Neuer Bürgermeister von Etrechy stattete der Partnerstadt Ostrach spontan einen Besuch ab – FCO war gut unterwegs Image 1

Neuer Bürgermeister von Etrechy stattete der Partnerstadt Ostrach spontan einen Besuch ab – FCO war gut unterwegs

  

Das kommissarische Führungsduo Daniela Frey (v. l.) und Annika Rössler übergab die Leitung des Reinhold-Frank-Schulzentrums Ostrachtal im Juli an Birgit Hertle, die von Bürgermeister Christoph Schulz in Ostrach willkommen geheißen wurde. Nach dem Weggang von Schulleiter Oliver Paul 2020 wurde die Schule kommissarisch geleitet. Birgit Hertle kam als Konrektorin von der Gemeinschaftsschule Horgenzell. Der Horgenzeller Schulleiter Markus Bichler verlor seine Co nur ungerne, er lobte Birgit Hertle als „extrem tatkräftige, fleißige, motivierte und motivierende, um- und weitsichtige, in besonderer Weise menschliche und humorvolle und einfach wunderbare Schulleiterin“. Christoph Schulz seinerseits lobte das kommissarische Führungsduo: „Dass das Wörtchen kommissarisch vor den Funktionen stand, war nie zu merken.“ FOTO: FREYDA

2021 waren in Ostrach eigentlich große Städtepartnerschaftsfeierlichkeiten geplant, die aber auf lediglich zwei Begegnungen und deutsch-französische Videokonferenzen zusammenschrumpften. Ostrachs Bürgermeister Christoph Schulz kann sich dafür sich dafür am Jahresende über den großen Erfolg eines neuen Cafés freuen und stellt mit seinem Gemeinderat bereits die Weichen in eine rot-grün-gelbe Zukunft.

Was waren aus Ihrer Sicht die drei Highlights 2021 in Ostrach?

Christoph Schulz: Für 2021 hatten wir eigentlich mit unseren Freunden aus Etrechy die großen Feierlichkeiten zum fünzigjährigen Jubiläum unserer Gemeindepartnerschaft geplant. Nun, mal waren die Infektionszahlen in Frankreich, und hier teilweise auch besonders schwer im Departement Essonne bei Paris, extrem hoch, später dann wieder bei uns. Die Folge waren wie schon 2020 deutsch-französische Videokonferenzen unserer beiden Partnerschaftsausschüsse, aber wenigstens auch ein Zusammentreffen am Jubiläumstag des Ostracher Ausschusses am Denkmal des Gründervaters Monsieur Gallerand – und der neugewählte Bürgermeister Monsieur Garcia besuchte ganz spontan diesen Herbst mit seiner Frau unsere Gemeinde. 1500 Kilometer in zwei Tagen ermöglichten ein persönliches Kennenlernen, auseinander gegangen sind wir mit dem gegenseitigen Versprechen, dass wir die Feier zum Jubiläum gebührend nachholen werden!

Beschäftigt haben uns neben Corona natürlich auch die beiden Wahlen in Land und Bund und deren Auswirkungen auch auf die Ostracher Gemeindepolitik. Die jeweiligen Koalitionsverträge kündigen gerade im Bereich Erneuerbare Energien oder auch Naturschutz Stichworte an, die gerade in einer Flächengemeinde mit großen landwirtschaftlich genutzten Flächen starke Auswirkungen haben werden. Wenn auf der Tagesordnung des Gemeinderates Punkte wie Freiflächenfotovoltaik oder Biotopverbundsplanung auftauchen, dann ist dies eben auch Folge von Weichenstellungen in Berlin und Stuttgart.
  

Das junge Landesligateam des FC Ostrach spielte unter Trainer Alex Fischer eine gute Vorrunde. 22 Punkte nach 17 Spielen bedeuteten Platz 10, der gerade noch für die „Meisterschaftsrunde“ gereicht hätte: In der Rückrunde spielen nur noch die ersten zehn Teams sowie die Plätze elf bis 20 gegeneinander. Das Derby gegen den FC Mengen verloren die „Zebras“ nach gefühlt 100 Jahren aber mal wieder: 0:1 im heimischen Buchbühlstadion durch einen Elfer kurz vor Schluss. Im Foto beharken sich Ostrachs René Zimmermann (l.) und Mengens Yannik Merk. FOTO: WARNACK
Das junge Landesligateam des FC Ostrach spielte unter Trainer Alex Fischer eine gute Vorrunde. 22 Punkte nach 17 Spielen bedeuteten Platz 10, der gerade noch für die „Meisterschaftsrunde“ gereicht hätte: In der Rückrunde spielen nur noch die ersten zehn Teams sowie die Plätze elf bis 20 gegeneinander. Das Derby gegen den FC Mengen verloren die „Zebras“ nach gefühlt 100 Jahren aber mal wieder: 0:1 im heimischen Buchbühlstadion durch einen Elfer kurz vor Schluss. Im Foto beharken sich Ostrachs René Zimmermann (l.) und Mengens Yannik Merk. FOTO: WARNACK

Ein echtes Highlight war und ist für viele Ostracher und Besucher aus der Region auf jeden Fall die Eröffnung des Hofcafés Härle in unserem Ortsteil Laubbach – man muss nur sonntags die zahlreichen Autos und Fahrradgruppen beobachten, die sich seitdem zwischen Ostrach und Laubbach bewegen, um den Erfolg des Cafés zu messen – oder zu den Glücklichen zu gehören, die rechtzeitig einen Platz reservieren konnten.

Was werden aus Ihrer Sicht 2022 die beiden wichtigsten Ereignisse in Ostrach sein?

Bei den Veranstaltungen steht natürlich einiges an, die großen Sommerfeste der Musikvereine, aber auch verschiedene Jubiläen, die aus den letzten zwei Jahren nachgeholt werden sollen. Hoffen wir gemeinsam, das dies die Pandemie endlich wieder zulässt!

Neben den zahlreichen privaten Baumaßnahmen freuen sich vor allem die jungen Familien auf die große Kindergartenerweiterung am Buchbühl, unser größtes kommunales Bauprojekt in 2021/2022. Bisher sieht es so aus, dass wir bei den aktuellen Kostensteigerungen noch mit einem blauen Auge davonkommen, aber der ursprüngliche Haushaltsansatz wird leider nicht reichen. Trotzdem müssen und wollen wir 2022 die neuen Plätze vor allem im Kleinkindbereich unter drei Jahren fertigstellen und beziehen.

Corona hat uns zum Jahresende erneut im Griff. Müssen/mussten wieder Weihnachtsund Neujahrsaktionen ausfallen? Oder kann/konnte mehr stattfinden als vergangenes Jahr?

Leider blieb auch unsere Gemeinde von Veranstaltungsabsagen in den letzten Wochen nicht verschont, bei den aktuellen Fallzahlen verbunden mit den wieder enger werdenden Corona-Regelungen ist dies ja auch vernünftig und nachvollziehbar. Trotzdem fehlt den Ostrachern, jetzt schon im zweiten Jahr, z. B. der große Weihnachtsmarkt des Handels- und Gewerbevereins auf dem Herbert-Barth-Platz.

Wichtig, und dieser Zeit vielleicht für Manchen noch wichtiger als sonst, ist die Präsenz unserer beiden Kirchengemeinden. Durch alternative, coronakonforme Veranstaltungsformen wie den Ökumenischen Gottesdienst im Freien am Ersten Advent, die Seelenwärmerzeit an den Freitagnachmittagen in unserer Evangelischen Kirche oder auch den gemeinsamen geistlichen Impulsen immer um 11 Uhr auf dem Wochenmarkt freitags zeigen sie Präsenz und erinnern an das, was wir im Advent und dann an Christi Geburt eigentlich feiern.

Was passiert nächstes Jahr mit der Fasnet, in welchem Umfang wird sie stattfinden können?

Eine Prognose zu den Rahmenbedingungen für Veranstaltungen im Februar nächsten Jahres fällt mir schwer – gleichzeitig haben Großveranstaltungen für die durchführende Zunft natürlich einen Koalitiriesigen zeitlichen Vorlauf und können nicht einfach kurzfristig organisiert werden. Also müssen wir mit einer auch 2022 eingeschränkten Fünften Jahreszeit rechnen – aber unsere Zünfte sind da kreativ und findig, ich bin mir sicher, dass auch die nächste Fasnet nicht ausfallen wird, sie wird nur anders gefeiert werden als wir dies gewohnt sind!