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Ein Stück Heimat im Herzen Aalens


Am Sonntagvormittag hat die Einweihung und Segnung des zweiten Baus der Caritas-Wohnungslosenhilfe in der Düsseldorfer Straße, des Hauses Klara (rechts), stattgefunden. FOTO: ANITA KNAUSS

In Orange und Rot leuchten die beiden neuen Gebäude der Caritas-Wohnunglosenhilfe in der Düsseldorfer Straße in Aalen. Vor zwei Jahren wurde das Haus Franziskus bereits bezogen, im Frühjahr folgte die Belegung des Hauses Klara. Die Einweihung hat im Garten des Gebäudes mit einer Segnung durch Dekan Robert Kloker stattgefunden.

AALEN - Mitten in Aalen, mitten im Wohngebiet Hirschbach und in unmittelbarer Nähe zum Kulturbahnhof, können die Häuser Franziskus und Klara zur Heimat von Menschen werden, mit denen es das Leben nicht so gut gemeint hat. Deshalb feiern an diesem Sonntagvormittag nicht nur Ehrengäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft diese Einweihung, sondern auch die Bewohner der beiden Häuser.

Caritas-Regionalleiter Markus Mengemann spricht von Wertschätzung und Empathie gegenüber den ratsuchenden Menschen. Er dankt für die guten Kooperationen mit Stadt, Landkreis, dem Dekanat Ostalb und der Kirchengemeinde St. Maria. Der Freundeskreis Wohnungslose und der Hirschbachclub verkörperten Herzlichkeit und Zuwendung zu den Bewohnern.

Mit einem Wortgottesdienst, zelebriert von Dekan Robert Kloker, beginnt die Einweihung. Kloker bezieht sich auf das Evangelium dieses Sonntages, bei dem sich die Jünger im Boot vor dem Sturm fürchten. „Wir sitzen in einem Boot“, so der Dekan. Die Mitarbeitenden der Caritas könnten in den beiden neuen Häusern dafür sorgen, dass die „Wellen das Lebensboot nicht überschwappen lassen und niemand ertrinkt“. Außerdem lenkt Dekan Kloker den Blick auf die Heilige Klara von Assisi. Als entschlossene Frau sei sie unbeirrt den Weg in der franziskanischen Spiritualität gegangen. Begleitet von der Dekanatsband spendet der Dekan den neuen Gebäuden den Segen.

Die Einbettung der beiden neuen Gebäude der Wohnungslosenhilfe in die Stadtgesellschaft lobt die Vorständin des Caritas-Verbandes Rottenburg-Stuttgart, Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock. Diese Gebäude seien mehr als Stein und Mörtel. „Sie sind die Zusage der Caritas an Menschen in sozialen Notlagen“, so Holuscha-Uhlenbrock. Mit diesem großen Projekt, das eines der größten Bauvorhaben in Trägerschaft des Verbandes gewesen sei, setze man Einsamkeit und Unsichtbarkeit etwas entgegen. „Ein Stück Heimat und einen offenen und lebendigen Raum mitten im Herzen von Aalen.“

Landrat Dr. Joachim Bläse hält eine Rede für die sozialen Anliegen der Menschen innerhalb des Landkreises. Er wolle keine Lippenbekenntnisse mehr, sondern viel mehr klare Pläne, wie man mit der Wohnungslosigkeit der Menschen auf der Ostalb umgehen könne. Bläse zeigt sich betroffen, gerade von jungen, wohnungslosen Frauen und Männern. „Unser Glaube muss es möglich machen dagegen Strukturen zu schaffen.“ Dass zwischenmenschliche Beziehungen Raum haben können, das ist auch Aalens Sozial-Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann wichtig. Mit der Caritas verbinde er besonders auch die Initiative für Kälteschutz gemeinsam mit der Polizei. Sybille Schwenk