfahrer.

„Für den sozialen Kontakt mit Menschen sind übrigens nur die ‚Jungs‘ geeignet, von denen wir 20 haben“, erzählt Marielle Dodel und ergänzt: „Diese Anzahl ist notwendig, weil die Tiere immer wieder Pausen brauchen und sich somit abwechseln können.“

Im Sommer stehen die männlichen Alpakas auf der Koppel, wo man sie von außen beobachten kann, im Winter sind die Tiere am Haus. Die Wiese ist zugleich auch „Eventlocation“, auf der unterschiedliche Aktionen stattfinden können. eko