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Krippenausstellungen in Ellwangen und Umgebung: Krippenland und Schlosserlebnis in der Region

  

Neben der Krippenausstellung im Schlossmuseum Ellwangen/Jagst kommen Krippenfreunde in Bad Schussenried und Biberach auf ihre Kosten. FOTOS: DJD/OH

Das Schöne an Städtetouren: Sie machen zu jeder Jahreszeit Spaß, auch im Winter. Durch Museen schlendern, Kirchen und ein prachtvolles Schloss besuchen, sich in gemütlichen Lokalen kulinarisch verwöhnen lassen oder Wanderausflüge in die herrlichen Landschaften der Schwäbischen Ostalb unternehmen – das und vieles mehr ist beispielsweise in Ellwangen an der Jagst möglich. Auch die Krippenausstellung im Kloster Schussenried ist einen Ausflug wert.

REGION - In der kalten Jahreszeit erwartet Besucher dort zudem ein besonderes Highlight. Zwischen Weihnachten und Anfang Februar verwandelt sich die schmucke Kleinstadt mit den Nachbarorten Rosenberg und Hohenberg alljährlich in ein „Krippenland".

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„Kommt, lasst uns sehen“, weihnachtlich ist das Motto, wenn ab dem Heiligen Abend Krippen aus verschiedenen Epochen in und um Ellwangen ausgestellt sind. Der Ellwanger Krippenweg führt zu insgesamt zehn Stationen. Von der prächtigen Barockkrippe im Schlossmuseum bis hin zur sogenannten „Arme-Leute-Krippe“ des Künstlerpfarrers Sieger Köder im Kreuzgang der Basilika St. Vitus. Die historischen Krippen im Schlossmuseum sowie in der bekannten Wallfahrtskirche Schönenberg gibt es sogar ganzjährig zu sehen. Krippenfreunde können sich noch bis zum 30. Januar 2022 zudem auf eine Ausstellung im Sieger Köder Museum freuen. Viele der Exponate stammen aus einer Sammlung in Hessen und zeigen Krippen in ganz unterschiedlichen Stilen – europäisch, orientalisch und heimatlich. Für den Besuch sollte man sich etwas Zeit nehmen. Schließlich gibt es dort außerdem rund 150 Exponate des Künstlerpfarrers zu bewundern, der zu den bekanntesten deutschen Malern christlicher Kunst im 20. Jahrhundert zählt und dessen Werke an Marc Chagall erinnern. Wer nach dem Schlossbesuch durch die malerischen Gassen Ellwangens schlendert, entdeckt auf Schritt und Tritt Zeugnisse der über 1 250-jährigen Stadtgeschichte – das ehemalige Stiftsrathaus aus dem 18. Jahrhundert oder das Palais Adelmann sind nur einige davon.

Seit fast 15 Jahren ist die Krippenausstellung ein Höhepunkt des Ausstellungsjahres im Barockkloster Schussenried: Traditionell ist sie ab Ende November bis Anfang März zu sehen. Im vergangenen Jahr verlegte man die Ausstellung coronabedingt kurzerhand ins Internet und stellte ausgewählte Krippen auf dem Facebook-Account der Klosterverwaltung vor. Seit dem 27. November dieses Jahres können kleine und große Gäste die Krippen nun wieder ganz analog bestaunen und mehr über die Kulturgeschichte der Krippen erfahren. Die Objekte stammen aus der Privatsammlung der Familie SchmehleKnöpfler aus Bad Schussenried. Sie umfasst Krippen aus aller Welt und dokumentiert rund 250 Jahre Krippengeschichte. Parallel sind in den Ausstellungsräumen des Konventbaus die beiden Ausstellungen „Faszination Lego!“ und die Tricture 3D-Schau mit großformatigen Motiven zu sehen.

Alle Jahre wieder präsentiert auch das Museum Biberach in der Adventszeit die älteste erhaltene Weihnachtskrippe in Biberach. Sie stammt aus der Katholischen Hospitalkirche und wurde um 1895 von Buchbindermeister Alois Zell (1869–1947) und seinen Gehilfen aus Holz, Korkrinde und Pappe gefertigt. Die Höhlen, Übergänge, Stege und Treppen, die in den Berg gebaute orientalische Stadt und die alles überwölbende Kulisse eines Wüstengemäldes zeichnen ein märchenhaftes biblisches Landschaftsbild. Zur Szenerie gehören 81 Figuren: Schafe, Esel und Ochsen, Kamele und Elefanten, dazu die Hirten, Mohren, die Heiligen Drei Könige und die Heilige Familie. Die historische Weihnachtskrippe ist noch bis zum 4. Februar im Museumsfoyer zu sehen. Sie ist ein Geschenk der katholischen Pfarrgemeinde St. Martinus und St. Maria an das Museum Biberach. (djd/red)