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Dem Lebensende einen neuen Anfang schenken


Ein Friedhof ist aber auch ein Platz der Ruhe und Einkehr. FOTO: BENJAMIN SCHWÄRZLER

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist schmerzhaft. Um diesen Schmerz verarbeiten zu können, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen. Zeit, um zu trauern. Viele Menschen finden während dieser schwierigen Phase Kraft, Zuflucht und Geborgenheit auf den unterschiedlichsten Friedhöfen. Doch auch Friedhöfe, die meist als Gedenkstätte dienen, haben sich mit der Zeit gewandelt und werden auch in Zukunft andere Formen annehmen.

REGION - Angehörige besuchen den Friedhof meist, damit sie friedlich und ganz in Ruhe Abschied nehmen können. Um sich wohl und geborgen zu fühlen, kann eine gepflegte Umgebung eine wichtige Rolle spielen. Leider sieht die Realität meist anders aus. Das liegt vor allem daran, dass Familien heutzutage oftmals in unterschiedlichen Städten oder gar Ländern wohnen und die Grabpflege dadurch vernachlässigt wird.

Deshalb hat sich die Art und Weise, einen Verstorbenen zu bestatten, in den vergangenen Jahren verändert. Einige entscheiden sich gegen eine traditionelle Erdbestattung und für eine Feuerbestattung. Angehörige haben nach einer Feuerbestattung die Möglichkeit, sich zwischen einem Urnengrab, Urnengemeinschaftsgrab, Kolumbarium oder einer Baumbeisetzung zu entscheiden. Die Pflege der Ruhestätte übernimmt bei einigen Grabarten der Friedhofsträger.

Sowohl für Friedhöfe als auch für das Bestattungswesen ist es wichtig, mit dem Zahn der Zeit zu gehen und sich stets an die gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. In den kommenden Jahren sollen sich Friedhöfe daher in Parks oder gar Wälder verwandeln. Durch diese neue, naturnahe Umgebung wird den Angehörigen noch mehr Kraft, Geborgenheit und Zuflucht geschenkt. Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine naturbelassene Umgebung wie der Wald eine heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus hat.

Dadurch entsteht auch eine neue Möglichkeit der Beisetzung: die Baumbestattung. Diese findet in einem bereits bestehenden Wald statt und eine Namenstafel an der jeweiligen Ruhestätte erinnert an die persönliche Würde jedes Einzelnen. Doch auch für die Angehörigen kann diese Art der Bestattung wertvoll sein, denn sie haben ein ständig wachsendes Andenken an den Verstorbenen.

Auch für die Natur als solches ist eine Baumbeisetzung von Vorteil, da ihr zu jeder Jahreszeit freien Lauf gelassen wird.

Sich mit dem Tod auseinanderzusetzen ist nicht einfach. Es macht Angst, einen geliebten Menschen vermeintlich zu früh zu verlieren, Angst, dem Schicksal ausgeliefert zu sein. Dennoch ist es wichtig, sich bereits früh mit dieser Thematik zu beschäftigen und sie nicht zu verdrängen. Kompetente Beratung erhalten Sie bei fachkundigen Unternehmen im Ostalbkreis. Franziska Stölzle