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Weißensberg entwickelt Ortskern

 

An dieser Stelle soll das neue Rathaus gebaut und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. FOTOS:VIKTORIA BENZ

Neben Einkaufsmöglichkeiten und Bildungs- sowie Betreuungseinrichtungen decken die Angebote in der Gemeinde Weißensberg alles ab, was die rund 2650 Bürger für ihren täglichen Bedarf brauchen. Was jedoch noch in der Gemeinde fehlt, ist ein Dorfkern, der aktuell entwickelt wird.

Mit der Sanierung der Festhalle und der Erneuerung der Außenanlage wurde der erste Bauabschnitt zur Ortskernentwicklung in der Gemeinde Weißensberg abgeschlossen. „Mit den Modernisierungsmaßnahmen haben wir eine neue Aufenthaltsqualität erreicht“, freut sich Hans Kern, Bürgermeister der Gemeinde Weißensberg. Damit sei aber noch nicht das Zentrum geschaffen, wie es die Gemeinde vorsieht. „Wir wollen einen Ortskern, an dem sich die meisten kommunalen Einrichtungen befinden“, sagt Hans Kern weiter.

So sieht der nächste Bauabschnitt der Ortskernentwicklung die Umsiedlung und den Neubau des Rathauses vor. Das neue Verwaltungsgebäude soll direkt an den Vorplatz der Festhalle angrenzen. „Wir hoffen, dass wir noch in nächstem Jahr mit den Tiefbaumaßnahmen unterhalb der Festhalle starten können“, sagt Hans Kern.

Zum ersten Bauabschnitt der Ortskernentwicklung gehörten die Sanierung der Festhalle und die Erneuerung der Außenanlage.
Zum ersten Bauabschnitt der Ortskernentwicklung gehörten die Sanierung der Festhalle und die Erneuerung der Außenanlage.

Parallel dazu beabsichtigt die Gemeinde im Rahmen des Bebauungsplans „Ortskern Neugestaltung“ die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Dieser soll jenseits der Schulstraße entstehen. „Gegenüber des künftigen Rathauses werden zwei Mehrfamilienhäuser sowie 30 barrierefreie Seniorenwohnungen errichtet. Geplant sind hier mustergültige und klimafreundliche Gebäude“, sagt Hans Kern. Die Wohnungen werden vom Freistaat Bayern im Rahmen des kommunalen Wohnraumförderprogramms mitfinanziert. Im Zusammenhang des Projekts plant die Gemeinde außerdem, 62 Tiefgaragenstellplätze zu errichten. Nach Fertigstellung dieser Bauphasen soll dann der Rathaus-Vorplatz im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms neugestaltet werden.

Darüber hinaus laufen derzeit auch die Erweiterungsarbeiten am Kindergarten St. Markus. Insgesamt 24 Krippenplätze sollen bis Herbst 2022 in dem dreistöckigen Neubau neben der ehemaligen Hausmeisterwohnung geschaffen werden. Im Zuge des Umbaus wird außerdem das Bestandsgebäude, insbesondere das Dach, komplett saniert und die Heizung erneuert. „Die Baukosten werden sich für dieses Vorhaben auf drei Millionen belaufen“, sagt Hans Kern.